14. August 2019

Barrierefreiheit auf dem Land!?

Ortsbegehung im Kreisverband Kaiserslautern – Bürgermeister der Verbandsgemeinde lobt VdK

Zwischen bewaldeten Hügeln liegen die beiden Städtchen Otterbach und Otterberg. Sie haben viertausend beziehungsweise fünftausend Einwohner und gehören zum Einzugsgebiet der nahen
Großstadt Kaiserslautern.

Die Teilnehmenden der Ortsbegehung, von links: Moritz Ehl vom VdK-Landesverband, Verbandsbürgermeister Harald Westrich, Sebastian Baumann vom Ortsverband Otterbach-Otterberg, VdK-Kreisverbandsvorsitzender Karl-Heinz Schraß sowie Brigitte Börhammer vom Ortsverband Otterbach-Otterberg. | © Moritz Ehl


Der Vorsitzende des VdK-Kreisverbands Kaiserslautern, Karl-Heinz Schraß, setzt sich hier besonders für Barrierefreiheit ein: „Im ländlichen Bereich ist es wichtig, dass wir uns die Grundversorgung für den täglichen Bedarf erhalten. Das geht nur, wenn Gebäude wie Arztpraxen, Kirchen oder Geschäfte auch für alle zugänglich sind.“ So wurde am Bahnhof Otterbach der Bahnsteig bereits umgebaut und auch ein Leitsystem für Sehbehinderte errichtet. Eine Rampe führt zu den Ladengeschäften und der Volksbank. Dagegen ist die Toilettenanlage noch nicht barrierefrei nutzbar – auch weil es Probleme mit Vandalismus gab.

Stolz präsentiert Harald Westrich, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg, das neue Mehrgenerationenhaus in Otterbach; es ist vollständig barrierefrei. Die Apotheke hat kurzerhand ihren Eingang verlegt, um Kunden eine Treppe zu ersparen. Auch die Sparkasse soll in ein ebenerdiges Gebäude ziehen. Eine Rampe für die Stufen zur katholischen Kirche steht dagegen noch auf der Wunschliste.

Auch im benachbarten Otterberg hat sich schon einiges getan: Verbandsgemeindeverwaltung, Sparkasse und Stadthalle sind ebenerdig zugänglich. Das Pfarrhaus "Alte Abtei" hat eigens eine Rampenkonstruktion erhalten, die Rückseite des historischen Stadthauses ziert ein moderner Aufzugturm.

Ein gemischtes Bild zeigt sich dagegen bei den Arztpraxen in beiden Orten. Viele sind nur über eine Treppe erreichbar. "Dort ist dann Schluss für einen Rollstuhlfahrer", kritisiert Schraß. Hierdurch seien einige Bürger de facto in der freien Arztwahl eingeschränkt.

Bürgermeister Westrich lobte den VdK für seinen Einsatz, wies aber darauf hin, dass allein der Ausbau von Straßen und Gehwegen Jahrzehnte dauere: "Man muss viele einzelne Schritte gehen, um irgendwann Barrierefreiheit zu erreichen."

Michael Finkenzeller

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