11. Mai 2020

Corona-Soforthilfe für Inklusionsunternehmen

Zur Sicherung von Arbeitsplätzen in gemeinnützigen Inklusionsunternehmen stellt die "Aktion Mensch" eine Corona-Soforthilfe in Höhe von insgesamt acht Millionen Euro zur Verfügung. Damit knüpft sie an die vorangegangenen Hilfen für Assistenzdienste und Lebensmittelversorger in Höhe von 40 Millionen Euro an.

Die Gastronomie trifft die Corona-Krise besonders hart, das spüren auch die Menschen mit Behinderung, die dort arbeiten. | © Andi Weiland/Gesellschaftsbilder.de


Mehrere tausend Arbeitsplätze in Inklusionsfirmen sind durch die Corona-Krise akut gefährdet. Denn etwas mehr als die Hälfte der insgesamt rund 650 gemeinnützigen Inklusionsfirmen in Deutschland sind in Branchen angesiedelt, die momentan in besonderem Maße von Umsatzeinbußen betroffen sind. Dazu gehören zum Beispiel die Bereiche Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung oder die Hotellerie. Da diese Firmen nicht die notwendigen Gewinnrücklagen bilden dürfen und auch keinen uneingeschränkten Zugang zu den allgemeinen Soforthilfen für die Wirtschaft haben, stehen sie in der aktuellen Lage vor besonders großen Herausforderungen.

Durch die Förderung von Personal- und Sachkosten in Höhe von bis zu 20.000 Euro können zum Beispiel Mittel für Krisenkoordination, zur Entwicklung kreativer Alternativen für Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens oder für weiterlaufende Mietkosten bereitgestellt werden.

Die "Aktion Mensch" möchte betroffenen Unternehmen helfen, die Krisenzeit zu überbrücken und damit die bestehenden Arbeitsplätze von Menschen mit und ohne Behinderung zu erhalten.

Hier den Antrag auf finanzielle Soforthilfe stellen.

Schlagworte Inklusion | Corona | Soforthilfe | Aktion Mensch

Der VdK hat Sofortmaßnahmen zur Unterstützung von pflegenden Angehörigen gefordert. SWR Aktuell hat das Thema aufgegriffen und über VdK-Mitglied Heinz Gerhards und seine Ehefrau berichtet, die in einem systemrelevanten Beruf arbeitet und sich nun gleichzeitig um ihren an Demenz erkrankten Ehemann kümmern muss, weil die Tagespflegeeinrichtung geschlossen ist.

App für pflegende Angehörige

Digitale Selbsthilfe für pflegende Angehörige; das ermöglicht die kostenlose App „in.kontakt“. Sich vernetzen, austauschen, sprechen und auch sehen trotz Corona-Pandemie, das bietet in digitaler Form die bundesweite Interessenvertretung und Selbsthilfeorganisation für pflegende Angehörige „wir pflegen e. V.“. Hier geht´s zur App


Kurzarbeit: Absicherung in der Rentenversicherung

Aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Lage bieten Firmen ihren Beschäftigten verstärkt Kurzarbeit an. Diese wirkt sich nicht nur auf das ausgezahlte Gehalt, sondern auch auf die Höhe der späteren Rente aus.

Pflegende Angehörige nicht im Stich lassen

Gut Dreiviertel aller Pflegebedürftigen werden zuhause versorgt. Doch die Corona-Pandemie stellt viele pflegende Angehörige vor große Herausforderungen: Wie sollen sie die Pflege zuhause noch sicherstellen, wenn man Ansteckung verhindern und soziale Distanz wahren muss. Der VdK fordert, die Pflegebedürftigen und die, die pflegen, nicht im Stich zu lassen.

Keine Kündigung wegen Mietrückständen

Wer in Folge der Corona-Krise Einkommensverluste erleidet und deshalb seine Miete nicht mehr bezahlen kann, soll nach dem Wunsch der Bundesregierung geschützt werden. Die Regelung betrifft sowohl Mieter*innen von Wohnraum als auch Gewerbemieter*innen.

Corona: Rettungsschirme auch für die Schwächsten

Bund und Länder spannen Rettungsschirme für die Wirtschaftsunternehmen auf. Die Ärmsten in unserer Gesellschaft haben wenig Chancen, unter diese Schutzschirme zu schlüpfen. Deshalb wird die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verene Bentele, in diesem Videostatement sehr deutlich: "Nicht nur die Wirtschaft braucht Hilfe, insbesondere finanziell schwache Menschen sind während der Corona-Krise auf Hilfe angewiesen."
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Symbolfoto: Zwei junge Frauen bei der Beratungsstelle einer Krankenkasse.
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