8. Oktober 2019
Pressemeldungen

VdK zu Bildungspaket: Bürokratiemonster vereinfachen!

Der VdK Saarland fordert eine Vereinfachung des Bildungspakets. Der Großteil der saarländischen Kinder profitiert nicht von den Leistungen, die ihnen zusteht, so eine aktuelle Studie. Der Grund ist die Bürokratie.

© imago/Manngold

Anlässlich der aktuellen Studie des Paritätischen Gesamtverbandes, wonach im Saarland nur 6,7 Prozent der armen Familien von den ihnen zustehenden Leistungen aus dem Bildungspaket profitieren*, fordert der VdK-Landesvorsitzende Armin Lang eine sofortige Vereinfachung, damit alle Kindern die gleichen Chancen haben, an der Gesellschaft teilzuhaben:

„Schon seit Jahren fordert der Sozialverband VdK Saarland eine Vereinfachung dieses Bürokratiemonsters. Die aktuellen Zahlen belegen erneut, dass bestimmte Leistungen überhaupt nicht bei den Kindern ankommen, obwohl sie ihnen eindeutig zustehen. Das bedeutet: Der Großteil der saarländischen Kinder, deren Eltern nicht über die notwendigen finanziellen Mittel verfügen, kann weder Fuß-ball noch ein Musikinstrument spielen oder andere Freizeitangebote nutzen. Im Saarland gibt es in jedem Landkreis andere Zuständigkeiten und in der Folge eine unterschiedliche Handhabe. Deshalb fordert der VdK von den Landkreisen, sofort die Einzelanträge abzuschaffen und damit das Starke-Familien-Gesetz umzusetzen, das bereits seit Juli in Kraft ist.“

Bislang verweisen lediglich der Regionalverband Saarbrücken und der Landkreis Merzig-Wadern auf ihren Internetseiten darauf, dass SGB-II-Empfänger automatisch Anspruch auf Leistungen nach dem Bildungspaket haben und keine Einzelanträge mehr erforderlich sind. Diese Leistungen gelten, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, als beantragt - mit Ausnahme der Lernförderung. Sie müssen jedoch einzeln belegt werden.

Dass es auch anders geht, zeigt die Gemeinde Schwalbach, wo an den beiden Grundschulen zahlreiche Kinder von Leistungen aus dem Bildungspaket profitieren. Der Unterschied hier ist, dass die Anträge direkt über die Schulsekretärin bearbeitet werden.

*Die in der Studie aufgeführte Statistik (Tabelle auf Seite 44) erfasst nur Daten der Landkreise Saarlouis, Neunkirchen und Saarpfalz.

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