30. August 2017
Pressemeldungen

VdK Saarland fordert mehr Unterstützung für Alleinerziehende

Der VdK Saarland hat mehr Unterstützung für Alleinerziehende gefordert, die mit einer Armutsquote von 42 Prozent besonders häufig von Armut betroffen sind. Alleinerziehende seien häufiger schlecht ausgebildet und müssten daher nachqualifiziert werden.

© Rainer Sturm/pixelio.de


Fast die Hälfte der Alleinerziehenden im Saarland ist arm. Darunter leiden vor allem auch ihre Kinder. Die Landesregierung muss diese Gruppe gezielt unterstützen“, sagt der VdK-Landesvorsitzende Armin Lang. Laut Statistischem Bundesamt sind 42 Prozent der Alleinerziehenden im Saarland armutsgefährdet.

Einer der Gründe für die hohe Armutsquote ist die mangelnde Ausbildung. Rund 60 Prozent der arbeitslosen Alleinerziehenden im Saarland haben keine abgeschlossene Berufsausbildung, sie sind am häufigsten geringfügig beschäftigt (Quelle: Erhöhung der Frauenerwerbsbeteiligung - Arbeitsprogramm 2016). Alleinerziehende müssten daher dringend mit bedarfsnotwendiger Förderung nachqualifiziert und so als Fachkräfte gewonnen werden, unterstreicht Lang.

Ein weiterer Grund ist die hohe Teilzeitquote. „Obwohl drei Viertel der Alleinerziehenden einem Job nachgeht, reicht das Geld kaum zum Leben, so dass viele Frauen aufstocken müssen. Sie sind in der Teilzeitfalle gefangen, weil die Kita-Betreuung oft zu unflexibel ist und es kein Rückkehrrecht in die Vollzeitbeschäftigung gibt“, kritisiert Lang. Die Folge: Rund 40 Prozent der Alleinerziehenden sind auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen, häufig sind sie langzeitarbeitslos.

Die Landesregierung hat im Koalitionsvertrag zugesagt, für eine deutliche Erhöhung der Erwerbsquote von Frauen zu sorgen. Der Sozialverband erwartet, dass dieses Versprechen auch umgehend verwirklicht wird“, sagt Lang. Unter anderem sieht der Koalitionsvertrag ein Landesarbeitsmarktprogramm „Frauen in Arbeit“ vor, um Frauen den (Wieder-) Einstieg in den Beruf und die Möglichkeit zur Weiterbildung in Teilzeit zu erleichtern. Auch einen Aktionsplan zur Bekämpfung von Armut hatte die Landesregierung zugesagt.

Nur durch verbesserte Betreuungszeiten und Nachqualifizierung hätten Alleinerziehende die Chance auf einen Ausstieg aus der Armutsfalle und besser bezahlte, unbefristete Jobs. „Nur dann können sie ein Existenz sicherndes Einkommen erwirtschaften und auch so viel Rentenbeiträge einzahlen, dass sie nicht auch im Alter arm bleiben“, erklärt Lang.

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