14. Oktober 2016
Pressemeldungen

Schluss mit einseitiger Belastung der Krankenversicherten!

Der Sozialverband VdK Saarland fordert eine Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Krankenversicherung. Da die Ausgaben der Kassen in den nächsten Jahren weiter steigen würden, müssten die Versicherten auch mit höheren Krankenversicherungsbeiträgen rechnen, sagt der Landesvorsitzende Armin Lang.

© Thorben Wengert/pixelio.de


Auch die Zuzahlungen und Selbstbehalte müssen jetzt sinken. Die Krankenversicherten werden gleich mehrfach einseitig belastet und profitieren nicht von der besseren Lage der Krankenkassen, die diese einer einmaligen Finanzspritze von 1,5 Milliarden Euro aus dem Gesundheitsfonds zu verdanken haben“, erklärt der VdK-Landesvorsitzende Armin Lang. Zwar blieben die Krankenversicherten dieses Jahr laut Prognose des Schätzerkreises beim Bundesversicherungsamt von steigenden Beiträgen verschont, doch dies sei nur von kurzer Dauer.

Hätten die Kassen die gestiegenen Ausgaben für Krankenhäuser, Arzneimittel, Ärzte und Ähnliches ohne Einmal-Zuwendung finanzieren müssen, hätten sie die kassenindividuellen Beitragssätze schon jetzt erhöhen müssen. Um diese Beitragserhöhung vor der Bundestagswahl zu vermeiden, hat Bundesgesundheitsminister Gröhe mit dem fadenscheinigen Argument der Versorgungskosten für Flüchtlinge 1,5 Milliarden aus dem Gesundheitsfonds unter den Kassen verteilt“, erklärt Lang.

Da die Ausgaben in den nächsten Jahren weiter steigen würden, müssten die Versicherten auch mit höheren Krankenversicherungsbeiträgen rechnen. „Damit diese aber gerecht finanziert werden, fordern wir die Rückkehr zur kompletten Parität, also der Finanzierung des Kassenbeitrags zu gleichen Teilen durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer, und die Rücknahme der Zuzahlungen und Selbstbehalte für die kranken Versicherten“, sagt Lang.

Viele Rentner würden ihre Rezepte oft nicht mehr einlösen, weil sie sich die Zuzahlungen in der Apotheke nicht mehr leisten könnten. „Gerade die nicht von den Kassen zu bezahlenden Arzneimittel sind in den letzten Jahren erheblich teurer geworden. Die Gefahr ist groß, dass die gesundheitliche Versorgung immer mehr von der Größe des Geldbeutels abhängig wird“, sagt Lang. Es könne nicht sein, dass durch die einseitige Belastung Menschen mit geringeren Einkommen zu Patienten zweiter Klasse würden.

Seit 2015 setzen sich die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung aus einem festen Beitragssatz sowie aus einem Zusatzbeitrag von derzeit durchschnittlich 1,1 Prozent zusammen, den die jeweilige Kasse individuell festlegt und den der Arbeitnehmer und der Rentner alleine trägt. Der allgemeine Beitragssatz von 14,6 Prozent wird je zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern aufgebracht. Bei zusätzlichen Ausgaben steigen in der Regel nur die Zusatzbeiträge und damit die Belastungen der Arbeitnehmer und Rentner.

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