21. Januar 2021

Fahrtkosten bei Corona-Impfung

Kostenübernahme für mobilitätseingeschränkte Menschen

Über 30 Impfzentren haben in Rheinland-Pfalz inzwischen den Betrieb aufgenommen und 280.000 Über-80-Jährige wurden angeschrieben. Wer in einem Pflegeheim lebt, soll dort geimpft werden – entweder von mobilen Impfteams oder über Hausärzte. Doch was ist mit älteren Menschen, die zu Hause leben und nur eingeschränkt mobil sind?

© Andi Weiland/Gesellschaftsbilder.de

Wer nicht in einem Pflegeheim lebt, muss selbst ein Impfzentrum aufsuchen. Denn die bislang zugelassenen Impfstoffe benötigen sehr tiefe Kühltemperaturen, und das macht Besuche durch den Hausarzt unmöglich. Wer mobilitätseingeschränkt ist, kann Verwandte oder Nachbarn fragen, ob sie zum nächstgelegenen Impfzentrum fahren. Auch Bürgerbusse sind sinnvolle Alternativen, sofern sie örtlich zur Verfügung stehen.

Mit Krankenkasse abklären

Wenn diese Möglichkeiten nicht gegeben sind, kommt eventuell ein Krankentransport mit Kostenübernahme durch die Krankenkasse in Frage. Denn die Kassenverbände auf Bundesebene und der GKV-Spitzenverband haben den Kassen empfohlen, zeitlich befristet bis März 2021 etwaige Fahrtkosten zu übernehmen, um die Impfversorgung für Patienten abzusichern.

Wer also die Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 nicht durch ein mobiles Impfteam oder durch anderweitige Maßnahmen wie Impfbusse erhält, sollte mit seiner Krankenkasse abklären, ob sie die Fahrtkosten übernimmt. Wichtig ist dabei, dass das Transportmittel „medizinisch notwendig“ ist und das Impfzentrum wohnortnah liegt. Die Genehmigung der Fahrtkosten sollte vor der Fahrt eingeholt werden, um spätere Diskussionen zu vermeiden.

Wer hat Anspruch?

Anspruchsberechtigt können Personen sein im Sinne des § 60 SGB V, die einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen „aG“, „Bl“ oder „H#Hilflos“ haben oder den Pflegegrades 3, 4 oder 5 (bei Pflegegrad 3 muss zusätzlich eine dauerhafte Beeinträchtigung der Mobilität vorliegen).

Wer ein Taxi oder ein höherwertiges Transportmittel benötigt, muss das nachweisen. Die entsprechende „Verordnung einer Krankenbeförderung“ stellen die Hausärztinnen und Hausärzte aus. Erschwerend ist, dass über die Fahrtkostenübernahme jede Krankenkasse einzeln entscheidet und es keine verbindlichen Vorgaben gibt. Die Krankentransportrichtlinie (KT-RL) sollte dementsprechend angepasst werden, fordert deshalb der Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz.

Marlen Holnick

Schlagworte Fahrtkosten | Corona-Schutzimpfung

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