Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz e.V.
16. Januar 2020

Rente für Landwirte

Landwirte sind in der Regel nicht über die allgemeine Rentenversicherung abgesichert, sondern zahlen in die Landwirtschaftliche Alterskasse ein. Dabei gibt es einige Besonderheiten zu beachten.

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Sobald ihr Hof eine bestimmte Mindestgröße überschreitet, sind Landwirte und ihre Ehepartner automatisch in der Landwirtschaftlichen Alterskasse (LAK) pflichtversichert – obwohl sie selbstständige Unternehmer sind. Ausnahmen von dieser Versicherungspflicht gibt es beispielsweise, wenn der Hof nur im Nebenerwerb oder aus Liebhaberei bewirtschaftet wird.

Anders als in der gesetzlichen Rentenversicherung handelt es sich jedoch um Festbeiträge, zu denen es unter Umständen sogar einen Zuschuss gibt. Im Durchschnitt liegt der Zahlbetrag knapp unter 500 Euro. Die LAK soll nicht den bisherigen Lebensstandard sichern, sondern nur eine Teilabsicherung sein, denn die meisten Bauern haben im Alter noch weitere Einkommensquellen. Viele verpachten ihren Hof und ihre Felder oder bekommen ein regelmäßiges Altenteil von den Hofnachfolgern gezahlt.

In der landwirtschaftlichen Alterssicherung gibt es für die Landwirte weitere Besonderheiten, je nach Lebenssituation. So kann man mitarbeitende Familienangehörige mitversichern. Auch erhalten die Landwirte neben einer Rehabilitation auch das Recht auf eine Betriebshilfe, was die Weiterbewirtschaftung des Hofs sicherstellt. Und im Todesfall wird dem hinterbliebenen Ehepartner eine Betriebshilfe zur Seite gestellt, damit der Hof weitergeführt werden kann.

Im Thema des Monats Februar 2020 werden die landwirtschaftliche Alterssicherung und ihre Unterschiede zur gesetzlichen Rente erläutert. Es liegt in allen VdK-Kreisgeschäftsstellen aus.

Hier unser Thema des Monats als Broschüre:

Moritz Ehl