17. November 2016
Pressemeldungen

VdK fordert Landesbündnis für bezahlbares Wohnen

Der Sozialverband VdK Saarland hat eine neue Initiative für mehr Sozialen Wohnungsbau im Saarland gefordert. Der VdK-Landesvorsitzende Armin Lang sieht neben Maßnahmen, die nur auf Bundesebene umgesetzt werden können, auch Handlungsmöglichkeiten im Saarland selbst. Dazu gehöre insbesondere der vollständige Einsatz der vorhandenen Bundesmittel für die Soziale Wohnraumförderung sowie die Schaffung einer unabhängigen Wohnberatung.

Vor Journalisten kritisierte der VdK, dass alleine in den Jahren 2007 bis 2015 im Saarland rund 20 Millionen Euro an Bundesmitteln nicht für die Soziale Wohnraumförderung verwendet wurden. Er fordert die Landesregierung auf, die für die kommenden Jahre nunmehr vom Bund verdoppelten Mittel tatsächlich für die Soziale Wohnraumförderung zu verwenden.

Zuschüsse statt Kredite

Der Verband erneuerte seine Forderung, Förderungen nicht nur in Form von Krediten, sondern als Zuschüsse zur Verfügung zu stellen, so wie dies auch in anderen Bundesländern geschehe. Dies ist nach Ansicht des VdK vor dem Hintergrund der durch die EU erschwerten Kreditvergabe an ältere Menschen wichtiger denn je.

Armin Lang regte ein breit angelegtes „Landesbündnis für bezahlbares Wohnen“ an. Dieses müsse von der Landesregierung einberufen werden und solle einen Plan für das weitere Vorgehen erarbeiten. Der VdK sei zur Mitarbeit bereit. In einem solchen Plan will der VdK auch berücksichtigt sehen, dass Sozialer Wohnungsbau nicht nur eine Sache von Wohnungsbaugesellschaften ist.

Vielmehr gehöre dazu heute auch der altersgerechte Bau oder Umbau von Wohnungen in Privateigentum und Eigenheimen. Dabei müsse präventiv gedacht werden, um Pflegebedürftigkeit zu verhindern oder möglichst lange heraus zu zögern. Derzeit seien Förderungen erst vorgesehen, wenn die Pflegebedürftigkeit bereits vorliegt.

Unabhängige Wohnberatung

Darüber hinaus machte sich der Sozialverband VdK Saarland bei der Pressekonferenz für eine unabhängige Wohnberatung im Saarland stark. Nach Angaben von Landesgeschäftsführer Peter Springborn muss diese mehrere Kompetenzen bündeln: Neben der klassischen Wohnberatung werde auch gerontologische Kompetenz benötigt und es müsse technische Unterstützung (AAL) sowie barrierefreies Bauen dazu gehören.

Der VdK schlägt eine zentrale Wohnberatungsstelle vor, die ihr Beratungsangebot reihum in den Landkreisen vorhält und eng mit den bestehenden Pflegestützpunkten und anderen Beratungseinrichtungen zusammenarbeitet. Springborn sagte, der Verband habe gemeinsam mit der Verbraucherzentrale ein entsprechendes Konzept vorgelegt. Dies lohne sich, da mit frühzeitiger und umfassender Wohnberatung Menschen länger in ihren Wohnungen leben könnten, was den Menschen zugutekommt und dazu beiträgt, teure Pflegekosten zu sparen.

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