31. August 2021

Gleichwertige Lebensverhältnisse

Wohnen ist eine der großen sozialen Fragen unserer Zeit. Die Mieter im Saarland müssen im Durchschnitt mehr als ein Drittel ihres Einkommens für ihre Wohnung ausgeben — das ist deutlich mehr als im Bundesdurchschnitt. Die Zahl der Sozialwohnungen ist in den letzten 15 Jahren im Saarland um 90 Prozent gesunken.

Symbolfoto: Eine Tafel, auf die mit Kreise ein Haus und eine Strichmännchen-Familie gezeichnet ist
© S. Hofschläger/pixelio.de
  • 84 Prozent aller Seniorenhaushalte im Saarland haben keinen stufenlosen Eingang. Im Saarland gibt es wegen traditioneller Bauart besonders viele Wohnungen mit Barrieren. Für Menschen mit Handicaps wird der Verbleib in der eigenen Wohnung dadurch immer schwieriger. Die soziale Wohnraumförderung berücksichtigt zentrale Bedarfe der Bevölkerung nicht.
  • Das Saarland hat die höchste Pro-Kopf-Verschuldung unter den Flächenländern, die Gemeinden investieren nur halb so viel wie im Länderdurchschnitt. Darunter leidet die soziale Infrastruktur und in Folge die Lebensqualität der Menschen.
  • Altwerden im Saarland ist mit vielen Einschränkungen verbunden. Den Kommunen fehlt das Geld, um die notwendige Versorgung im Wohnumfeld der Menschen zu gestalten.

Deshalb müssen Abgeordnete aus dem Saarland un die Landesregierung darauf hinwirken, dass

  • ausreichend bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung steht. Angesichts des demografischen Wandels müssen wesentlich mehr altersgerechte und barrierefreie Wohnungen sowie neue Wohnformen in Stadt und Land gefördert und dabei auch mehr soziale Teilhabe, etwa durch virtuelle Dorfgemeinschaften, realisiert werden.
  • die Verwendung der Bundesfördermittel für sozialen Wohnungsbau öffentlich transparent gemacht werden muss. Zuwendungen für einen barrierefreien und technikgestützten Wohnungsausbau müssen dringend gesetzlich verstärkt werden.
  • ein Bund-Länder-Gemeinschaftsprogramm „Gleichwertige Lebensverhältnisse überall!“ auf den Weg gebracht wird, mit dem strukturelle Nachteile für die Menschen in benachteiligten städtischen und ländlichen Regionen zielorientiert ausgeglichen werden.

red

Kandidaten-Check

Vor der Bundestagswahl 2021 hat der VdK

  • Christian Petry (SPD)
  • Thomas Lutze (DIE LINKE)
  • Dr. Helmut Isringhaus (FDP)

zu ihren sozialpolitischen Positionen befragt.

Die Veranstaltung wurde live im Internet und in mehreren Kreisverbänden vor Ort übertragen. Das Video können Sie hier nachschauen.

Die sozialen Forderungen des VdK Saarland an die nächste Bundesregierung finden Sie in diesem Flyer (2,26 MB, PDF-Datei).

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