14. November 2019

Wie kann ich barrierefreie Umbaumaßnahmen finanzieren?

Schulung für VdK-Beraterinnen und -Berater

Die Pflege von Angehörigen, körperliche Einschränkungen oder das fortschreitende Alter: es gibt viele Gründe, zu Hause barrierefrei umzubauen. Solche Maßnahmen sind nicht billig. Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, diese Umbaumaßnahmen zu finanzieren. Bei einer Schulung der ehrenamtlichen VdK-Beraterinnen und -Berater für barrierefreies Bauen und Wohnen stand dieses Thema im Mittelpunkt.

© Martha Lubosz


Bei dem Treffen in den Räumen des VdK-Landesverbands war Heiko Merz von der ISB zu Gast, der Förderbank des Landes. Er stellte spezielle Kreditprogramme vor, die besonders Familien und Menschen mit geringem Einkommen den Umbau ermöglichen sollen. VdK-Sozialrechtsexpertin Marlen Holnick sprach darüber, welche finanziellen Hilfen im Rahmen der sozialen Pflegeversicherung möglich sind; und VdK-Sozialrechtsexperte Moritz Ehl stellte weitere Zuschussmöglichkeiten vor.

Wenn beispielsweise ein Badezimmer rollstuhlgerecht gestaltet werden soll, kann ein zinsgünstiger Förderkredit der ISB über die Hausbank beantragt werden. Die Einkommensgrenze bemisst sich nach der Anzahl der Personen, die im Haushalt leben. Darüber hinaus werden Tilgungszuschüsse gegeben; je nach Einkommen müssen also nur 95 oder sogar nur 85 Prozent der Darlehenssumme zurückgezahlt werden.

Pflegebedürftige Menschen können außerdem bei ihrer jeweiligen Pflegekasse bis zu 4.000 Euro Zuschüsse für „wohnumfeldverbessernde Maßnahmen“ beantragen. Darunter fallen zahlreiche Änderungen, die die Pflege im häuslichen Umfeld erleichtern oder überhaupt erst ermöglichen. „Dadurch können auch Menschen mit Krankheit oder Behinderung in ihrer eigenen Wohnung bleiben“, sagte VdK-Sozialrechtsexpertin Marlen Holnick.

Ehrenamtliche Beraterinnen und Berater für barrierefreies Bauen und Wohnen sind in den meisten Kreisverbänden des VdK Rheinland-Pfalz tätig. Einerseits beraten sie Privatpersonen zum barrierefreien Umbau von Wohnhäusern. Häufige Themen sind der Umbau des Badezimmers, die Verbreiterung von Türen und Bewegungsflächen oder der Einbau von Rampen und Liften. Andererseits stehen die VdK-Beraterinnen und -Berater auch Kommunen als Ansprechpartner für öffentliche Bauvorhaben zur Verfügung – z.B. wenn Bürgerhäuser, Bahnhöfe oder öffentliche Plätze barrierefrei gestaltet werden sollen.

Um die Beratung zum barrierefreien Bauen und Wohnen in Anspruch zu nehmen, wenden Sie sich einfach an Ihre zuständige VdK-Kreisgeschäftsstelle.

Moritz Ehl

Schlagworte Barrierefreiheit | Pflege | Behinderung | Beratung

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