11. März 2021
Pressemeldungen

Ein Jahr Corona-Pandemie:
VdK fordert Kurskorrektur

Der VdK-Landesvorsitzende Armin Lang hat eine Kurskorrektur im Umgang mit der Corona-Pandemie gefordert. Bewohner von Pflegeheimen müssten wieder Besuche auf ihren Zimmern empfangen können und Pflege- und Betreuungskräfte so schnell wie möglich geimpft werden.

Symbolfoto: Seniorin mit Rollator auf dem Gang eines Pflegeheims
© imago/imagebroker

„Menschen, die in Pflegeheimen leben, dürfen nicht länger wie auf einer Intensivstation behandelt werden. Sobald eine Pflegeeinrichtung komplett geimpft ist, müssen bei entsprechenden Hygiene- und Testkonzepten Besuche auf den Zimmern wieder möglich sein“, sagte Lang nach einer Anhörung vor dem Landtag zur Zwischenbilanz nach einem Jahr Corona-Pandemie.

Lang verweist auf Rheinland-Pfalz, das Besuche auf den Zimmern auch zu Höhepunkten der Pandemie zuließ. „Zahlen aus unserem Nachbarland zeigen, dass von Besuchern nur eine sehr geringe Infektionsgefahr ausgeht. Es ist unverhältnismäßig, die Angehörigen auszuschließen und die Selbstbestimmung der Pflegeheimbewohner derart einzuschränken“, sagte Lang. Damit der Impfschutz greifen könne, sei es dringend geboten, alle Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen so schnell wie möglich zu impfen.

Der VdK fordert weiter, dass schwerkranke und bettlägerige Menschen so schnell wie möglich zuhause durch ihre Hausärzte oder mobile Impfteams geimpft werden. „Auch hier kann sich das Saarland ein Beispiel an Rheinland-Pfalz nehmen, wo bereits Anfang März ein Pilotprojekt mit Hausärzten gestartet ist. Vielen pflegebedürftigen Menschen ist ein Besuch im Impfzentrum oder in der Praxis schlicht nicht zuzumuten, gleichzeitig haben sie ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf. Viele leben deshalb seit einem Jahr in einer Art Dauer-Quarantäne“, sagte Lang.

Aufgrund des hohen Infektionsrisikos in der häuslichen Pflege sei es dringend notwendig, auch die pflegenden Angehörigen beziehungsweise die Betreuungs- oder Assistenzkräfte zu impfen. Zudem müsse das Land sicherstellen, dass Mitarbeiter von ambulanten Pflegediensten sowie Betreuungskräfte regelmäßig verpflichtend getestet werden. Auf Freiwilligkeit zu setzen, reiche nicht aus.

Lang rief dazu auf, auch die Kinder und Jugendlichen in der Pandemie nicht zu vergessen. „Kein Kind darf abgehängt werden. In besonders benachteiligten Wohnquartieren sollten Bildungslücken und Entwicklungsrückstände untersucht und aufgeholt werden. Jede Gemeinde sollte eine Gemeinschaftsinitiative von Jugendhilfe, Kita und Schule auf den Weg bringen, die bedarfsgerecht ergänzende Förderangebote verbindlich umsetzt“, sagte der Landesvorsitzende.

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