2. April 2020
Pressemitteilung

Systemrelevant und außen vor – mehr Widerspruch geht nicht!

Mit einem dringenden Appell, bei der Existenzsicherung der Therapiepraxen im Land mitzuwirken, wendet sich der Sozialverband VdK Saarland an die Landes- und Bundesregierung.

© AOK-Mediendienst


In der entsprechenden Rechtsverordnung der Landesregierung seien die Therapiepraxen der Physiotherapeuten, der Logopäden, der Ergotherapeuten und der Podologen als „systemrelevant“ eingeordnet. Ihnen ist die Öffnung der Praxen und die Durchführung verordneter Therapien erlaubt. Der Corona-Schutzschirm der Bundesregierung messe jedoch mit zweierlei Maß. „Es war ein richtiger Entschluss, Ärzten und Psychotherapeuten Einnahmeausfälle zu erstatten. Logopäden, Podologen, Ergo- und Physiotherapeuten müssen in gleicher Weise in die Förderung einbezogen werden“, sagte der VdK-Landesvorsitzende Armin Lang.

Er bittet die Landesregierung eindringlich, sich schnellstens an die Bundesregierung zu wenden und die Gleichbehandlung aller Therapieberufe einzufordern. Die Umsatzausfälle seien in vielen Praxen derart groß, dass deren Existenz massiv gefährdet sei. Der Landesvorsitzende wörtlich: „Es ist paradox, wenn Heilmittelerbringer einerseits als systemrelevant anerkannt werden und andererseits viele Praxen dauerhaft schließen müssen, weil sie unter keinem speziellen Rettungsschirm für ausbleibende Einkünfte Schutz finden können.“

Armin Lang sieht noch weiteren Handlungsbedarf. Es läge im Interesse einer nachhaltigen Gesundheitssicherung besonders schwer kranker Menschen, zum Beispiel nach Schlaganfall, Bandscheiben- oder anderen neurologischen bzw. orthopädischen Operationen, dass es zu keinen Behandlungsunterbrechungen komme. Bei diesen schwerwiegenden Eingriffen müssten die Akut-Versorgung und die Therapien der medizinischen Rehabilitation unmittelbar ineinandergreifen. Es dürfe zu keinen The-rapiebrüchen kommen, wenn z. B. dauerhafte Sprechstörungen oder Gehbehinderungen vermieden werden sollten. Da viele Rehakliniken aus Sicherheitsgründen geschlossen hätten oder mithelfen müssten, akut kranke Menschen zu versorgen, blieben die ambulant tätigen Therapeuten für viele Kranke zur Vermeidung dauerhafter Schäden die letzte Hoffnung.

Deshalb müssten diese Berufe mit den Ärzten und Pflegekräften bei der Risikoabsicherung nicht nur gleichgestellt werden, sondern auch dabei unterstützt, sich und ihre Patienten ohne Risiken weiter zu versorgen. Auch ihnen müssten Mund- und Nasenschutz-Masken ebenso wie sonstige Schutzkleidung zur Verfügung gestellt werden. Notwendig wäre auch eine aktive Aufklärung der Patienten und der Therapeuten, die Therapien weiterzuführen, dabei aber auf jeden Fall Schutzmaßnahmen zu beachten.

red

Schlagworte Corona | Physiotherapie | Physiotherapeut | Praxis | Rettungsschirm

Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Neugeländstraße 11
66117 Saarbrücken
Telefon 0681 58459 - 410
Telefax 0681 58459 - 209
presse.saarland@vdk.de

Mehr unter Presse-Kontakt

Hinweis: Die Pressestelle ist ausschließlich für Presseanfragen zuständig. Bei Fragen, die die Mitgliedschaft betreffen oder um einen Beratungstermin zu vereinbaren, wenden Sie sich bitte an unser Service-Telefon unter der kostenfreien Nummer (0800) 835 7227.

Datenschutzeinstellungen

Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Einige von ihnen sind notwendig, während andere uns helfen, unser Onlineangebot zu verbessern.

  • Notwendig
  • Externe Medien
Erweitert

Hier finden Sie eine Übersicht über alle verwendeten Cookies in externen Medien. Sie können Ihre Zustimmung für bestimmte Cookies auswählen.