Kinderzuschlag als Familienleistung

Wenn vom Einkommen für das Kind zu wenig übrigbleibt, haben Eltern Anspruch auf Kinderzuschlag

Während der Bezug von Kindergeld weitestgehend bekannt ist, kennen viele Eltern und Alleinerziehende den Kinderzuschlag als weitere soziale Leistung für Familien nicht. Unser Sozialrechtstipp klärt auf.

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Kinderzuschlag ist eine soziale Leistung, die nur dann bezahlt werden kann, wenn ein Anspruch auf Kindergeld besteht und Eltern mit ihrem eigenen Einkommen zwar für sich selbst sorgen können, aber nicht für ihre Kinder. Alleinerziehenden, Geringverdienern sowie – unter bestimmten Voraussetzungen – Beziehern von Krankengeld oder Arbeitslosengeld I mit Kindern kommt diese Unterstützung zu Gute.

Die Höhe des Kinderzuschlagsbeträgt seit dem Juli 2019 bis zu 185 Euro pro Kind, das noch im Haushalt der Eltern lebt, unter 25 Jahre alt und unverheiratet ist.

Das Einkommen der Eltern muss zudem so hoch sein, dass zusammen mit dem Kinderzuschlag kein Anspruch auf Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld entstehen kann. Konkret bedeutet dies: das Bruttoeinkommen für Elternpaare muss mindestens 900 Euro und für Alleinerziehende 600 Euro betragen. Zum Einkommen der Eltern zählen auch Entgeltersatzleistungen wie Krankengeld, Arbeitslosengeld I oder Renten.

Zudem gibt es noch eine Höchsteinkommensgrenze. Diese wird für jede Familie einzeln errechnet und darf nicht überschritten werden. Die Grenze gilt allerdings nur noch bis zum 31. Dezember 2019. Ab dem 1. Januar 2020 können auch Familien bis in mittlere Einkommensbereiche hinein einen Anspruch haben, zum Beispiel wenn ihre Wohnkosten hoch sind oder mehrere Kinder im Haushalt wohnen. Es kann sich daher lohnen, ab Januar 2020 erneut einen Antrag auf Kinderzuschlag zu stellen, auch wenn zuvor eine Ablehnung wegen zu hoher Wohnkosten erfolgte.

Der erweiterte Zugang zum Kinderzuschlag nützt auch Familien, denen mit ihrem Erwerbseinkommen, dem Kindergeld, dem Kinderzuschlag und gegebenenfalls dem Wohngeld höchstens 100 Euro fehlen, um Hilfebedürftigkeit zu vermeiden. Es lohnt sich, einen Antrag bei der zuständigen Familienkasse zu stellen. Gefordert werden Einkommens- und Vermögensnachweise. Der Bewilligungszeitraum ist auf sechs Monate festgesetzt.

Gut zu wissen: Das Wohngeld als Leistung kann bei der Stadt, der Gemeinde oder dem Landkreis beantragt werden, je nachdem wo die Antragsteller wohnen.

Bildung und Teilhabe

Wenn Kinderzuschlag beziehungsweise Wohngeld bewilligt werden, lohnt sich für Kinder zudem ein Antrag auf Leistungen für Bildung und Teilhabe. Dann werden die vollen Kosten oder Zuschüsse zum Beispiel für Schulausflüge, Mittagessen in der Kita oder Schule, den Sportverein oder die Musikschule übernommen.

Ida Schneider

Schlagworte Kinderzuschlag | Kindergeld | Bildung und Teilhabe | Antrag

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