Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz e.V.
16. Dezember 2019

Kinder mit besonderem Förderbedarf

Die Mehrzahl der Kinder mit Förderbedarf besucht in Deutschland immer noch Förderschulen. Dabei haben alle Kinder, ob mit oder ohne Behinderung, das Recht eine reguläre Schule zu besuchen. Dieser gemeinsame Schulbesuch und das gemeinsame Lernen ist gelebte Inklusion.

© Andi Weiland/Gesellschaftsbilder.de

Soweit zumindest die Theorie. In dieser schließt der inklusive Unterricht alle Kinder ein, ohne dass Art und Schwere ihrer Behinderung eine Rolle spielen. In der Realität sieht es anders aus. Von den bundesweit 500.000 Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf besuchen zurzeit gerade mal 200.000 eine Regelschule. Dabei stellen Grund- und Gesamtschulen mit 90 Prozent den Löwenanteil der inklusiv besuchten Schulen. Zudem gibt es ein deutliches innerdeutsches Gefälle. Besuchen in Bremen 83 Prozent aller Kinder mit Förderbedarf eine Regelschule, sind es in Hessen gerade mal 27 Prozent.

Doch wie kann es sein, dass diese Zahlen so stark variieren? Die Erklärung ist recht einfach: Die grundlegenden Strukturen des Schulsystems regeln die Schulgesetze des jeweiligen Bundeslandes; es gibt keine einheitliche bundesweite Regelung. Und so unterscheiden sich die einzelnen Schulsysteme stark – und dadurch auch die Zugangsmöglichkeiten für Kinder mit Behinderungen.

Hilfen zur Eingliederung


Wenn Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen eine Regelschule besuchen wollen, dazu aber Unterstützung benötigen, können sie entsprechende Hilfen beantragen. Die Kosten können im Rahmen der Eingliederungshilfe oder aber von der Schule übernommen werden. Leider ist für Eltern nicht immer leicht erkennbar, wer wann zuständig ist.

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Nadine Gray