24. Mai 2018
Pressemeldungen

Studie: „Soziale Spaltung
schadet der Gesellschaft“

In Saarbrücken wächst die räumliche Trennung zwischen arm und reich, das belegt eine neue Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung.

© Bernd Wachtmeister/pixelio.de


Der Sozialverband VdK Saarland sieht die Politik in der Pflicht, mit dem sozialen Wohnungsbau die gesellschaftliche Durchmischung zu fördern. Peter Springborn, Geschäftsführer des VdK Saarland, dazu: „Die soziale Spaltung schreitet voran. Dass Saarbrücken in einigen Stadtteilen eine auffällige räumliche Ballung von Menschen aufweist, die auf Grundsicherung angewiesen sind, ist ein Alarmsignal.

Springborn weiter: „Die Studienergebnisse zeigen, dass die bisherigen politischen Maßnahmen nicht ausreichen. Die Landesregierung darf den sozialen Wohnungsbau nicht nur in einkommensschwachen Stadtteilen vorantreiben, wo sich zahlreiche Problemlagen bündeln. Dem wachsenden Bedarf an bezahlbaren, barrierefreien Wohnungen im gesamten Stadtbereich muss die Landesregierung mit konkreten Konzepten entgegentreten. Es schadet der Gesellschaft, wenn Jung und Alt, Arm und Reich immer seltener Tür an Tür leben. Unterschiedliche Menschen sollen sich in der Nachbarschaft begegnen können, damit die Solidarität auch auf den Straßen gelebt wird.“

Hintergründe zur Studie:

Forscher des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung haben untersucht, wie sich die Anzahl der SGB-II-Bezieher in 74 deutschen Großstädten über die Stadtgebiete verteilt. Der so-genannte Segregationsindex gibt an, wie viel Prozent der Hartz-IV-Empfänger in einen anderen Stadtteil umziehen müssten, um gleichmäßig verteilt in einer Stadt zu leben. Saarbrücken liegt auf Platz 12 und gehört damit zu den westdeutschen Städten mit der höchsten sozialen Segregation.

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