15. Januar 2020

Reha für Kinder und Jugendliche

Spezielle Reha-Zentren der Deutschen Rentenversicherung machen fit für Schule und Ausbildung

Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden an chronischen Erkrankungen wie Asthma, psychischen Erkrankungen wie Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung oder schwerem Übergewicht. Diese Leiden beeinträchtigen das Leben der Kinder oft dermaßen, dass sie nicht regelmäßig in die Schule oder zur Ausbildung gehen können. Eine Reha der Deutschen Rentenversicherung (DRV) kann Kindern helfen, ihre gesundheitlichen Probleme in den Griff zu bekommen. Sie macht fit für den Alltag und steigert die Chance, später einen Job zu finden.

Eine Gruppe Kinder spielt Tauziehen.
Der Austausch von Gleichgesinnten mit ähnlichen Gesundheitsproblemen ist wichtig bei der Kinder- und Jugend-Reha. | © Unsplash

Eine Reha für Kinder oder ­Jugendliche kommt zum Beispiel bei folgenden Erkrankungen in ­Frage:

  • Hautkrankheiten
  • Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems
  • Erkrankungen von Leber, Magen oder Darm
  • Nieren- und Harnwegserkrankungen
  • Stoffwechselkrankheiten wie etwa Diabetes mellitus
  • Erkrankungen des Bewegungsapparats
  • Allergien
  • Krebserkrankungen
  • neurologischen Erkrankungen wie zum Beispiel Epilepsie, psychosomatische und psychomotorische Störungen
  • Verhaltensstörungen
  • Sprachentwicklungsstörungen
  • Übergewicht und Adipositas in Verbindung mit weiteren Risikofaktoren oder Erkrankungen.

Während des mehrwöchigen Aufenthalts in einem DRV-Reha-Zentrum lernen die jungen Patientinnen und Patientenen mehr über ihre Krankheit. Sie erfahren, wie sie ihren Alltag selbstständig bewältigen können.

Um die Kinder-Reha beantragen zu können, muss einer der Erziehungsberechtigten in den vergangenen zwei Jahren mindestens sechs Monate lang in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben. Als Erziehungsberechtigte gelten zum Beispiel Eltern, Pflegeeltern oder andere Verwandte, in deren Haushalt das Kind lebt. Auch Kinder von Beziehern einer Alters- oder Erwerbsminderungsrente sowie Kinder, die eine Waisenrente beziehen, erfüllen die Voraussetzung der DRV.

Grundsätzlich kann eine Reha für ein Kind bis zum 18. Geburtstag beantragt werden. In Ausnahmefällen ist eine Reha für Jugendliche bis zum 27. Geburtstag möglich. Dazu muss sich die Person in einer Schul- oder Berufsausbildung befinden und noch nicht selbst rentenversichert sein. Auch ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr oder der Bundesfreiwilligendienst begründet eine Reha. Ebenso wie eine Behinderung, wegen der die Person nicht arbeiten kann.

Sobald der Antrag eingegangen ist, prüft der zuständige Rentenversicherungsträger, ob die Voraussetzungen erfüllt sind. Der oder die behandelnde Kinder- oder Jugendärzt/in unterstützt bei allen Fragen rund um die Reha und füllt einen ärztlichen Befundbericht aus, der dem Antrag beigelegt wird.

Alle erforderlichen Formulare gibt es bei den Rentenversicherungsträgern, bei den Auskunfts- und Beratungsstellen der Rentenversicherung sowie bei den gesetzlichen Krankenkassen.

Gut zu wissen: Über den 12. Geburtstag des Kindes hinaus besteht nur dann die Möglichkeit der elternlichen Begleitung, wenn sie ärztlich begründet ist. Daher ist es wichtig, zum Reha-Antrag auch gleichzeitig die Begleitung des Kindes mit zu beantragen.

Weitere Infos zur Antragstellung und den verschiedenen Reha-Angeboten finden Sie im Internet unter:

www.kinder-und-­jugendreha-im-netz.de

Ida Schneider

Schlagworte Reha | Kinder | Jugendliche | ADHS | Übergewicht | Adipositas

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