1. Februar 2017

Schweb-Ausweis im Bus wieder anerkannt

Behinderte Menschen mit grün-orangenem Schweb-Ausweis können die grenzüberschreitende Buslinie nach Luxemburg (SaarLux-Bus) wieder innerhalb des Saarlandes nutzen – dafür hat der Behindertenbeauftragte des Ortsverbandes Orscholz-Faha-Weiten Klaus Spanier gesorgt.

Klaus Spanier setzte sich für freie Fahrt auf der Linie 155 ein. | © Foto: VdK


Doch dafür brauchte es einige Anläufe – mehrmals hatte Spanier vom Busbetreiber Saarpfalz-Bus eine Absage bekommen, mit dem Verweis darauf, dass der deutsche Schwerbehinderten-Ausweis in Luxemburg nicht anerkannt würde.

In Deutschland haben Menschen mit Behinderung dann ein Anrecht auf unentgeltliche Beförderung, wenn folgende Merkzeichen vorliegen: G (gehbehindert), Bl (blind), aG (außergewöhnlich gehbehindert), H (hilflos), Gl (gehörlos) sowie VB/EB (Versorgungsberechtigte unter bestimmten Umständen). Um den Ausweis als Fahrtausweis nutzen zu können, muss eine Wertmarke im Wert von 80 Euro pro Jahr beim Versorgungsamt beantragt werden.

Spanier wandte sich daraufhin an den Behindertenbeauftragten des Saarlandes Wolfgang Gütlein, der das Bundesministerium für Soziales kontaktierte. Dieses bestätigte in einem Schreiben, dass auch die grenzüberschreitenden Linien unter die Definition des Nahverkehrs fallen – „mit der Folge, dass auch dort schwerbehinderte Menschen“ unter den oben genannten Voraussetzungen „einen Anspruch auf unentgeltliche Beförderung auf dem deutschen Streckenteil haben“. Als Nahverkehr gelten Linien, bei denen die Mehrzahl der Beförderungen eine Strecke von 50 Kilometern nicht übersteigt.

Zwar verkehrt der SaarLux-Bus zwischen Saarlouis, Merzig und Luxemburg, dazwischen hält er jedoch auch in kleineren Orten wie Besch, Mettlach, Oberleuken und Nennig und stellt so eine wichtige Nah-Verbindung dar. Klaus Spanier selbst nutzt die Linie 155 mehrmals in die Woche, um von Oscholz nach Merzig zu Ärzten zu fahren.

red

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Lutwin Scheuer | © VdK Saarland


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