29. April 2022
Pressemeldungen

VdK fordert mehr regionale Gesundheitszentren

Der Sozialverband VdK Saarland begrüßt die Reform-Vorschläge der AOK des Saarlandes für eine Konzentration der stationären Versorgung und eine verbindlich geregelte Zusammenarbeit mit niedergelassenen Haus- und Fachärzten sowie Therapie- und Pflegediensten.

„Diese Vorschläge entsprechen weitgehend den Forderungen des Sozialverbands VdK nach einem Landesprogramm zur Förderung regionaler Gesundheitszentren, mit denen eine flächendeckende Versorgung auch dann gewährleistet werden kann, wenn die Anzahl der saarländischen Kliniken weiter zurückgeht. Wir erwarten von der neuen Landesregierung, dass sie sich dafür einsetzt und einen runden Tisch mit allen verantwortlichen Akteuren einberuft“, sagt der VdK-Landesvorsitzende Armin Lang.

Der VdK unterstützt auch die Forderung der AOK nach einer verstärkten Nutzung der digitalen Kommunikation, durch die die Versorgung kranker Menschen verbessert wird. Ergänzend weist der Sozialverband darauf hin, dass die Mehrheit der älteren Menschen, die besonders häufig medizinische Leistungen in Anspruch nehmen, nicht regelmäßig digital kommunizieren. „Für viele Ältere oder Menschen mit Einschränkungen sind Videosprechstunden, die elektronische Patientenakte oder Gesundheits-Apps keine Option. Sie brauchen auch in Zukunft menschliche Beratung und Begleitung“, sagt Lang.

Besonders wichtig sei die Sicherstellung einer sachgerechten Anschlussversorgung nach einer Krankenhausbehandlung. „Die AOK des Saarlandes und alle anderen Krankenkassen im Land müssen den Gesundheitsminister dabei unterstützen, dafür zu sorgen, dass im Saarland kein Patient mehr eine Klinik ohne geregelte, umfassende Nachsorge verlässt“, sagt Lang. Ein professionelles Entlassmanagement sei schon jetzt eine gesetzliche Pflicht eines jeden Krankenhauses, die der Gesundheitsminister und die Kassen schnellstens durchsetzen müssten.

Auch gut organisierte, ambulant-stationäre Gesundheitszentren müssten zukünftig mit professionellen Patientenbegleitern ausgestattet sein. In einem Positionspapier zur Landtagswahl hat der VdK Saarland eine regionale Gesundheitsplanung gefordert, um eine bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung vor Ort sicherzustellen, bei der ambulante und stationäre medizinische, therapeutische und pflegerische Angebote ineinandergreifen. Aus Sicht des VdK müssen regionale Gesundheitszentren von der Landesregierung gefördert werden, indem das Krankenhaus-Investitionsbudget im Landeshaushalt dafür geöffnet und ergänzend ausgestattet wird.

Regionale Gesundheitszentren zeichnen sich dadurch aus, dass in ihnen Ärzte unterschiedlichster Fachrichtungen, Pflegedienste und Therapieangebote organisiert sind und sie über eine gemeinsame Termin- und Ablaufplanung, professionelle Patientenbegleitung sowie modernste medizinisch-technische Ausstattung verfügen. Nur in solchen Zentren kann die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verwirklicht werden. Mit Blick auf den sich wandelnden Arztberuf und das Bedürfnis nach planbaren Arbeitszeiten sind sie aus Sicht des Sozialverbands unabdingbar, um dem zunehmenden Haus- und Fachärztemangel insbesondere im ländlichen Raum entgegenzuwirken.

red

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