28. April 2020

Maskenpflicht in Rheinland-Pfalz

Das Wichtigste im Überblick

Masken auf: Seit dem 27. April gilt in Rheinland-Pfalz Maskenpflicht beim Einkaufen und beim Bus- und Bahnfahren. Viele fragen sich: Woher bekomme ich einen Mundschutz, was muss ich beachten und was bringt das? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

So geht man nun einkaufen oder fährt Bus: Die Maskenpflicht gilt in Rheinland-Pfalz seit dem 27. April. | © prostooleh / freepik.com

Woher bekomme ich einen Mundschutz?

Viele Initiativen oder auch Privatpersonen nähen Masken, zahlreiche Geschäfte haben sie im Angebot. Sie können sich keine Maske leisten, gehören aber zur Risikogruppe oder arbeiten im medizinischen Bereich? Abhilfe schafft zum Beispiel die Soli-Maske. Sie kostet den bedürftigen Träger nur die Versandkosten und wurde von einer anderen Person solidarisch mitbezahlt.

Gehörlose und Schwerhörige sind darauf angewiesen, dass man den Mund beim Sprechen sieht. Damit auch Gehörlose eine Maske tragen können, ist die VISIMASK auf die speziellen Bedürfnisse dieser Zielgruppe ausgerichtet.

Eine Maske kann man auch selbst nähen; im Internet gibt es mittlerweile viele Anleitungen, wie zum Beispiel die von "burda style". Es braucht aber auch nicht unbedingt eine gekaufte oder selbstgenähte Alltagsmaske, auch mit Tüchern, Schals oder Buffs können Mund und Nase verdeckt worden.

Wo muss ich die Maske tragen?

Die Masken müssen beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr angezogen werden. Das gilt nicht nur für das Einkaufen in Räumen: Auch auf dem Wochenmarkt oder beim Straßenverkauf, beispielsweise an einer Eisdiele, müssen sie getragen werden. Ab dem 4. Mai gilt: Wer keine Maske an hat, muss mit einem Verwarnungsgeld von zehn Euro rechnen.

Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Kinder unter sechs Jahren sowie Menschen, für die das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wegen einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht zumutbar ist. Das muss mit einer ärztlichen Bescheinigung nachgewiesen werden.

Was muss ich beim Tragen beachten?

Die Maske sollte Mund und Nase abdecken und eng an den Wangen anliegen, damit möglichst wenig Luft an den Seiten eindringen kann. Die Experten empfehlen, die Maske abzusetzen oder auszutauschen, wenn der Stoff durchfeuchtet ist. Anschließend sollten Mehrweg-Masken aus Stoff durch waschen oder erhitzen regelmäßig gereinigt werden. Empfohlen wird das Waschen bei mindestens 60 Grad mit normalen Vollwaschmittel.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte rät außerdem, sich vor dem Anziehen die Hände gründlich mit Seife zu waschen. Erreger, die man eventuell an den Händen trägt, können so nicht die Innenseite der Maske kontaminieren. Auch nach dem Ausziehen der Maske ist es ratsam, sich die Hände zu waschen. Das Deutsche Rote Kreuz fordert dazu auf, die Masken nicht am Stoff zu berühren, sondern nur seitlich an den Fixierbändern.

Was bringt das?

Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) könnte das Tragen von Masken zu einer weiteren Verlangsamung der Ausbreitung beitragen. Der Stoff kann Schutz vor größeren Tröpfchen bieten und Schleimhautkontakt mit
kontaminierten Händen verhindern. Für die selbst gemachten Masken gibt es keine Normen, entsprechend gibt es keine nachgewiesene Schutzwirkung. Laut RKI filtern die selbst gemachten Masken in der Regel aber vermutlich weniger Tröpfchen als etwa der mehrlagige medizinische Mund-Nasen-Schutz.

VdK-Mitglieder nähen Masken

Nähen Sie für die Mitglieder ihres Ortsverbands, ihre Familie oder eine soziale Einrichtungen Masken? Erzählen Sie uns davon! Schreiben Sie uns eine E-Mail , gerne auch mit einem Foto, das wir mit Ihrem Namen in unseren VdK-Medien (Zeitung, Internetseite, Social-Media) veröffentlichen dürfen.

dpa / Martha Lubosz

Schlagworte Corona | Coronavirus | Masken


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