4. April 2019

Kurzer Dienstweg hilft Mitgliedern

Zusammenarbeit und Widerstreit, beides gibt es zwischen dem Sozialverband VdK und den Krankenkassen. Ziel des VdK ist immer, das Bestmögliche für seine Mitglieder zu erreichen – nicht nur durch Widersprüche und Klagen, sondern auch im offenen Austausch. Deswegen wurden Vertreter der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland in die VdK-Landesgeschäftsstelle nach Mainz eingeladen.

Foto: Unter den Augen der ehemaligen Landesverbandsvorsitzenden: VdK-Vertreter diskutieren mit der AOK.
Unter den Augen der ehemaligen Landesverbandsvorsitzenden: VdK-Vertreter diskutieren mit der AOK. | © Michael Finkenzeller

„Der Sozialverband VdK spielt eine große Rolle in der sozialrechtlichen Beratung“, erläuterte Werner Faber, stellvertretender VdK-Vorsitzender, den Gästen von der AOK. „Allein in Rheinland-Pfalz haben wir 200.000 Mitglieder, die in 27 VdK-Kreisverbänden und vier Rechtsschutzstellen betreut werden. Wir setzen uns für ihre Rechte gegenüber den Leistungsträgern wie zum Beispiel dem Landesamt, dem Arbeitsamt, der Renten- oder Pflegeversicherung und den Krankenkassen ein.“

Die AOK-Besucher lobten den Sozialverband VdK als wichtigen Akteur und betonten, dass trotz verschiedener Interessen ein enger Austausch gepflegt werden solle. „Es ist bestimmt für beide Seiten sinnvoll, wenn wir möglichst viele Fragen oder Streitigkeiten auf dem kurzen Dienstweg klären können“, sagte Udo Hoffmann, Bevollmächtigter des AOK-Vorstands. Schreiben oder Verfahren kosteten unnötig Zeit, sofern ein klärender Telefonanruf ausreiche. Faber begrüßte den Vorschlag, einfacher und direkter miteinander zu kommunizieren.

Marlen Holnick, Leiterin der VdK-Abteilung „Sozialpolitik und Sozialrecht“, sprach abschließend ein verbreitetes Problem an: Vielen Betroffenen sei unklar, welche Behörde für was zuständig ist. „Wenn jemand zum Beispiel schwer krank ist, erhält er maximal 78 Wochen Krankengeld von der Krankenkasse und muss sich danach bei der Arbeitsagentur melden, wenn die Arbeitsfähigkeit noch immer nicht gegeben ist“, so Holnick. „Allerdings schickt die Agentur für Arbeit diese Menschen oft wieder zurück zur Krankenkasse mit der Begründung, dass sie eben krank seien und dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stünden. Dann wird weder Kranken- noch Arbeitslosengeld gezahlt, was für die Betroffenen eine Katastrophe ist. Dabei ist die Arbeitsagentur eigentlich zuständig.“

Udo Hoffmann erklärte, dass die Krankenkasse in diesen Fällen nicht helfen dürfe, da die Arbeitsagentur in der gesetzlichen Pflicht sei. Marlen Holnick kündigte an, dass der Sozialverband VdK seine ratsuchenden Mitglieder verstärkt darüber aufklären werde. „In diesen Fällen sollte man sich nicht wegschicken lassen – sonst steht man mit leeren Händen da“, so Holnick.

Kurzer Dienstweg hilft Mitgliedern

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  • von links: Der stellvertretende Landesverbandsvorsitzende Werner Faber und VdK-Geschäftsführer Rolf Burdack im Gespräch mit...
    Foto: von links: Der stellvertretende Landesverbandsvorsitzende Werner Faber und VdK-Geschäftsführer Rolf Burdack im Gespräch mit...
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  • ...Marlen Holnick, Leiterin der VdK-Sozialabteilung, über wichtige Fragestellungen informiert wurden.
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  • Für VdK-Mitglieder eine gute Vereinbarung: Der "kurze Dienstweg" soll künftig Probleme schneller lösen.
    Foto: Für VdK-Mitglieder eine gute Vereinbarung: Der "kurze Dienstweg" soll künftig Probleme schneller lösen.
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Michael Finkenzeller

Schlagworte Krankenkasse | Sozialverband VdK

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