10. September 2021
Pressemeldungen

VdK fühlte Bundestagskandidaten
bei Live-Diskussion auf den Zahn

Mehrere 100 Zuschauer verfolgten den Kandidaten-Check, der live im Internet übertragen worden. VdK-Mitglieder konnten vorab ihre Fragen stellen. Es ging um Rente, Pflege, Bürgerversicherung und weitere soziale Themen.

Video:

Bericht:

Teure Pflege, niedrige Renten, Bürgerversicherung, Corona-Impfung oder Klimawandel – über diese Themen diskutierte VdK-Landesgeschäftsführer Peter Springborn Anfang September beim Kandidaten-Check des VdK Saarland mit saarländischen Bundestagskandidaten von SPD, DIE LINKE und FDP. Die Veranstaltung wurde live im Internet übertragen und erzielte mehr als 250 Aufrufe. Zudem hatten mehrere VdK-Kreisverbände vor Ort Übertragungen organisiert, darunter Saarlouis, Neunkirchen und Homburg.

Im Vorfeld waren zahlreiche Mitglieder dem Aufruf des Sozialverbands gefolgt, Fragen zu sozialen Themen einzureichen. Die Spitzenkandidatin der CDU, Annegret Kramp-Karrenbauer, die auch VdK-Mitglied ist, hatte wenige Stunden vor der Veranstaltung wegen eines „unaufschiebbaren Termins“ als Bundesverteidigungsministerin abgesagt.

Wie kann Altersarmut verhindert werden, die jedem fünften Rentner und jeder vierten Rentnerin künftig droht? Der VdK fordert unter anderem eine Anhebung des Rentenniveaus und eine Abschaffung der Abschläge für Erwerbsminderungsrentner – die Positionen des VdK zu den einzelnen Themen wurden den Kandidaten in kurzen Videos präsentiert.

Die Reaktionen waren sehr unterschiedlich: Die SPD könne den Forderungskatalog des VdK weitgehend mittragen, jedoch fehlten dafür derzeit die politischen Mehrheiten, sagte Christian Petry, Mitglied des Deutschen Bundestags und Generalsekretär der Saar-SPD, der als Direktkandidat im Wahlkreis St. Wendel antritt. Altersarmut könne nur durch gute Arbeit, Tariflöhne und mit der Grundrente erreicht werden, da selbst der Mindestlohn keine auskömmliche Rente garantiere.

Thomas Lutze, ebenfalls Mitglied des Deutschen Bundestags und Landesvorsitzender der Partei DIE LINKE sowie Spitzenkandidat, forderte eine stärkere Besteuerung von hohen Einkommen und eine Reform des Systems, in das alle – auch Bundestagskandidaten – einzahlen sollten. Die Rente müsse auch die gestiegene Produktivität wiederspiegeln, denn heute werde in einer Arbeitsstunde viel mehr erwirtschaftet als vor 30 Jahren.

Dr. Helmut Isringhaus, stellvertretender Landesvorsitzender der FDP und Direktkandidat im Wahlkreis Saarbrücken, betonte, dass es bei gestiegener Lebenserwartung durchaus vertretbar sei, länger zu arbeiten, wenn der Mensch noch fit sei. Berufsgruppen, in denen das nicht möglich sei, dürften aber nicht benachteiligt werden.

Beim Thema Pflege wies Springborn darauf hin, dass die pflegenden Angehörigen den größten Pflegedienst der Nation darstellten, ohne die das System zusammenbrechen würde. Petry sprach sich für eine Eltern-Pflegezeit aus, wie der VdK sie fordert. Lutze sprach sich für eine Vollversicherung aus und dafür, mehr Geld in die Hand zu nehmen. Isringhaus forderte, die ambulante Pflege massiv zu fördern, da sie viel günstiger sei als die Unterbringung in einem Pflegeheim. Den Vorschlag des VdK, Krankenhäuser zu belangen, die kein ordentliches Entlassmanagement organisierten, bezeichnete er als „sympathisch“.

Weiteres Thema: Das Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung, anstelle derer der VdK eine Bürgerversicherung fordert. Die Kandidaten kritisierten übereinstimmend, dass es keine ausreichende Wahlfreiheit gibt. Beim Thema Corona-Impfung sprachen sich alle gegen eine Impfpflicht aus. Nur wenn genug getestet werde, könne man Infizierte schneller finden, plädierten Isringhaus und Lutze für die Weiterführung von kostenlosten Tests.

Flyer zum Herunterladen

Die Forderungen des VdK Saarland zur Bundestagswahl finden Sie in diesem Flyer (2,26 MB, PDF-Datei). Mehr Infos zu den Positionen des VdK Saarland finden Sie auf unserer Sonderseite zur Forderungen

Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Neugeländstraße 11
66117 Saarbrücken
Telefon 0681 58459 - 410
Telefax 0681 58459 - 209
presse.saarland@vdk.de

Mehr unter Presse-Kontakt

Hinweis: Die Pressestelle ist ausschließlich für Presseanfragen zuständig. Bei Fragen, die die Mitgliedschaft betreffen oder um einen Beratungstermin zu vereinbaren, wenden Sie sich bitte an unser Service-Telefon unter der kostenfreien Nummer (0800) 835 7227.

Datenschutzeinstellungen

Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Einige von ihnen sind notwendig, während andere uns helfen, unser Onlineangebot zu verbessern.

  • Notwendig
  • Externe Medien
Erweitert

Hier finden Sie eine Übersicht über alle verwendeten Cookies in externen Medien. Sie können Ihre Zustimmung für bestimmte Cookies auswählen.