12. Januar 2016
Pressemeldungen

VdK Saarland fordert mehr Barrierefreiheit – Start einer bundesweiten Kampagne

Der Sozialverband VdK Saarland hat die Teilhabe-Möglichkeiten behinderter Menschen in der Gesellschaft als unzureichend kritisiert. „Die Inklusion ist in aller Munde. Aber vom Anspruch, Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen herzustellen, sind wir nach wie vor weit entfernt – auch im Saarland“, sagte der VdK-Landesvorsitzende Armin Lang zum Auftakt der bundesweiten VdK-Kampagne „Weg mit den Barrieren!“.

Button zur Kampagne Weg mit den Barrieren: Ein Männchen mit Rollator vor einer unüberwindbaren Treppe

Auch für die rund 235.000 Saarländer mit einer anerkannten Behinderung sei noch lange keine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe erreicht, sagte Lang – ob beim Bahnfahren, im Alltag, auf dem Arbeitsmarkt, oder in der politischen Mitbestimmung. So ist zum Beispiel im Saarland nur jeder zweite Bahnhof ohne Stufen zugänglich, die Beschäftigungsquote von Behinderten liegt landesweit noch unter fünf Prozent und längst nicht jede Kommune hat einen Behindertenbeirat. Auch Arztpraxen, Freizeiteinrichtungen, Medien oder Geschäfte sind oft nicht barrierefrei. „Wir fordern ein Umdenken und Umsteuern in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft“, sagte Lang. Mit Forderungen und Aktionen richtet sich der Sozialverband VdK 2016 in seiner Kampagne an die Politik in Bund, Ländern und Kommunen. Zur Kampagnenseite

Herzstück der Kampagne ist die „Landkarte der Barrieren“, bei der alle Bürger im Internet auch im Saarland mitmachen können. Wer eine Barriere entdeckt, trägt sie ein auf www.weg-mit-den-barrieren.de. Der VdK Saarland will besonders ärgerliche Barrieren öffentlich machen und bei den Verantwortlichen nachhaken.

Mit seiner Kampagne fordert der VdK klare gesetzliche Regelungen und Investitionen, damit Wohnungen, öffentliche Gebäude, Verkehrsanlagen und -mittel sowie private Güter und Dienstleistungen für alle zugänglich werden. Verweise auf leere öffentliche Kassen seien kein Gegenargument, sagte Lang. „Barrierefreiheit ist finanzierbar. Denn Investitionen in die bauliche Barrierefreiheit wirken wie ein Konjunkturprogramm, da durch Umsatz- und Lohnsteuer Geld zurückfließt.“ Zur Umsetzung von Barrierefreiheit hat sich Deutschland 2009 mit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet. „Es wird höchste Zeit, die barrierefreie Gesellschaft jetzt auch ernsthaft umzusetzen“, sagte Lang. „Schließlich profitieren davon alle – nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern auch Ältere, Familien oder Menschen, die nur vorübergehend ein Handicap haben.“ Mehr als 7,5 Millionen Menschen leben in Deutschland mit einer Schwerbehinderung, weitere 17 Millionen vor allem ältere Erwachsene sind schon heute dauerhaft in ihrem Alltag eingeschränkt.

Alle Infos zur Kampagne:

Der VdK Saarland
Motiv der Kampagne "Weg mit den Barrieren!". Bildbeschreibung: Auf der linken Seite ein Foto vom Mount Everest und der Text "1953 - Der Mensch bezwingt den höchsten Berg der Welt." Auf der rechten Seite der Text: "2018 - Gehbehinderte Menschen träumen vom Wohnen ohne Stufen. Wir sollten weiter sein. Weg mit den Barrieren! Unterstützen Sie uns. www.weg-mit-den-barrieren.de"
Mehr als 7,5 Millionen Menschen leben in Deutschland mit einer Schwerbehinderung, weitere 17 Millionen Erwachsene sind schon heute dauerhaft in ihrem Alltag eingeschränkt. Es wird höchste Zeit, sich für ein barrierefreies Deutschland stark zu machen! Dafür setzt sich der Sozialverband VdK mit seiner Kampagne "Weg mit den Barrieren!" ein. | weiter

Schlagworte Barrierefreiheit | Kampagne Barrierefreiheit | Weg mit den Barrieren! | Armin Lang | Behinderung | Inklusion

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