12. September 2016
Pressemeldungen

VdK fordert Ende der Personalnot in Krankenhäusern

Als Sozial- und Patientenverband fordert der VdK eine sofortige Finanz-Reform der Krankenhäuser, um die Personalnot in saarländischen Kliniken zu beenden. „Die Zahl der Ärzte ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, die des Pflegepersonals hingegen nur geringfügig, obwohl mehr Patienten zu versorgen sind“, kritisiert der VdK-Landesvorsitzende Armin Lang.

© AOK-Mediendienst


Als Verband mit Beratungsstellen, bei denen sich pro Jahr tausende Patienten auch mit Ängsten vor unzureichender Behandlung melden, appelliert der VdK an die Landes- und Bundesregierung, den Kliniken mehr Geld zur Verfügung zu stellen. „Die Länder müssen ihrer gesetzlichen Pflicht nachkommen und die Klinik-Investitionen bedarfsgerecht und auskömmlich finanzieren“, sagt Lang.

Die Gefahr sei sonst, dass die Kliniken am Personal sparen und das Geld, das sie von den Krankenkassen als Fallpauschen erhalten, zweckentfremden, um Investitionen tätigen zu können. Im dualen System der Krankenhausfinanzierung müssen die Länder für die Investitionskosten aufkommen, die Krankenkassen finanzieren die Betriebskosten.

„Das Personal ist ständig überfordert und steht stets unter enormen Druck. Das gefährdet die Qualität der Versorgung der Patienten, denn dafür brauchen die Krankenpflege-Fachkräfte vor allem Zeit. Stattdessen müssen sie Patienten wie auf dem Fließband abarbeiten. In so einem hektischen System haben die Patienten Angst, schlecht versorgt zu werden“, erklärt Lang.

Immer mehr Patienten

In nur sechs Jahren stieg die Zahl der Aufnahmen und vollstationären Fälle laut Statistischem Landesamt um rund 20.000 Patienten (zwischen 2008 und 2014). Die Zahl der Pflegekräfte und Ärzte hingegen stieg nur geringfügig - auf 4.900 Pflege-Vollzeitkräfte (2008: 4.741) und 2.084 Ärzte in Vollzeit (2008: 1.844).
Die Verweildauer sank hingegen zwischen 2000 und 2013 von 9 auf 7,5 Tage.

Armin Lang abschließend: „Die Pflegekräfte müssen in immer kürzeren Zeiten immer mehr Patienten versorgen. Hinzu kommt, dass älter werdende Belegschaften immer mehr ältere Patienten versorgen müssen, die in der Regel an mehreren Krankheiten gleichzeitig leiden. Dadurch steigt die Belastung der Pflegekräfte. Hier ist eine konzertierte Aktion von Kassen, Ländern und Krankenhäusern nötig, die mehr produziert als neue Appelle an den jeweils anderen. Jeder muss seinen Beitrag leisten.“

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