19. Mai 2021

Vorsicht beim Nebeneinkommen

Viele Witwen und Witwer beziehen eine Hinterbliebenenrente. Dabei müssen sie auf bestimmte Hinzuverdienstgrenzen achten. Denn ist das Nebeneinkommen zu hoch, wird die Rente gekürzt. Wichtig ist die „Zehn-Prozent-Regelung“.

Foto: älterer Mann liest Rentenbescheid
© Freepik

Zum Einkommen zählt beispielsweise der Verdienst aus einer Beschäftigung, eigene Renten und Versorgungsbezüge sowie Einnahmen und Vermietung und Verpachtung. Die Rentenhöhe wird gemindert, wenn der gesamte Hinzuverdienst die vorgesehene Grenze von aktuell 902,62 Euro, überschreitet. Die Deutsche Rentenversicherung überprüft immer zum 1. Juli die aktuelle Höhe des Hinzuverdienstes und stellt dann eine Prognose für die folgenden zwölf Monate auf.

Wenn sich während des laufenden Rentenjahres der Hinzuverdienst erhöht, oder wenn er sich um weniger als 10 Prozent verringert, ändert sich für die Betroffenen nichts. Die Rentenversicherung legt in diesen Fällen den bisherigen Hinzuverdienst zugrunde; die Höhe der bezogenen Rente bleibt unverändert. Das vereinfacht das Verfahren, kann sich aber für die Betroffenen positiv oder negativ auswirken.

Stichtag 1. Juli

Davon profitiert, wessen Hinzuverdienst sich im Verlauf des Jahres erhöht, denn die entsprechende Rentenkürzung greift erst zum darauffolgenden 1. Juli. Umgekehrt benachteiligt die Zehn-Prozent-Regelung alle Personen, deren Rente wegen Hinzuverdienst bislang gekürzt wurde, und die ihr Einkommen um weniger als zehn Prozent verringern. Die entsprechende Kürzung der Rente wird dann ebenfalls erst zum darauffolgenden 1. Juli überprüft.

VdK-Mitglied verliert Geld durch Regelung

So erging es VdK-Mitglied Karin Schönhuber (Name wurde von der Redaktion geändert), die von Juni bis August in ihrer Pfarrgemeinde als Küsterin aushalf. Neben ihrer eigenen Altersrente in Höhe von 900 Euro verdiente sie so 80 Euro im Monat hinzu; deshalb wurde ihre Witwenrente gekürzt. Als die Tätigkeit als Küsterin endete, bedeutete dies weniger als zehn Prozent Minderung des Gesamteinkommens, und die Witwenrente wurde bis zum darauffolgenden Juli mit der Kürzung weitergezahlt. Unterm Strich hat Frau Schönhuber sogar mehr Geld durch die reduzierte Witwenrente verloren, als ihr die Beschäftigung eingebracht hatte.

Wenn man also beabsichtigt, den Hinzuverdienst zu mindern oder einen Nebenjob aufzugeben, sollte man darauf achten, dass der gesamte Hinzuverdienst sich um mindestens zehn Prozent verringert. Ansonsten hat man im laufenden Rentenjahr weniger in der Tasche.

Ida Schneider/Moritz Ehl

Schlagworte Witwenrente | Hinzuverdienst | Hinzuverdienstgrenze

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