24. August 2020

Rente unter Palmen?

Wer in Deutschland in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat, kann die Leistung auch ohne einen Wohnsitz in Deutschland beanspruchen. Doch was ist zu beachten, wenn eine deutsche Rente im Ausland bezogen wird?

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Tatsächlich ist ein kleiner Trend erkennbar, Renten im Ausland zu beziehen. Beispielsweise stieg im Zeitraum von 1997 bis 2017 die Zahl der Renten, die an deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in Spanien überwiesen werden, um 214 Prozent. Noch mehr deutsche Rentnerinnen und Rentner verschlägt es in die Schweiz, nach Österreich und in die Vereinigten Staaten.

Dennoch werden nur 14 Prozent der 1,75 Millionen Auslandsrenten an deutsche Staatsangehörige gezahlt. Den Großteil machen ehemalige Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter aus, die in Deutschland gearbeitet und in die Rentenkassen eingezahlt haben und dann für ihren Lebensabend wieder in ihre Heimatländer zurückgekehrt sind. So gehen rund 367.000 Renten an nicht-deutsche Empfängerinnen und Empfänger in Italien, gefolgt von Spanien, Griechenland und Kroatien.

Insgesamt zahlt die Deutsche Rentenversicherung etwa jede fünfzehnte Rente ins Ausland. Sie werden grundsätzlich in gleicher Höhe gezahlt wie im Inland. Auch für die Überweisung an ein Konto im Ausland werden keine Gebühren verlangt. Das Risiko schwankender Währungskurse liegt allerdings bei den Empfängerinnen und Empfängern. Alternativ ist es auch möglich, eine Rente auf das deutsche Konto einer Vertrauensperson überweisen zu lassen.

Mit den Behörden einiger Länder, darunter Österreich und die Schweiz, Spanien und Italien ist auch ein Austausch der Sterbedaten vereinbart. In vielen anderen Ländern müssen die Rentnerinnen und Rentner dagegen einmal im Jahr eine Lebensbescheinigung an die Deutsche Rentenversicherung senden, um zu beweisen, dass sie die Rente weiterhin rechtmäßig beziehen. Wird dieses Formular nicht rechtzeitig zurückgeschickt, unterbricht die Rentenkasse die Zahlung.

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