29. Januar 2016
Pressemeldungen

VdK Saarland fordert Maßnahmenbündel gegen steigende Sozialhilfekosten

„Der Hilferuf der saarländischen Kommunen, die unter stetig steigenden Sozialhilfekosten ächzen, macht es wieder einmal deutlich: Wir brauchen eine sozialpolitische Umkehr in Bund und Land.“ So kommentiert der Landesvorsitzende des Sozialverbands VdK Saarland, Armin Lang, den jüngsten SZ-Bericht über explodierende Sozialausgaben vor allem für arme, alte Menschen. „Wer ernsthaft etwas an der Situation ändern will, muss die Ursachen bekämpfen statt Symptome zu kurieren“, sagte Lang.

© Thorben Wengert/pixelio.de

Vor allem bundespolitische Verfehlungen der vergangenen Jahre hätten massiv zu Altersarmut geführt. „Die Opfer sind die armen und hilfebedürftigen Menschen und die Kommunen, die sie auffangen müssen.“ Der VdK fordert ein Maßnahmenbündel gegen Armut – konkret gegen Rentenkürzungen und Langzeitarbeitslosigkeit, für Gesundheitsförderung und Rehabilitation bis ins Alter. Akut sei nun die Landesregierung gefordert. „Natürlich macht sie die Gesetze nicht, denn das meiste liegt beim Bund“, sagte Lang. „Aber die Landesregierung muss sich schnellstens im Bundesrat zum Wortführer einer Länder-Gruppe machen, die den Bund zur Umkehr zwingt.“ Lang weiter: „Wir brauchen ein Ende der Abschläge und Kürzungsfaktoren bei der Rente. Wir brauchen einen tariflich entlohnten, öffentlich geförderten Beschäftigungssektor gegen Langzeitarbeitslosigkeit als Hauptursache für Altersarmut. Und wir brauchen mehr Gesundheitsprävention, damit die Menschen länger gesund in Arbeit bleiben können. Und wir brauchen eine Offensive, die Pflegebedürftigkeit vermeidet oder zumindest hinausschiebt. All dies reduziert den Gang zum Sozialamt.“

Mit einer Wohn-, Gesundheits-, und Rehabilitationsoffensive könne das Saarland sogar selbst zur Umkehr beitragen. Lang: „Die Landesregierung muss die Krankenkassen an den Tisch bringen und eine bedarfsgerechte Reha-Versorgung sichern.“ Nötig seien auch integrierte Versorgungsstrukturen ebenso wie barrierefreier Wohnraum und die Stärkung der vorhandenen, flächendeckenden geriatrischen Rehabilitation im Land. „Wer vermeidet, dass Menschen im Alter krank und arm werden, vermeidet Folgekosten für die öffentliche Hand“, sagte Lang abschließend. „Daher muss das Saarland jetzt im eigenen Interesse handeln statt jammern!“

Schlagworte Sozialhilfe | Pflegebedürftigkeit | Altersarmut | Kommunen | Armin Lang

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