8. Juni 2020
Pressemeldungen

VdK: Leistungsträger müssen persönliche Vorsprachen ermöglichen

Im Zuge der weitreichenden Lockerungen der Corona-Maßnahmen müssen Behörden oder Sozialversicherungen wieder persönliche Vorsprachen ermöglichen, fordert der Sozialverband VdK Saarland.

Viele Betroffene sind mit dem Ausfüllen von Formularen überfordert und wünschen sich eine persönliche Beratung. | © A.R./Pixelio.de

„Viele Leistungsträger beschränken sich derzeit auf telefonische Beratung und bieten höchstens bei Notfällen Vor-Ort-Termine an. Für Ratsuchende ist das eine große Hürde, da viele Fragen nur in einem persönlichen Gespräch und gemeinsamen Blick auf die Formulare geklärt werden können“, sagt der VdK-Landesvorsitzende Armin Lang.

Sozialhilfe- bzw. Grundsicherungsempfänger brauchten jetzt noch mehr Beratung und Hilfe als vor der Krise. „Gerade bei Anträgen auf Rente, Grundsicherung oder Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben geht es um Existenzen. Vielen Betroffenen reicht die telefonische Beratung nicht aus, weil die Anträge komplex sind. Sie wurden damit seit zwei Monaten nahezu allein gelassen“, sagt Lang. Es sei nicht nachvollziehbar, dass das öffentliche Leben in nahezu allen Bereichen wieder geöffnet wird, während Ratsuchenden beim Jobcenter oder der Deutschen Rentenversicherung persönliche Vorsprachen vorenthalten würden.

Der Sozialverband begrüßt, dass Ende Mai auch das Sozialgericht nach zwei Monaten Pause wieder mündliche Verhandlungen aufgenommen hat – wenn auch mit zeitlichen Verzögerungen, die sich ungünstig auf die ohnehin langen Verfahrensdauern auswirken. Umso wichtiger sei es, die Sozialgerichte mit mehr Ressourcen auszustatten. Lang hierzu: „Die finanzielle Ausstattung war schon vor der Krise auf Kante genäht. Nur mit mehr Personal können Sozialgerichte auf Ausfälle reagieren oder in einem rotierenden System arbeiten. Investitionen in digitale Prozesse sind dringend nötig, damit Richter flexibler arbeiten können, denn sie verhandeln tagtäglich über existenzielle Anliegen.“

Auch der VdK Saarland bietet seit Mitte Mai an zwei Tagen pro Woche wieder persönliche Sozialrechtsberatungen an – unter entsprechenden Hygiene- und Abstandsregeln, so dass der Schutz von Mitarbeitern und Mitgliedern gewährleistet ist. Natürlich können sich VdK-Mitglieder auch weiterhin telefonisch beraten lassen.

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