Arbeitgeberwechsel – und dann?

Um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine gewisse Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen, die nicht auf Kosten der betrieblichen Altersversorgung geht, hat der Gesetzgeber es ermöglicht, Ansprüche unter gewissen Umständen mitzunehmen beziehungsweise diese unverfallbar gestellt (Die Regelungen hierzu finden sich in Paragraf 1b des Betriebsrentengesetzes.).


Unverfallbarkeit


Unverfallbarkeit bedeutet, dass der Anspruch auf die zugesagte Altersversorgung, die sogenannte Versorgungsanwartschaft, auch bei Arbeitgeberwechsel oder Nicht-Erwerbstätigkeit erhalten bleibt. Wie eingangs bereits angerissen, unterscheiden sich die Regelungen zwischen den Verträgen, die, die allein durch die Arbeitnehmerin beziehungsweise den Arbeitnehmer finanziert werden und jenen, deren Beiträge durch den Arbeitgeber zusätzlich zum Gehalt gezahlt werden. Erstere ist sofort gesetzlich unverfallbar.

Der bestehende Vertrag kann sogar, sofern der neue Arbeitgeber zustimmt, über jenen weitergeführt beziehungsweise das angesparte Kapitel in dessen Versorgungseinrichtung überführt werden. Sollte dies nicht möglich sein, kann der Vertrag ruhend gestellt werden oder gegebenenfalls privat weitergeführt werden.

Anders sieht es aus bei Renten, die ausschließlich vom Arbeitgeber finanziert werden. Hier ist die Unverfallbarkeit an bestimmte Bedingungen geknüpft, insbesondere an den Zeitpunkt der Versorgungszusage.

Die Fristen sind im Gesetz wie folgt geregelt:

  • Zusagen, die vor dem 1. Januar 2001 erteilt wurden, sind unverfallbar sobald der Arbeitnehmer das 30. Lebensjahr vollendet hat.
  • Für Zusagen, die zwischen dem 1. Januar 2001 und dem 31.Dezember 2008 erteilt wurden, gilt:
    1. Bei Ausscheiden des Arbeitnehmers vor dem 31. Dezember 2013 ist die Zusage unverfallbar, wenn der Arbeitnehmer das 30. Lebensjahr vollendet hat und die Versorgungszusage zu diesem Zeitpunkt seit mindestens fünf Jahren besteht.
    2. Bei Ausscheiden des Arbeitnehmers ab dem 31. Dezember 2013 ist die Zusage unverfallbar, wenn der Arbeitnehmer das 25. Lebensjahr vollendet hat.
  • Zusagen, die ab dem 1. Januar 2009 erteilt wurden, sind unverfallbar sobald der Arbeitnehmer das 25. Lebensjahr vollendet hat und die Zusage seit mindestens fünf Jahren besteht.


Übertragung von Anwartschaften

Für Versorgungsanwartschaften aus Betriebsrenten, die ab 2005 zugesagt wurden und die über eine Direktversicherung, eine Pensionskasse oder einen Pensionsfond durchgeführt wurden, besteht ein Anspruch auf Übertragbarkeit bei Arbeitgeberwechsel. Einschränkung hierbei ist, dass der Übertragungswert nicht die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung (Westdeutschland 2018: 78.000 Euro) übersteigt und die Übertragung innerhalb eines Jahres nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses beantragt wurde.

Nachzahlung

Manchmal ruht das Arbeitsverhältnis aus persönlichen Gründen für eine bestimmte Zeit – sei es die Elternzeit, eine Pflegezeit für Angehörige oder andere Gründe. Hier entstehen finanzielle Lücken in der Altersvorsorge. Seit 2018 sieht das Betriebsrentengesetz in solchen Fällen die Möglichkeit vor, Nachzahlungen in Höhe von bis 8 Prozent der aktuellen Beitragsbemessungsgrenze zu leisten, unter der Bedingung, dass die Nachzahlung spätestens zum Ende jenes Jahres vorgenommen wird, welches auf das Ende der Ruhephase folgt. Eine Nachzahlung ist für bis zu zehn Jahre möglich.

Weg mit den Barrieren

Kampagnenmotiv von "Weg mit den Barrieren!" - Ein Männchen mit Rollator scheitert an einer unüberwindbaren Treppe


Mit der bundesweiten VdK-Kampagne „Weg mit den Barrieren!“ richtet sich der VdK an die politisch Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen. Herzstück der Kampagne ist die „Landkarte der Barrieren“. Mitmachen ist einfach: Wer eine Barriere entdeckt, trägt sie auf www.weg-mit-den-barrieren.de ein.

VdK-TV: Inklusion ist kinderleicht - Unterricht mit der VdK-Schulberaterin (UT)

Wie geht lesen, wenn man nichts sieht? Wie schiebt sich ein Rollstuhl? Die Kinder aus der zweiten Grundschulklasse in Eichenau bei München bekommen spielerisch einen Einblick in den Alltag behinderter Menschen. Möglich macht das die ehemalige Lehrerin Gertrud Weidinger. Sie ist eine von 59 ehrenamtlichen Schulbeauftragten des Sozialverbandes VdK Bayern in Sachen Inklusion.

VdK-Hotel "Haus Oberwinter"



Ihre Bankverbindung hat sich geändert? Bitte teilen Sie uns Ihre neue Bankverbindung über unser sicheres Online-Formular (SSL-verschlüsselt) mit. | weiter

Ihre Anschrift hat sich geändert? Ihre neue Adresse können Sie uns über dieses sichere Online-Formular (SSL-verschlüsselt) mitteilen! | weiter

© VdK

Die Geschäftstellen der Kreisverbände finden Sie in ganz Rheinland-Pfalz. Hier finden Sie unsere
Kreisverbände

© imago/blickwinkel

Die Schulungen der Vertrauensleute der Schwerbehinderten für 2020 finden Sie hier in Kürze.

© Michael Finkenzeller

Der Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz schult auch 2020 ehrenamtliche Richter. Die neuen Termine in Kürze.

© S. Hofschläger/pixelio.de

Wir möchten Sie sozialpolitisch auf dem Laufenden halten. Abonnieren Sie unseren VdK-Newsletter.

Symbolfoto: Zwei junge Frauen bei der Beratungsstelle einer Krankenkasse.
© AOK-Mediendienst

Der Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz bietet für seine Mitglieder Beratung in allen Angelegenheiten des Sozialrechts.

Datenschutzeinstellungen

Wir setzten auf unserer Website Cookies ein. Einige von ihnen sind notwendig, während andere uns helfen, unser Onlineangebot zu verbessern.

  • Notwendig
  • Externe Medien
Erweitert

Hier finden Sie eine Übersicht über alle verwendeten Cookies in externen Medien. Sie können Ihre Zustimmung für bestimmte Cookies auswählen.