13. Dezember 2019

Beraterteam für barrierefreie Arztpraxen

Treffen mit Kassenärztlicher Vereinigung beim VdK

Woher weiß ich, dass die Praxis eines Arztes in Rheinland-Pfalz barrierefrei ist? Damit Patienten auf diese Frage künftig eindeutige und zuverlässige Informationen im Internet oder am Servicetelefon erhalten, gab es ein Fachgespräch. Die Arbeitsgemeinschaft (AG) Patientenorganisationen Rheinland-Pfalz hat sich mit Vertretern der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) getroffen.

An dem Arbeitstreffen nahmen teil: Moritz Ehl und Marlen Holnick für den VdK, Michaela Kausch, Dr. Nadja Moreno, Kerstin Wagner für die KV, Oliver Pfleiderer für die LAG Selbsthilfe und Otmar Wegerich für die KISS. | © Katie Göttlinger


Die (AG) Patientenorganisationen vertritt die Interessen von Patientinnen und Patienten; in Rheinland-Pfalz gehören ihr neben dem Sozialverband VdK auch die LAG Selbsthilfe, die KISS Pfalz sowie die Verbraucherzentrale an. Die (KV) möchte für ihre Mitglieder ein Beraterteam zur Barrierefreiheit aufbauen. Sie vertritt rund 8.000 Ärztinnen und Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die gesetzlich Krankenversicherte behandeln.

Das geplante Beraterteam soll Ärzte für die Bedeutung von Barrierefreiheit in ihren Praxen sensibilisieren und bei ihrer Umsetzung unterstützen. Bei Neubauten von Arztpraxen ist es inzwischen selbstverständlich, dass Aspekte der Barrierefreiheit berücksichtigt werden. Komplizierter wird es jedoch bei Umbauten von Bestandspraxen.

Beschreibung muss eindeutig sein


Gleichzeitig ging es um die für Patienten oft nicht eindeutigen Begrifflichkeiten. VdK-Sozialrechtsexpertin Marlen Holnick nennt ein Beispiel. „Wird eine Arztpraxis im Internet als barrierefrei ausgezeichnet, kann sich das nur auf den Behandlungsraum beziehen. Oft ist sind aber der Zugang zum Gebäude oder die Toiletten in der Arztpraxis nicht barrierefrei, weil es Treppen gibt oder die Tür zum Sanitärbereich für Rollstuhlfahrer nicht breit genug ist.“ Auch haben die wenigsten Praxen Orientierungshilfen für Seh- oder Hörbehinderte. Ausreichende Parkplätze beziehungsweise Behindertenparkplätze sind ebenfalls oft ein Problem.

Alle Beteiligten waren sich einig, dass alle künftig erfassten Daten regelmäßig aktualisiert werden müssen. Denn nur so erhalten Betroffene auf Internetseiten oder über eine Service-Hotline zuverlässige Informationen über die Barrierefreiheit ihrer Arztpraxis.

Katie Göttlinger

Schlagworte Arztpraxen | Barrierefreiheit | Kassenärztliche Vereinigung | VdK

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