23. Oktober 2018

Anspruch auf eine Haushaltshilfe

Wenn Mutter oder Vater sich einer Operation unterziehen muss oder an einer Rehabilitation teilnimmt – wer kümmert sich dann um den Haushalt und die Kinder? In solchen Fällen kann eine Haushaltshilfe bei der Krankenkasse oder dem Rehabilitationsträger beantragt werden.

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Bei einem anstehenden Krankenhausaufenthalt muss man sich nicht nur um die eigene Gesundheit Sorgen machen, auch die Weiterführung des Haushalts und die Versorgung der Kinder müssen bedacht werden. Hierbei kann eine Haushaltshilfe, die von der Krankenkasse gestellt wird, Abhilfe schaffen. Sie kümmert sich, je nach Bedarf, um Einkauf, Wäsche, Kochen oder die Kinderbetreuung.

Voraussetzung dafür ist in der Regel, dass ein Kind unter zwölf Jahren im Haushalt lebt. Gibt es während des Klinikaufenthalts kein weiteres Mitglied des Haushalts, das diesen weiterführen kann, springt die Krankenversicherung ein. Wenn das Kind behindert und auf Hilfe angewiesen ist, gilt die Altersgrenze von zwölf Jahren nicht.

Durch das neue Krankenhausstrukturgesetz kann darüber hinaus auch eine Haushaltshilfe gewährt werden, wenn eine akute schwere Krankheit oder Verschlimmerung eintrifft. Ein Kind im Haushalt ist dann keine Voraussetzung, führt aber zu einer längeren Anspruchsdauer.

Die Leistung kann dabei auf verschiedene Weise erbracht werden. Einerseits haben viele Krankenkassen dafür eigene Angestellte, oder sie haben Verträge mit Einrichtungen oder Unternehmen geschlossen, die Haushaltshilfen stellen. Andererseits können sich die Versicherten selbst eine geeignete Person suchen, für die die Kosten erstattet werden. Die Erstattung ist allerdings auf 76 Euro am Tag beziehungsweise 9,50 Euro pro Stunde begrenzt – in den meisten Fällen müssen sich die Betroffenen aber mit einem deutlich geringeren Betrag begnügen. An Verwandte und Verschwägerte wird keine Kostenerstattung gezahlt, es können aber Fahrtkosten und eventuell Verdienstausfall geltend gemacht werden. Wichtig ist eine frühzeitige Beantragung, um die Kostenübernahme mit der Krankenkasse vorab zu vereinbaren.

Der zuständige Sozialleistungsträger ist immer derjenige, der auch für die eigentliche Leistung aufkommt. Daher ist die Krankenkasse für Haushaltshilfen bei einer Krankenhausbehandlung oder Vorsorge sowie bei Schwangerschaft und Entbindung zuständig. Bei Reha-Maßnahmen wird die Haushaltshilfe dagegen vom jeweiligen Reha-Träger gestellt, etwa der Rentenversicherung, der Berufsgenossenschaft oder der Arbeitsagentur. Für die landwirtschaftlichen Sozialkassen gelten gesonderte Bestimmungen. Und auch im Rahmen der Sozialhilfe können Hilfen zur Weiterführung des Haushalts erbracht werden.

Ein Krankenhausaufenthalt oder eine Rehabilitationsmaßnahme steht an – natürlich macht man sich Sorgen um die eigene Gesundheit. Aber daneben muss man auch über praktische Probleme nachdenken. Wer kann sich während der eigenen Abwesenheit um Kinder und Haushalt kümmern? | weiter

Die gesetzliche Krankenversicherung gewährt eine Haushaltshilfe in folgenden Situationen: Während einer medizinischen Behandlung, schwerer Krankheit, Anschluss an eine medizinische Behandlung oder Schwangerschaft und Entbindung. Der Umfang des Anspruch ist in der gesetzlichen Krankenversicherung exakt geregelt. | weiter

Es gibt auch Maßnahmen, die nicht in den Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung fallen, aber es trotzdem möglich ist, eine Haushaltshilfe bewilligt zu bekommen. | weiter

Bei landwirtschaftlichen Unternehmern stellt sich die Situation erheblich anders dar als bei anderen gesetzlich Versicherten. Der Grund dafür ist, dass beim Ausfall der Landwirtin oder des Landwirts neben dem Haushalt auch der landwirtschaftliche Betrieb weitergeführt werden muss. Aus diesem Grund existiert neben der Haushaltshilfe auch ein Leistungsanspruch auf Betriebshilfe. | weiter

Es gibt außer den bereits erklärten Fälle noch andere Konstellationen in denen eine Haushaltshilfe bezahlt wird. | weiter

Hier können Sie sich das Thema des Monats November als pdf-Datei herunterladen:
TdM November 2018 Haushaltshilfe.pdf (213,37 KB, PDF-Datei)

Und unserer Thema des Monats November als Broschüre:

Moritz Ehl

Schlagworte Haushaltshilfe | Krankenkasse

Weg mit den Barrieren

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Mit der bundesweiten VdK-Kampagne „Weg mit den Barrieren!“ richtet sich der VdK an die politisch Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen. Herzstück der Kampagne ist die „Landkarte der Barrieren“. Mitmachen ist einfach: Wer eine Barriere entdeckt, trägt sie auf www.weg-mit-den-barrieren.de ein.

VdK-TV: Inklusion ist kinderleicht - Unterricht mit der VdK-Schulberaterin (UT)

Wie geht lesen, wenn man nichts sieht? Wie schiebt sich ein Rollstuhl? Die Kinder aus der zweiten Grundschulklasse in Eichenau bei München bekommen spielerisch einen Einblick in den Alltag behinderter Menschen. Möglich macht das die ehemalige Lehrerin Gertrud Weidinger. Sie ist eine von 59 ehrenamtlichen Schulbeauftragten des Sozialverbandes VdK Bayern in Sachen Inklusion.

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Steuern und Nachteilsausgleiche

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Gemeinsam mit dem Finanzamt Trier hat der Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz die Broschüre "Steuerliche Nachteilsausgleiche für Menschen mit Behinderungen" neu aufgelegt. Wie hoch sind die Pauschbeträge bei welchem Grad der Behinderung (GdB)? Wie können Menschen mit Behinderung ihre Fahrtkosten beim Finanzamt absetzen? Welche Besonderheiten gibt es bei Pflege- und Betreuungskosten? Diese und andere Fragen beantwortet Ihnen unsere Broschüre.

Hier können Sie sich die Broschüre als pdf-Datei herunterladen:Steuerliche Nachteilsausgleiche.pdf (2,14 MB, PDF-Datei) Steuerliche Nachteilsausgleiche.pdf (2,14 MB, PDF-Datei)

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Symbolfoto: Zwei junge Frauen bei der Beratungsstelle einer Krankenkasse.
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