24. November 2014
Preis

VdK-Pflegepreis für Nachwuchswissenschaftler

Preisgeld von 10.000 Euro für innovative und fundierte Forschung

Der Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz hat erstmals insgesamt vier Nachwuchswissenschaftler von rheinland-pfälzischen Hochschulen mit dem VdK-Pflegepreis ausgezeichnet. VdK-Landesverbandsvorsitzender Willi Jäger überreichte den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Preis im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in Mainz.

Gruppenbild (von links) mit Staatssekretär David Langner, VdK-Landesverbandsvorsitzender Willi Jäger, die Jury-Mitglieder Prof. Karl-Heinz Sahmel, VdK-Mitarbeiterin Marlen Holnick, Prof. Renate Stemmer, die Preisträger Monika Dillmann (1. Preis), Peter König (3. Preis) und Anke Kany (2. Preis), Jury-Mitglied und stellv. VdK-Landesverbandsvorsitzender Martin Wegner und Preisträgerin Andrea Brock (2. Preis). | © Michael Finkenzeller


„Die Pflegewissenschaft prüft Methoden und Theorien anderer Wissenschaften und überträgt sie auf die Pflege. Sie arbeitet mit der Berufserfahrung von Pflegekräften und Ärzten, stellt ihre Erkenntnisse in einen neuen Zusammenhang und schafft dadurch neues Wissen. Außerdem kann – und sollte – die Pflegewissenschaft ein Motor der Veränderung und der Verbesserung sein“, sagte Jäger.

Bewertet wurden die eingereichten Arbeiten von namhaften Wissenschaftlern rheinland-pfälzischer Hochschulen und Pflege-Experten.* Zu den wichtigsten Kriterien zählten der Praxisbezug, also die Schnittstelle zwischen Wissenschaftlichkeit und Pflegepraxis, das Innovationspotenzial sowie die Relevanz für die Zukunft einer qualitativ hochwertigen Pflege.

Die Preisträger:


Der erste Platz (5.000 Euro) geht an Monika Dillmann von der Katholischen Hochschule Mainz. Sie hat in ihrer Bachelor-Arbeit untersucht, inwiefern Schulgesundheitspflege in Deutschland sinnvoll wäre. Ein „Schulgesundheitspfleger“ kümmert sich zum Beispiel um die Betreuung chronisch kranker Schüler.

Der zweite Platz (3.000 Euro) geht an Andrea Brock und Anke Kany von der Hochschule Ludwigshafen. Sie entwickelten in ihrer gemeinsamen Bachelor-Arbeit eine neue Studienordnung für die Fachweiterbildung „Intensivpflege“. Anlass war, dass der bisherige Lehrplan zu wenig Praxisbezug hat und viele Studenten demotiviert. Die beiden Nachwuchsforscher haben sich gefragt: „Wie können wir die Pflege-Ausbildung zum Nutzen der gesamten Pflege-Branche verbessern?“

Der dritte Platz (2.000 Euro) geht an Peter König von der Hochschule Vallendar. Seine Dissertation trägt den Titel „Die Anwendung von Good Clinical Practice Guidelines als neuem Qualitätsstandard in der Pflegeforschung am Beispiel einer randomisierten kontrollierten Studie“. Herr König untersuchte unter anderem, inwieweit Richtlinien aus der medizinischen Forschung auf die Pflegeforschung übertragen werden können. Ziel ist, mehr wissenschaftliche Qualität in die Pflegeforschung zu bringen.

„Die Qualifizierung der Pflegekräfte wird immer bedeutsamer“, sagte Sozialstaatssekretär David Langner in seinem Grußwort. „Deshalb soll in Rheinland-Pfalz durch duale Studiengänge das Berufsbild weiter professionalisiert werden. So kann besser auf die geänderten Bedarfe der Patientinnen und Patienten reagiert werden.“ Darüber hinaus erhalte die Pflege in Rheinland-Pfalz mit der bundesweit ersten Pflegekammer eine starke, institutionalisierte Interessenvertretung und agiere damit auf Augenhöhe mit den anderen Heilberufen.

Sozialstaatssekretär Langner dankte dem Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz, dass er sich mit der Ausschreibung des Pflegepreises aktiv für eine Verbesserung der Pflegebedingungen einsetzt. „Die Pflegewissenschaft findet in der Öffentlichkeit noch nicht die Wertschätzung, die ihr gebührt“, verdeutlichte Jäger. „Mit dem ersten landesweiten Pflegepreis wollen wir deshalb mehr junge Wissenschaftler dazu motivieren, sich genau in diesem Bereich zu engagieren und zu forschen.“

*Die Jury des VdK-Pflegepreises:


Prof. Dr. Renate Stemmer (Katholische Hochschule Mainz), Prof. Dr. Karl-Heinz Sahmel (Hochschule Ludwigshafen am Rhein), Univ.-Prof. Dr. Frank Weidner (Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar), Dr. Elke Müller (DBfK Südwest e.V.), Martin Wegner (stellvertretender VdK-Landesverbandsvorsitzender) und Marlen Holnick (Leiterin der Abteilung Sozialpolitik und Sozialrecht des Sozialverbands VdK Rheinland-Pfalz).

Katie Scholl

Schlagworte VdK-Pflegepreis

Laudatio auf Monika Dillmann

Die Laudatio von Prof. Renate Stemmer von der Katholischen Fachhochschule in Mainz auf die Preisträgerin Monika Dillmann als pdf-Dokument: Laudatio auf Monika Dillmann (206,46 KB, PDF-Datei)


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