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Görlitz – Breslau – Riesengebirge
vom 13. - 17.05.2019 – 5 Tagesreise des Sozialverbandes VdK Ortsverein Wolfschlugen-Groetzingen


Montag 13. Mai starteten wir unsere jährliche Mehrtagesreise mit Ziel Görlitz – Riesengebirge – Breslau. Auf`s Wetter haben wir nun mal keinen Einfluss, bleibt also nur das Hoffen.
Der 4-Sterne Bus mit seinem Fahrer Josef sammelte uns bei frischen Temperaturen ein. Zustiege in Grötzingen um 6:45 Uhr ; in Hard ; 3x in Wolfschlugen um 7 Uhr. Mit 29 gut gelaunten VdK Mitgliedern und Gästen war der Reisebus ordentlich gefüllt, jedoch nicht zu voll, so dass man es sich bequem machen und eventuell umsetzen konnte.
Unser Fahrer Josef stellte sich und den Bus und einen groben Reise-Tagesverlauf vor.

Görlitz-Karte+Wappen

© VdK

Über die A8 Ulm –Nürnberg – Chemnitz – Dresden – Görlitz.
Von 29 Mitreisenden an Bord waren 20 Gäste, die von mir im Namen des VdK OV begrüßt wurden. Danach verteilte ich unsere VdK Button, die sich immer sehr bewährt hatten. Den Heilbronner Verkehr umging Josef durch die Fahrroute (Ulm A7). Da er seine Fahrer-Pausen einhalten muss, legten wir im Nürnberger Raum eine ca. 45 Minuten Pause ein. Die Anreise mit ca. 660 km ist zwar recht ordentlich, aber trotzdem haben wir keine zu große Eile.
Eine gute Leberkäs-Vesper ist an unseren Reisen schon fast Tradition geworden. Unsere VdK-OV Kassiererin stand dafür bereits um 3 Uhr in der Frühe in der Küche. Auch Piccoli organisierte sie, Kaffeemaschine und div. Getränke hatte Josef an Bord.

Wieder unterwegs, das Wetter bewölkt, teils sonnig, unsere Laune war bestens. Stau gab es auch, aber – Gott sei Dank in der Gegenrichtung. Der Verkehr war zwar dick, aber wir rollten gut voran. Ein Stopp in Mödlareuth um das Grenzmuseum direkt an der ehemaliger Deutsch / Deutschen Grenze. Stücke der Original-Grenzbefestigung waren zu sehen, vorher ein Film über die damalige Situation.
Im Nördlichen Vogtland ein nächster Halt, der sich auch unbedingt gelohnt hat: Die GÖLTSCHTALBRÜCKE ist die größte Ziegelbogenbrücke der Welt, bestehend aus
26 Millionen Ziegelsteinen und im Jahr 1851 fertiggestellt. Nach diesem Erlebnis streiften wir Chemnitz, Dresden, Bauzen – Josef versorgte uns immer wieder mit interessanten Infos aus Geschichte – Wirtschaft – Politik dieser Gegenden. Ca.17:00 Uhr erreichten wir unser Tagesziel: Görlitz.

Görlittz-01

© VdK

Nach 10 Stunden Anreise freuten wir uns alle auf das 4-Sterne PARK-HOTEL direkt an der Neiße gelegen. Von Josef bekamen wir unser Gepäck, vom Hotelpersonal einen Begrüßungs-Trunk und unsere Zimmerschlüssel bzw. Chip. Jeder unserer Gruppe verschwand recht bald um eine Dusche zu genießen. In einem großen Raum waren 4 große runde Tische für uns gedeckt, an denen wir unser Abendbrot genossen. Von verschie-denen Gerichten am Buffet bedienten wir uns selber – was und wieviel wir wollten. Bei servierten Getränken und den heutigen Erlebnissen war gute Unterhaltung programmiert. Trotzdem verschwanden wir bald auf unseren Zimmern um die Betten zu „testen“.

Görlitz-Peterskirche

© VdK

Görlitz: Nach ausgie-bigem Frühstück, trafen wir Uwe, einen ein-heimischen Stadtführer, der uns seine Heimat zeigte und erklärte. Die Stadt an der Neiße hat eine 1000-jährige Geschichte, liegt in Sachsen und ist historisches Zentrum der niederschlesischen Oberlausitz. Im Zuge der europäischen Neuordnung 1945 wurde die Stadt geteilt (Oder-Neiße-Grenze) in Görlitz Deutschland -- ZgorzelecPolen. So kam es, dass Görlitz nicht mehr mitten in Deutschland, sondern heute die östlichste Stadt ist. Mit Uwe hatten wir ein gutes Los getroffen, da er viel über die Stadt, die Geschichte, Politik, Wirtschaft und soziale Gegebenheiten wusste und erklärte, uns aber nicht mit zuvielen Daten überschüttete. Bei kühlem aber trockenem Wetter durchstreiften wir die Straßen und Gassen. Im Krieg waren nur 37 Bauten zerstört. Die meisten, teils noch sichtbar verfallenen Hausschäden entstanden zu DDR Zeiten. Wir sahen sehr viele alte Gebäude mit restaurierten Fassaden. Schauten in alte Innenhöfe und bewunderten Baudenkmäler. In der Peterskirche erlebten wir ein Orgelkonzert. Damit wir beim Zuhören nicht froren, lagen Decken bereit. Nach der Vorstellung bildeten sich Grüppchen die sich in verschiedenen Lokalitäten mit warmen Kaffee und landestypischen Kuchen aufwärmten. Wieder bei Kräften, bummelten wir kreuz und quer durch Görlitz, jeder so wie er mochte. Probleme des Verlaufens gab es nicht, die Altstadt ist überschaubar und außerdem hatten wir uns mit kleinen Stadtplänen versorgt. Uwe erklärte uns nochmal den Fußweg zum Hotel. Einige von uns besuchten verschiedene Läden um zu gucken bzw. zu besorgen: typisches aus der Region, Mitbringsel für.... .
Andere besuchten das Schlesische Museum. Auf jeden Fall kamen alle auf ihre Kosten und erkundeten Görlitz auf individuelle eigene Weise. Gesprächsthemen beim Abendessen waren vorprogrammiert, gingen nicht aus.

Riesengebirge

© VdK

Am 3.Tag starteten wir nach dem Frühstück zu einer Reise in das Riesengebirge.
Josef, unser Busfahrer, stammt aus dieser Gegend und angeblich sei er Ur-Ur-Ur-Groß-enkel vom RÜBEZAHL. Also, einen speziellen Reiseführer brauchten wir hier nicht. Für die Fahrt durch Schlesien wählte er Landstraßen für seine Route.
So bekamen wir Einblicke in Natur, Gegend und Ortschaften. Weite Äcker, Felder; Ortschaften und Behausungen, allerdings teilweise recht verwahrlost. Zu den meisten Orten und Gegebenheiten hatte Josef Informationen bereit – mal lustig mal politisch - jedenfalls informativ und spaßig. Nun rollten wir am Fuße der Sudeten entlang in Richtung – Schneekoppe –.

Schneekoppe

© VdK

Er musste kleine Nebenstraßen wählen, auf der Hauptroute behinderte eine Unter-führung, für die der Bus zu hoch ist. Gewählte Strecke war aben-teuerlich zumal es nun anfing zu schneien. Den Gipfel mit 1600m erreichten wir so nicht. Wir verließen die Schneekoppe um nach Jagniakòw (Agnetendorf) zu kommen. Dort besichtigten wir bei einer Führung die Villa von Gerhard Hauptmann mit vielen Exponaten. Weiterfahrt nach Karpacz (ehe. Krummhübel) um eine bekannte Stabkirche zu erreichen. Unsere Gruppe entschied, dass es reiche sie vom Bus aus zusehen, um sich so den sehr steilen Fußweg zu sparen. Irgendwann meldete sich auch der Appetit, so steuerten wir die Gegend von Jelenia Gòraim (ehem. Hirschberg) an.
Hier im Gutshof des Schloss Lomnitz, wählte sich jeder etwas nach seinem Geschmack. Nebenbei gab es Möglichkeiten zu „stöbern“ und einzukaufen z.B. Waren aus Schlesischem Leinen, Bunzlauer Keramik usw.. Danach Rückfahrt durch verschiedenste Orte und Gegenden. Das Wetter hätte etwas wärmer, besser sein können, haben aber das Beste daraus gemacht. Wieder zurück in Görlitz hatten wir genügend Zeit uns zu erholen, um uns später wieder zu treffen beim gewohnten Abendbuffet, mit täglich anderem Thema und Speisenfolge.

Breslau

© VdK

16. Mai Breslau (Wroclaw)
steht heute auf dem Programm. Mal etwas eher gefrühstückt, saßen wir um ca. 8:00 Uhr im Bus, zu dem auch Reiseführer Uwe kam. Auf unserer Route wieder quer durch Niederschlesien, heute bei gutem Wetter, beindruckten große Flächen mit goldgelb blühendem Rapps.
In Jawor (Jauer), angekommen besuchten wir die Friedenskirche. Nach Beschlüssen des Westfälischen Friedens 1648 ist dortigen Protestanten erlaubt worden, eine Kirche zu errichten aber nicht aus Steinen oder Ziegel. 1655 war die Kirche nur aus Holz und Stroh erbaut in der 5.500 Menschen Platz hatten. Mit Recht gehört sie heute noch zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Schlesiens. Gut, dass wir heute recht früh gestartet waren, so hatten wir die Kirche für uns alleine. Für uns wurde eine Erklärung zur Kirche in Deutsch abgespielt. Josef bereitete uns schon vor, aber all dies zu erleben war sagenhaft. Später erreichten wir dann die Autobahn, auf der wir bis Breslau fuhren. Durch die Stadt windet, verzweigt sich die Oder in verschiedene Arme.
Auf der Dom-Insel wartete schon ein polnischer örtlicher Stadtführer auf uns. Uwe wäre uns lieber gewesen, aber er durfte nicht. !! Er hätte eine hohe Summe für eine Lizenz aufbringen und Polnisch sprechen müssen!! Wir gewannen einen Überblick der Stadt und ihrer Geschichte. Kaum zu glauben, dass 1944 Breslau zu 84 prozent zerstört war.
Jetzt erlebten wir restaurierte Häuser, Giebel, Kirchen, Denkmäler und Plätze. Überall an vielen Ecken, Straßen und Orten entdeckten wir ca. 30 cm große Zwerge (Krasnale) aus Bronze in verschiedensten Posen. Sie sollen an die Oppositionsbewegung der 1980ger erinnern. Damalige oppositionelle Menschen haben im Zwergen-Kostüm gegen das kommunistische Regime demonstriert. Es soll ca. 600 Zwerge in Breslau, auch in Dresden der Partnerstadt geben. Heute Touristenattraktion. Am Marktplatz trafen wir wieder auf Josef und Uwe. Hier sieht man am besten wie wichtig und reich Breslau war und noch ist. Viele Kneipen und Restaurants rund herum laden ein, für jeden Geschmack war was dabei. Die historische Gebäude und Fassaden regen die Phantasie an zum Schwärmen. Der Platz ist gepflastert ähnlich wie es früher war. Die gewaltige Kirche und bunten Häuser, ja der ganze Platz, es gibt hier auch keine modernen elektrische Lampen, keine Oberleitungen, bestimmt eine einzige große Kulisse für etliche Filme-Aufnahmen. Nach den vielen Eindrücken brauchten wir alle eine Stärkung. Gastronomie gab es wirklich genug. Josef empfahl uns einige Lokale bei denen wir mit Euro bezahlen konnten und auch das Wechselgeld in Euro war. In kleineren Gruppen geteilt fanden alle das richtige und hatten eine Menge Spaß dabei. Die vereinbarte Zeit und Treffpunkt am Marktplatz um 16:00 Uhr hielten alle ein. Wir waren zufrieden, das Wetter war gut und so machten wir uns gut gelaunt auf zur Autobahn nach Görlitz. Dort angekommen hatten wir genügend Zeit, wer wollte konnte sich ausruhen, an der Neiße spazieren gehen, oder, oder. Heute war unser letztes Abendbrot das wir auch ausführlich genossen. Zu spät ist`s aber auch nicht geworden, denn morgen war zeitiger Aufbruch angesagt. Koffer um 8:20 Uhr in den Bus einladen, denn uns erwarten wieder ca.680 km.

17. Mai Heimreise. Laut ausgeschriebenem 5-Tage Programm ist Dresden NICHT geplant, vorgesehen. Unser VdK OV Vorstand beriet sich mit Josef, kamen überein, dass ein Vorbeifahren an Dresden eigentlich gar nicht geht.

Dresden

© VdK

Also steuerte er Dresden an, machte eine kleine Stadtrundfahrt, ließ uns aussteigen bei dem schönsten Milchladen der Welt. Wir bewunderten die Täfelungen, Verzierungen im Laden. Kosteten und kauften auch was ein. Weiter ging die Fahrt, bis Josef den richtigen Parkplatz fand, an dem Gudrun seine „Freundin“ mit ihrem Verkaufswagen stand. Sie bot Brot Brötchen Kuchen und Eierschecken an. Josef kochte Kaffee und wir genossen beides. Gestärkt wieder weiter, setzte er uns an einer Bushaltestelle (Nähe Semperoper, Frauenkirche) ab, musste aber weiterfahren zum Parkplatz!! Treffpunkt wieder hier!! Einige kennen zwar schon Dresden aber die Frauenkirche war noch Ruine. Es ist schon ein imposantes Bauwerk. Leider konnten wir sie nicht von innen besichtigen –Gottesdienst-. Gleich in der Nähe die Semperoper und in Richtung Elbufer der Fürstenzug. Wie ein riesiger Wandteppich thront das größte Porzellanbild der Welt auf der Außenseite des Stallhofs.Leider ist die Zeit viel zu knapp um mehr von Dresden zu erkunden, aber der kurze Eindruck kann ja Ansporn sein zu einer eigenen Städtereise. Nach und nach trudelten wir alle ein an unserem Treffpunkt, an dem uns Josef wieder einlud. Die Reisgruppe unterhielt sich angeregt über die letzten Tage, eventuelle Reisen–Ausflüge. Auf Autobahnen hatten wir wieder Glück - keine großen Staus. Eine evtl. Zeitlich bedingt keine Abendeinkehrin der Heimat, aber dafür erlebten wir den Abzweig nach Dresden (für Gruppekostenfrei)
Es war wie so oft, wiedermal eine sehr schöne 5-Tagesreise mit unserem guten und lustigen Fahrer Josef -- einer nötigen Portion Glück – und vor allem einer tollen Reisegruppe.
Zu schade, dass einige nicht mitreisen konnten, haben aber an sie gedacht. (G-W.dM)

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  1. Görlitz-Karte+Wappen | © VdK
  2. Görlittz-01 | © VdK
  3. Görlitz-Peterskirche | © VdK
  4. Riesengebirge | © VdK
  5. Schneekoppe | © VdK
  6. Breslau | © VdK
  7. Dresden | © VdK

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