23. August 2021
Pressemeldungen

Jeder zweite Pflegeheimbewohner
ist auf Sozialhilfe angewiesen

Bundesweit ist nach aktuellen Zahlen der DAK Gesundheit etwas mehr als jeder dritte Bewohner einer stationären Pflegeeinrichtung von Sozialhilfe abhängig. Im Saarland ist es nach Angaben des statistischen Bundesamts sogar jeder Zweite.

Hierzulande müssen Pflegeheimbewohner fast 2700 Euro monatlich selbst bezahlen. „Pflegebedürftigkeit ist somit das größte Risiko, von Sozialhilfe abhängig zu werden. Hier muss dringend gehandelt werden. Pflege darf nicht länger arm machen!“, sagt der VdK-Landesvorsitzende Armin Lang.

Der Sozialverband VdK fordert deshalb endlich eine echte Versicherung, die alle Risiken der Pflegebedürftigkeit abdeckt. Die Pflegeheim-Bewohner sollen dann nur noch ihre Unterkunfts- und Verpflegungskosten selbst bezahlen. Die mit der Pflegereform von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn beschlossene Entlastung beim pflegebedingten Eigenanteil ist mit Blick auf die Gesamtkosten völlig unzureichend und bewahrt nicht vor Armut.

Der Eigenanteil von 2664 Euro setzt sich wie folgt zusammen: dem pflegebedingten Eigenanteil von 1024 Euro, den Investitionskosten (512 Euro), den Kosten für Unterkunft und Verpflegung (919 Euro) und der Ausbildungspauschale von 209 Euro. Das Saarland liegt bei allen Kosten über dem Bundesschnitt und auf dem dritten Platz aller Bundesländer.

Ein Grund für die hohe Abhängigkeit von Sozialhilfe sind neben den hohen Kosten die niedrigen Renten, die viele saarländische Pflegebedürftige in die Armut stürzen, so dass vom ursprünglichen Einkommen nur noch ein monatliches Taschengeld verbleibt. „Landkreise und Kommunen sollten sich als Träger der Sozialhilfe-Kosten stärker für eine Reform der Pflegeversicherung stark machen, denn sie müssen die stetig steigenden Kosten bei der Hälfte der Pflegeheim-Bewohner letztendlich finanzieren“, sagt Lang.

red

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