16. April 2021

Arbeitslosigkeit: Unbezahlte Probearbeit melden!

Meldepflicht bei Agentur für Arbeit – Merkblatt beachten

Arbeiten auf Probe, und zwar ohne Gehalt – eigentlich müsst die Agentur für Arbeit begeistert sein, wenn jemand unbezahlt arbeitet und versucht, so den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu schaffen. Doch stattdessen kann es passieren, dass sie das Arbeitslosengeld streicht. Alles hängt davon ab, ob Arbeitssuchende rechtzeitig Bescheid sagen.

© VdK

Nervig, aber wichtig: Das Merkblatt „Rechte und Pflichten“ sollten Arbeitslose bei der Antragsstellung auf Arbeitslosengeld tatsächlich vollständig gelesen und verstanden haben. Noch Fragen? Dann wenden Sie sich damit am besten direkt an Ihren VdK-Kreisverband.

Ist man bei der Agentur für Arbeit als arbeitssuchend registriert, muss man jede Tätigkeit sofort melden. Das gilt auch für zeitlich begrenzte Probearbeit, die sich spontan ergibt und nicht entlohnt wird. Denn in dieser Zeit steht die Person der Agentur für Arbeit nicht zur Verfügung. Das führt automatisch zur Ungültigkeit der Arbeitslosenmeldung. Meldet man also die ausgeübte Tätigkeit erst im Nachhinein, fordert die Agentur für Arbeit das in dieser Zeit gezahlte Arbeitslosengeld zurück.

Nicht zu unterschätzen ist, dass auch versicherungsrechtliche Folgen in der gesetzlichen Unfallversicherung entstehen können. Bei nicht gemeldeter Probearbeit ist man nur teilweise unfallversichert. Natürlich sind auch Arbeitgebende verpflichtet, bestimmte Formalitäten zu beachten. Aber das entlastet Arbeitssuchende nicht von der Pflicht, die Agentur für Arbeit über den Beginn jeglicher Probearbeit zu informieren. Anderenfalls verstoßen sie gegen die Meldepflicht (LSG-Bremen, Urteil vom 25.Januar 2021 - L 11 AL 15/19).

Rechte und Pflichten
Die Agentur für Arbeit ist angehalten, Arbeitssuchende über alle Pflichten und Rechte zu informieren. Dafür hat sie ein entsprechendes Merkblatt entwickelt, dass den Arbeitsuchenden ausgehändigt wird. Auch wenn man sich über die Online-Plattform der Bundesagentur für Arbeit anmeldet, muss anklicken, dass man das Merkblatt zur Kenntnis genommen hat.

Falls der Text nicht verstanden wird, ist die Agentur für Arbeit verpflichtet, die Inhalte zu erklären. Auch der Sozialverband VdK kann dabei helfen. Keinesfalls sollten Arbeitssuchende bei der Online-Anmeldung einfach ein Häkchen setzen, ohne das Merkblatt gelesen zu haben. Unkenntnis ist kein Grund, nicht gewährtes Arbeitslosengeld wieder einzufordern.

Ida Schneider

Schlagworte arbeitslos | Arbeiten auf Probe | Meldepflicht

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