Was ist eigentlich betriebliche Altersvorsorge?

Arbeitgeber- und arbeitnehmerfinanzierte Altersversorgung unterscheidet sich auf den ersten Blick natürlich hauptsächlich dadurch, dass die finanziellen Aufwendungen unterschiedlich verteilt sind. Die Art der Finanzierung hat vor allem direkte Folgen für die Unverfallbarkeit der Ansprüche.


Was dies bedeutet, wird unter Arbeitgeberwechsel – und dann? noch genauer dargestellt. Die Differenzierung ist im Übrigen nicht in allen Fällen eindeutig möglich. So kommt es immer wieder zu Streitigkeiten in Fällen, in denen einen gewisse Vermischung vorliegt. Typisches Beispiel ist die Aufstockung der Entgeltumwandlung durch den Arbeitgeber oder die direkte Umwandlung einer Gehaltserhöhung in Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung.


Arbeitgeberfinanzierte Altersversorgung

Die Direktzusage ist die arbeitgeberfinanzierte Altersversorgung schlechthin. Hierbei zahlt das Unternehmen seinen leistungsberechtigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Renten im Umlageverfahren aus dem aktuellen Unternehmenskapital. Diese einseitige Finanzierung wird allerdings immer seltener.

Arbeitnehmerfinanzierte Altersversorgung

Während die rein arbeitgeberfinanzierte Altersversorgung inzwischen also eher den Exoten unter den Alterssicherungen darstellt, erlebt die sogenannte Entgeltumwandlung inzwischen einen rasanten Aufschwung. Dies liegt vor allem daran, dass dies die einzige Form der betrieblichen Altersvorsorge ist, auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen rechtlichen Anspruch haben. Eine Ausnahme können hier Arbeitsverhältnisse darstellen, auf die ein Tarifvertrag Anwendung findet, hier muss die Entgeltumwandlung explizit tarifvertraglich vorgesehen oder erlaubt sein.

Prinzipiell erstreckt sich der Anspruch nur auf das Angebot, die Einzelheiten der Ausgestaltung obliegen dem Arbeitgeber. Sprich er entscheidet über den Durchführungsweg und die Höhe etwaiger Zuschüsse. Ein Recht auf Ablehnung durch den Arbeitgeber besteht allerdings bei sehr kleinen und bei wechselnden Entgeltumwandlungsbeträgen.

Bei der Entgeltumwandlung wird durch die Arbeitnehmerin oder den Arbeitgeber Teile des Bruttogehalts in einen Vertrag der betrieblichen Altersvorsorge gezahlt. Am häufigsten wird hier der Weg der Direktversicherung gewählt, mehr dazu finden Sie unter Die Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge.

Bei allen Durchführungswegen kann die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer verlangen, dass die Voraussetzungen für die Riester-Förderung erfüllt werden. Dies hat zur Folge, dass die Einzahlungen nicht mehr aus dem Brutto-, sondern aus dem Nettogehalt getätigt werden und die Befreiung von der Steuer- und Sozialversicherungspflicht nicht greift. Stattdessen können die Einzahlungen als Sonderausgabe in der Einkommenssteuer geltend gemacht werden, so dass die gezahlte Einkommenssteuer rückerstattet werden kann.

Die Sozialversicherungsbeiträge werden nicht rückerstattet, dafür wirkt sich das höhere zugrunde gelegte Bruttoeinkommen regelaltersrentensteigernd aus, da von einem höheren Brutto Sozialversicherungsbeiträge gezahlt werden als bei Vorabzug der Zahlungen zur betrieblichen Altersvorsorge.

Eine Neuerung ist seit 2018 das sogenannte Sozialpartnermodell, welches den Arbeitgeber dazu verpflichtet, mindestens 15 Prozent des Sparbeitrags zuzuschießen – sofern er sich mit den Gewerkschaften darauf verständigt hat, dies also tariflich vereinbart wird. Ab 2019 erlangt dies allgemeine Gültigkeit für neue Verträge, ab 2022 dann auch für vor 2019 abgeschlossene.

Schlagworte Altersversorung | Arbeitgeber | Arbeitnehmer

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