25. März 2015
Pressemeldungen

VdK Saarland erstreitet 2,4 Millionen Euro für Mitglieder

Der Sozialverband VdK Saarland hat im vergangenen Jahr für seine Mitglieder rund 2,4 Millionen Euro an Nachzahlungen von Behörden und gesetzlichen Versicherungsträgern erstritten. Die Summe ist das Ergebnis aus 4063 abgeschlossenen sozialrechtlichen Verfahren, die die VdK-Rechtsabteilung im Geschäftsjahr 2014 führte. In einzelnen Rechtsgebieten lag die Erfolgsquote bei bis zu 76 Prozent.

Bei der Pressekonferenz zur Bilanz (v.l.): VdK-Mitglied Peter Bungert, VdK-Jurist Tobias Gohrbandt, VdK-Landesgeschäftsführer Peter Springborn und Bettina Keßler, Leiterin der VdK-Rechtsabteilung. | © VdK

„Das Ergebnis bestätigt die kompetente Arbeit unserer neun Juristen in den sieben VdK-Geschäftsstellen“, sagte VdK-Landesgeschäftsführer Peter Springborn bei der Vorstellung der Bilanz in Saarbrücken. Die Zahl der Verfahren liege seit Jahren auf konstant hohem Niveau, 2014 waren es im Schnitt elf abgeschlossene Fälle pro Tag. „Die hohe Zahl unserer Mandanten belegt aber leider auch, wie oft Leistungen in Zeiten politisch verordneter Sparzwänge erstmal abgelehnt werden“, sagte Springborn. „Es scheint so, als würde so mancher Leistungsträger darauf spekulieren, dass sich die Antragsteller, die ohnehin unter dem Druck der Situation leiden, nicht weiter wehren. Dagegen kämpfen wir.“

Bei den Verfahren, die der VdK für seine Mitglieder führt, geht es um Anträge, Widersprüche, Klagen und Berufungen gegenüber Kostenträgern nach dem Sozialgesetz. So wird der VdK Saarland zum Beispiel um Hilfe gebeten, wenn eine Pflegestufe abgelehnt, ein Grad der Behinderung oder eine Erwerbsminderungsrente nicht anerkannt werden. Im Erfolgsfall endet ein Verfahren mit einer Nachzahlung des Kostenträgers an den Mandanten. 2014 wurde in zwei Fällen rückwirkend eine jeweils sechsstellige Summe erstritten – daher hat sich die Gesamtbilanz der Nachzahlungen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt (2013: 975.000 Euro). „Am häufigsten ging es in den Verfahren 2014 um Schwerbehinderung, Rente und Pflege“, erklärte die Leiterin der VdK-Rechtsabteilung, Bettina Keßler. Immer öfter gehe es auch um Fälle, in denen eine Fortzahlung des Krankengeldes von den Kassen abgelehnt wurde. „Die Sozialgesetzgebung wird immer komplexer und damit steigt der Bedarf nach Hilfe bei der Durchsetzung von sozialrechtlichen Ansprüchen“, sagte Keßler. „Das merken wir seit Jahren.“

Verfahren vor dem Sozialgericht

Geholfen hat der VdK zum Beispiel VdK-Mitglied Peter Bungert aus Sulzbach. In einem vier Jahre dauernden Verfahren hat der VdK für Bungerts schwerbehinderte Tochter Caroline (26) vor dem Sozialgericht einen vierstelligen Zuschuss zur Anschaffung eines behindertengerechtes Autos erstritten, den der Gesetzgeber gewährt. „In dem Fall ging es um die Frage, in welchem Maße unsere Mandantin, obwohl sie keine Arbeitnehmerin ist, im täglichen Leben auf ein Auto angewiesen ist“, erklärte VdK-Jurist Tobias Gohrbandt, der den komplexen Fall betreute. „Wir konnten erfolgreich darlegen, dass sie in höchstem Maße darauf angewiesen ist und der Anspruch wurde schließlich anerkannt.“ Denn Caroline hat aufgrund ihrer Behinderungen keine Möglichkeit, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Der Zuschuss wird vom Landesamt für Soziales geleistet.

"Der VdK hat uns geholfen"

„Wir sind froh und erleichtert, dass das langwierige Verfahren dank der Hilfe des VdK positiv für uns ausgegangen ist“, sagte VdK-Mitglied Peter Bungert. „Wir sind dem VdK sehr dankbar, dass er uns geholfen hat, unseren Anspruch durchzusetzen, der zunächst abgelehnt wurde. Der nun gewährte Zuschuss bedeutet für uns ein Stück Gerechtigkeit, weil Caroline nur mit dem Auto eine Chance hat, am öffentlichen Leben teilzuhaben“. Die Gesamtkosten in fünfstelliger Höhe für den rollstuhlgerechten Wagen hatte die Familie bereits aus eigener Tasche bezahlt. Der Zuschuss bietet nun rückwirkend eine Entlastung.

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kes

Schlagworte Landesrechtsabteilung | Rechtsberatung | Rechtsabteilung | Peter Springborn | Bilanz | Rechtsschutz

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