22. August 2017

Landesfrauenkonferenz verabschiedet Resolution

Einmal im Jahr treffen sie sich, um über gesellschaftlich-politische Themen zu diskutieren: Die Frauenvertreterinnen der VdK-Kreisverbände. Diesmal ging es um Hospiz- und Palliativversorgung sowie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung.

VdK-Landesfrauenvertreterin Christa Schulz verliest die Resolution. | © VdK Rheinland-Pfalz

Am ersten Tag ging es um die Hospiz- und Palliativversorgung, also um die Betreuung sterbenskranker Menschen. VdK-Expertin Nadine Gray berichtete über die Entstehungsgeschichte und aktuelle Lage in Rheinland-Pfalz. „Trotz zahlreicher Verbesserungen seit 2016 gibt es keine lückenlose Versorgung“, kritisierte sie. „Besonders problematisch ist es in ländlichen und strukturschwachen Regionen.“ Im Bundesdurchschnitt gebe es für Erwachsene 27 Betten pro eine Million Einwohner, in Rheinland-Pfalz dagegen nur 19. Zudem existiere lediglich ein einziges Hospiz für Kinder und Jugendliche.

Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung gefordert

Um sich einen persönlichen Einblick zu verschaffen, besuchten die 36 VdK-Frauenvertreterinnen am nächsten Tag das Hospiz Eliaz. „Wenn man das gesehen hat, das geht einem schon nah“, sagte die Mayener Kreisverbandsvorsitzende Marlies Hoffmann. „Was Sterbebegleitung wirklich bedeutet, kann man nur verstehen, wenn man es ein Stück weit erfahrbar macht“, erklärte Landesfrauenvertreterin Christa Schulz, die die dreitägige Konferenz organisiert hatte. In ihrer abschließenden Resolution (siehe Seitenfuß) forderten die VdK-Frauenvertreterinnen, dass die Hospiz- und Palliativversorgung deutlich ausgebaut werden müsse.

Vorsorge: Je früher, desto besser

Am dritten Tag referierte Sebastian Bäumler, Notar aus Ludwigshafen und selbst VdK-Mitglied, über Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung, Anhand realer Fälle und Gerichtsurteilen zeigte er, warum juristische und ärztliche Beratung wichtig ist – und wie man sich vor Fehlern schützt. „Vorsorge ist wichtig“, so sein abschließendes Fazit: „Je früher, desto besser.“

Landesfrauenkonferenz 2017

Impressionen von der Landesfrauenkonferenz 2017 des Sozialverbands VdK Rheinland-Pfalz

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  • Auf der Konferenz ging es um Hospiz- und Palliativversorgung.
    Teilnehmerinnen der Landesfrauenkonferenz
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  • Sebastian Bäumler referierte zu „Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung“.
    Referent Sebastian Bäumler im Tagungsraum vor den Zuhörerinnen
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  • Der Notar warb für individuelle Beratung – auch wenn er die VdK-Broschüre lobte.
    Sebastian Bäumler hält die VdK-Broschüre zum Thema Vorsorge hoch.
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  • Die VdK-Frauenvertreterinnen beim Abschlussfoto.
    Gruppenfoto der Frauenvertreterinnen
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Schlagworte Landesfrauenkonferenz | Palliativversorgung | Patientenverfügung | Hospiz | Vorsorgevollmacht | Betreuungsverfügung

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