13. Januar 2016
Pressemeldungen

„Pflegebedürftigkeit führt auch im Saarland immer mehr in Armut“

Weil immer mehr Pflegebedürftige auch im Saarland auf Sozialhilfe angewiesen sind, sieht der Sozialverband VdK Saarland die Landesregierung gefordert. Nach neuen Zahlen des Statistischen Bundesamts erhielten im Jahr 2014 mehr als 7600 Saarländer staatliche „Hilfe zur Pflege“, weil sie sich ihre Versorgung aus eigenen Mitteln nicht mehr leisten konnten.

© imago/Westend61

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Hilfeempfänger um 600 an. „Pflegebedürftigkeit führt auch im Saarland immer mehr in Armut“, kritisierte der VdK-Landesvorsitzende Armin Lang. „Bundesweit steigen Heim- und Pflegekosten, während die Renten und Leistungsübernahmen der Kassen faktisch sinken. Die Not der Betroffenen führt wiederum zu steigenden Sozialhilfekosten für die Kommunen. Hier muss die Politik schnellstens umsteuern.“ Das Saarland als Haushaltsnotlageland müsse dabei schon im eigenen Interesse die Initiative ergreifen, um Betroffene und öffentliche Kassen nachhaltig zu entlasten. Lang: „Die Landesregierung muss sich im Bundesrat zeitnah dafür einsetzen, dass das Pflegegeld schneller als geplant an die Inflation angepasst und damit erhöht wird.“ Neben der Erhöhung des Pflegegelds fordert der VdK mehr Prävention, um Pflegebedürftigkeit langfristig zu vermeiden. Im Sinne einer nachhaltigen Politik und mit Blick auf weiter steigende Pflegezahlen in einer alternden Gesellschaft seien langfristige Strategien nötig. Dazu gehöre die Stärkung der Rehabilitation für ältere Menschen, um den Pflegefall zu vermeiden. Bundesweit erhielten 2014 rund 453.000 Pflegebedürftige „Hilfe zur Pflege“; rund 9000 mehr als 2013.

Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts finden sich unter: hier klicken

Schlagworte Hilfe zur Pflege | Pflegebedürftige | Pflege | Armin Lang

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