28. November 2016
Pressemeldungen

VdK: Armutsbekämpfung muss heute beginnen!

Der Sozialverband VdK Saarland hat nach dem Rentengipfel der Koalition Nachbesserungen gefordert. Der VdK-Landesvorsitzende Armin Lang kritisiert, dass die sogenannten Zurechnungszeiten für Erwerbsminderungsrenten erst ab 2018 und dann nur schrittweise bis 2024 weiter angehoben werden sollen.

© Rike/pixelio.de


Für die rund 15.000 Erwerbsminderungsrentner im Saarland, fast zehn Prozent aller Rentner, ist das eine riesige Enttäuschung, da nichts gegen deren akut bestehende Armutssituation unternommen wird. Bereits heute sind in Haushalten, in denen Erwerbsminderungsrentner leben, knapp 40 Prozent der Menschen von Armut bedroht“, sagt Lang.

Der durchschnittliche Rentenzahlbetrag betrug im Jahr 2015 672 Euro. Da diese Rente nicht reicht, sind viele Betroffene auf die Grundsicherung angewiesen – bundesweit beziehen etwa eine halbe Million von insgesamt 1,8 Million Erwerbsminderungsrentner diese Sozialleistung. „Die Erwerbsminderungsrenten müssen angehoben werden, damit Krankheit nicht zur Armutsfalle wird. Die Armutsbekämpfung muss heute beginnen, nicht erst in einigen Jahren“, sagt Lang.

Rund 355.000 Arbeitnehmer stellten 2015 einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente, das entspricht rund 21 Prozent aller Anträge. Nur etwa jeder Zweite wurde genehmigt. Im Saarland wurden 3.408 Anträge gestellt, wie aus dem Geschäftsbericht der Deutschen Rentenversicherung Saarland hervorgeht.

Schwere Krankheiten oder eine Behinderung seien die häufigsten Gründe dafür, dass Menschen nicht mehr arbeiten könnten – im Durchschnitt seien sie dann erst 50 Jahre alt. „Es kann jeden treffen. Die Betroffenen müssen dann damit klarkommen, dass ihnen jahrzehntelang ein Leben in Armut und ohne Perspektive droht, obwohl sie unverschuldet erkrankt sind“, unterstreicht Armin Lang.

Der Sozialverband VdK fordert die Abschaffung der ungerechten Abschläge von bis zu 10,8 Prozent, bei Neu- und Bestandsrentnern. Die saarländische Landesregierung müsse sich über eine Initiative im Bundesrat dafür einsetzen, so Lang.

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