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Weihnachtsfeier 2010

Mitmenschlichkeit wird in Zukunft immer wichtiger

Vdk-Verband feierte besinnliche Adventsfeier

Weihnachtlich besinnliche, aber auch nachdenkliche Beiträge prägten die Adventsfeier des Vdk Ortsverbandes Zellertal im Gasthof Wieser in Thalersdorf. Kreisgeschäftsführer Helmut Plenk prangerte einmal mehr die Missstände im sozialen Gefüge in unserem Staat an.

Ortsvorsitzender Georg Preiß freute sich über ein volles Haus, sprich Gaststube, dass der Einladung zur Adventsfeier viele Mitglieder mit ihren Partnern gefolgt seien. Dies unterstreiche das Zusammengehörigkeitsgefühl des Verbandes wieder. Der Einladung folgten auch die beiden Ortsgeistlichen Pfarrer Josef Gallmeier und Pater Mirko Gregov, die Bürgermeister Hermann Brandl und Hans Weininger und der stellvertretende Kreisvorsitzende und ehemalige Arnbrucker Ortsvorsitzende Hans Obermeier. Er überbrachte die Grüße des Kreisverbandes und bedankte sich für die gute Aufbauarbeit der Ortsvereine, denn ohne die kann es auch keinen starken Kreisverband geben. Und mit Helmut Plenk habe man einen guten Mann als Geschäftsführer.

Pfarrer Josef Gallmeier legte in seinen Grußworten den Finger in die Wunden der Gesellschaft und sprach damit auch seinen Nachrednern aus der Seele. Als wichtige Einrichtung bezeichnete er den VdK, der sich als Sozialverband um die soziale Gerechtigkeit im Lande annimmt. Viel gibt es zu regeln und er ermutigte alle, sich weiterhin so einzusetzen. Die Hilfe des Staates in der Bankenkrise und aktuell die Schieflage der Staaten, die durch Misswirtschaft große Schulden angehäuft haben, sollen durch Steuergelder abgesichert werden. Dies empfindet der Bürger nicht zu Unrecht als Ungerechtigkeit. Pfarrer Gallmeier ermutigt den Sozialverband, weiterhin für die soziale Gerechtigkeit zu kämpfen.

Die Bürgermeister Brandl und Weininger betonten die Wichtigkeit des VdK, der Zulauf bestätige dies. Probleme für die Menschen gebe es zu Hauf, die Hilfe benötigen. Viele Mitglieder bedeuten auch einen starken Verband, der von unten nach oben Druck machen könne. Der örtliche Vdk-Verband sei auch ins Ortgeschehen mit eingebunden und bereichere das Dorfleben. Dafür bedanken sich die Bürgermeister.

Kreisgeschäftsführer Helmut Plenk bedankte sich bei der jetzigen, aber auch der vorherigen Vorstandschaft, die den Verband in der Tradition des Sozialverbandes aufgebaut haben, besonders bei Helmut Nebel und Dora Huber. Bei derzeitigen 578 Mitgliedern werde man die 600er Marke bald erreichen. Das sei sehr schön, aber warum, fragte Plenk und gibt sich selber die Antwort: "Viele Probleme und Widrigkeiten in den sozialen Belangen erfordern eine qualifizierte Hilfestellung. Aber wenn auch der Sozialverband in die langwierigen Beratungen, z. B. um die Harz IV Erhöhung eingebunden war, kamen letztendlich nur fünf Euro mehr heraus. "Das", so Plenk", sei frustrierend".

Bei der Diskussion um Mindestrenten gehen Politiker von Zahlen aus, die kaum nachvollziehbar seien. Für die Berechnung muss die Bevölkerungsstruktur berücksichtigt werden. So ist die Nettorente im Landkreis Regen bei den männlichen Beziehern bei 685,42 Euro und den weiblichen bei 328,20 Euro, was in einer Politikerrunde, bei der Plenk mitdiskutierte, Erstaunen hervorrief. "Ist da ein würdevolles Leben überhaupt noch möglich?"

Man müsse sich auch der Rente mit 67 stellen. Bezog ein Rentner 1960 durchschnittlich neun Jahre Rente, so sind es heute 19 Jahre. Bedrohlich ist für viele heute schon die Lage, dies macht eine Zahl deutlich: 1 Million Mitbürger sind in Deutschland auf die Unterstützung durch die "Tafeln" angewiesen, wobei die Dunkelziffer wesentlich höher ist. "Menschlichkeit", so Plenk, "wird in Zukunft immer wichtiger. Der Staat wird nicht mehr alles leisten können. Dazu müssen Jung und Alt zusammenhelfen, denn nur gemeinsam sind wir stark". Mit diesem Appell schloss er seine Ausführungen, anschließend folgten noch einige nachdenkliche Verse.

Helmut Plenk und Ortsvorsitzender Georg Preiß konnten 17 Mitglieder für zehn Jahre und zwei Mitglieder für 20 Jahre Verbandszugehörigkeit ehren.

Eine Besondere Ehre war für den langjährigen Vorsitzenden Helmut Nebel vorgesehen. Er wurde für seine Verdienste zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Von November 1993 bis März 2010 stand Helmut Nebel an der Spitze des VdK-Verbandes Arnbruck. In diese Zeit fiel die Zusammenlegung mit Drachselsried, im März 1995 zum Verband Zellertal. Ab diesem Zeitpunkt führten Nebel und Dora Huber den Verband und bauten ihn von damals 160 Mitgliedern auf 538 Mitgliedern (Stand März 2010) aus. Plenk bedankte sich bei Nebel für die jahrelange fruchtbringende Zusammenarbeit. Er habe immer das Wohl der Mitglieder und die Hilfe für sie im Auge gehabt. Nebel gab den Dank an seine langjährige Stellvertreterin Dora Huber und die damalig Vorstandschaft zurück, denn ohne deren Unterstützung wäre so eine Arbeit nicht möglich gewesen.

In gemütlicher Runde verbrachten die Mitglieder gut bewirtet im Gasthaus Wieser in Thalersdorf noch einige Stunden. Dazu beigetragen haben Brigitte und Sepp Müller und Maria Mühlbauer mit weihnachtlichen und lustigen Geschichten.

Ehrenvorsitzender

Ehrenvorsitzender Helmut Nebel, KGF Plenk Helmut und Ortsvorsitzender Preiss Georg

Geehrte

Bild: Ein Teil der Geehrten Mitglieder und die Vorstandschaft des VdK Zellertal. (1. Reihe v. l.) Karl Danzer, Boris und Annegret Eilenberg, Helmut Nebel, Franz-Xaver Schwarz, Paul Muhr, Alois Sperl und Vors. Georg Preiß. (2. Reihe v. l.) Werner Gold, Stellvertretender KrV Hans Obermeier, die Bürgermeister Hans Weininger und Hermann Brandl, Pater Mirko Gregov, KrGeschF. Helmut Plenk, Sepp Müller und Pfarrer Josef Gallmeier.

Bericht und Fotos: Reith Edi

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