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04. - 07. Juni 2018 4-Tagesreise in den Harz
des Sozialverbandes VdK OV Wolfschlugen-Groetzingen


Anfang Juni, die Großwetterlage mit andauerndem Sonnenschein der letzten Zeit machten uns alle zuversichtlich.
So sammelte der 4-Sterne-Bus von -Franz Buck- um 6:45 Uhr, in Grötzingen, und um ca. 7°° Uhr mit Zustiegen in Wolfschlugen, die gut gelaunte VdK Mitglieder und Gäste auf. Mit 30 Personen war der Reisebus gut gefüllt, jedoch nicht zu voll, so dass man es sich bequem machen /evtl. umsetzen konnte. Besonderes Glück hatte die Gruppe, dass wieder Josef unser Buskapitän war. Da wir schon 2x mit ihm fuhren, Spaß hatten, fühlten sich die meisten gleich –wie zuhause- .
Nach der Begrüßung gab Josef einen groben Umriss der Strecke bevor wir die Autobahn erreichten. Heilbronn , Würzburg , Kassel , Göttingen , Goslar , Wernigerode. Die A8 bis Leonberger-Dreieck passierten wir besser als gedacht. Am Weinsberger-Kreuz Wechsel auf A81 Richtung Würzburg. Nachdem wir am Rastplatz Tauber-Tal stoppten (Füße vertreten – bewegen usw. usw.) wurde zum Vesper geladen.
Mitgebrachter warmer Leberkäse – saure Gurken – verschiedene Getränke – Kaffee – Sekt -. Ja wir ließen es uns gut gehen. Später ging es auf der A3, zum Dreieck Bibelried. Ab hier ging`s auf der A7 Richtung Norden. Zu der verschiedenen Gegenden, Städten, Bauwerken die wir teilweise zu sehen bekamen oder eben vorbei rollten, erfuhren wir immer wieder interessante Infos und Anmerkungen, mit lustigen Anekdoten gespickt. Es wechselten nicht nur die Bundesländer die Namen, sondern auch Landschaften ihre Formen. Gerade freuten wir uns, dass alles gut läuft, steckten wir auch schon im Stau. Ein Getränke LKW mit Hänger ist umgekippt. Solche Stopps zählen allerdings nicht zu den Busfahrer- Ruhezeiten, die alle 2 ½ Stunden eingelegt werden müssen. Noch vor dem Dreieck Salzgitter verließen wir die Autobahn auf der B 82 Richtung Goslar. Die meisten unserer Gruppe waren froh etwas mehr Abwechslung zu haben, als wir verschiedene Orte passierten. Die Dörfer und die Landschaften sehen wieder ganz anders aus als wir es gewohnt sind.
In der Kaiserstadt Goslar ca. halb- / viertel vor 16 Uhr parkte Josef auf einem Busparkplatz direkt vor der Kaiserpfalz. Wir vereinbarten einen festen Zeitpunkt an dem wir alle wieder hier eintreffen sollten. Diese Regelung hat sich immer wieder bewährt auf unseren letzten Reisen, vor allem wenn die Innenstadt gut zu Fuß erreichbar ist. An den vielen alten schön verzierten Häusern konnte man den einstigen Wohlstand der Stadt erkennen. In dieser Gegend bestachen besonders die typischen Fachwerkbauten.

Fachwerkh.

© GdM

Überall Spezialitäten und Besonderheiten aus dem Harz. Auf den Straßen – Plätzen spielte sich das Leben ab. Rathaus, Kirchen, Gaststätten, Kaffes -alles war zu bewundern, vor allem auch weil das Wetter mitspielte. Die einen schwärmten weiter aus, andere suchten sich ein gemütliches Plätzchen. Pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt versammelte sich die Gruppe wieder beim Bus. Nur ca. 36 km mussten wir weiter fahren zu unserem 4**** Hotel nach Wernigerode.


Gruppe

© GdM

Im -Wernigeröder Kultur-Kongresshotel- (WKK) bezogen alle Mitreisenden ihre Zimmer, machten sich frisch um sich gegen 19 Uhr beim Abendessen wieder zu treffen. Vom sehr reichhaltigen Buffet konnte jeder ausgiebig essen was, und so viel er wollte. Ja, was machen mit dem angebrochenen Abend? Die einen vertraten sich noch die Beine in nächster Umgebung, andere genossen es sich zu unterhalten bei Wein oder Anderem. Die nächsten suchten ihr Zimmer nach anstrengender Busfahrt. Frühstück gibt es ab 6:30Uhr, um10 Uhr beginnt unsere Stadtführung. Ein gutgelaunter Stadtführer empfing uns im Foyer des Hotels. Er war in Wernigerode geboren, aufgewachsen und konnte dadurch sehr authentisch berichten, erklären. Zu vielen Fachwerkhäusern erhielten wir jede Menge interessante Infos, wie man baute, mit welchem Material und warum. Dass früher das Füllmaterial zwischen dem Fachwerk, der ärmeren Häuser, aus einem Gemisch aus Reisig – Lehm und Kuhmist bestand. –hielt im Winter zwar warm, im Sommer sehr gewöhnungsbedürftig-. Speziell an der Stadtmauer baute man die Häuser Wand an Wand (wie heutige Reihenhäuser). Nach einem großen Brand änderte man damals die Vorschriften dahin, dass-Brandmauern- errichtet werden mussten. In der ganzen historischen Altstadt sieht man keine verlegten Kabel moderner Straßen-beleuchtung. Durch sein besonderes Flair dient Wernigerode oft als Kulisse für Filmaufnahmen, was uns nicht verwunderte. Das Schloss über Wernigerode gründet auf einer Burg aus dem 12 Jahrhundert. Um 1867 gehörte es Otto zu Stollberg-Wernigerode und ist seit 1930 der Öffentlichkeit zugänglich. Wir erfuhren aber auch Einiges über die jüngere Geschichte der DDR-Zeit mit ihrer Mangelwirtschaft. Obwohl die Wernigeröder Einwohner noch Glück hatten, da sie in einer –Vorzeigestadt- lebten, sind Spuren noch heute erkennbar. Unsere Gruppe versammelte sich am Hauptbahnhof um mit der Harzer Schmalspur Bahn –HSB- auf den Brocken zu fahren. Die Dampflokomotive zog 5 Wagons auf den, mit 1142m, höchsten Berg des Harzes. Für uns war ein eigener Wagon reserviert. Die Lock schnaufte durch dichten Tannenwald zu verschiedenen Stationen. In höherer Lage sahen wir jede Menge umgestürzte Bäume, da Fichten Flachwurzler sind und den Windstärken eines Orkanes nicht immer standhalten können. Schlimm auch die vielen toten Bäume, die vom Borkenkäfer befallen sind. Die Käfer gab es schon immer – die Monokultur im Wald aber nicht. An der Endstation angekommen erwartete uns eine kahle Kuppe mit grandiosem Blick. Hier oben hatte die russische Besatzungsarmee eine Sendestation um den Westen zu überblicken. 20 km rings um den Brocken war Sperrzone. Jetzt gibt es hier oben Erfrischungen, Essen und Souvenir. Obwohl der Brocken 1142 m hoch ist, gibt es hier eine Vegetation die einer Höhe über 2000 m entspricht. Dies konnte man hier oben im Brockengarten bewundern. Etwas später als sonst trafen wir uns beim Abendessen. Da wir uns natürlich viel zu erzählen hatten, es warm war, kam das eine oder andere -Hasseröder- gerade recht, es wird hier in Hasserode-Wernigerode gebraut.


An unserem 3.Tag frühstückten alle etwas flotter, da wir um ca. 9:30 Uhr mit dem Bus noch einen Schlenker Richtung Brocken machten. Josef steuerte uns souverän über kurvige Straßen durch die waldige u. felsige Landschaft. Nahe der Rapp-Bode-Talsperre sahen wir eine Attraktion: die -weltlängste Hängeseilbrücke für Fußgänger- mit einer Länge 483 m; Breite 1,20 m; Gewicht 118 T. Fertigstellung in nur 10 Monaten Bauzeit im Mai 2017. Nahe des Brocken erreichten wir den kleinen Ort Schierke in dem es bis 1952 den findigen Apotheker Drube gab. Gegen einige Krankheiten, mixte er aus heimischen Kräutern seine Medizin. Um sie besser konservieren zu können gab er Alkohol dazu, der Trick half und schmeckte auch noch. Mit der Zeit verbesserte er Geschmack und Alkoholgehalt und erfand somit einen begehrten Halbbitter Kräuterlikör: den -Schierker Feuerstein-. Ganz klar, dass sich viele von uns mit dieser Medizin versorgten. Aber das hier war nur ein Schlenker zu unserem eigentlichen Tagesziel Quedlinburg. Mit der Schlosskirche und den über 1000 Fachwerkhäusern seit 1994 UNESCO Weltkulturerbe. Wieder vereinbarten wir einen angemessenen Termin, an dem wir uns wieder am Busparkplatz treffen. Jeder mit Stadtplan ausgerüstet konnte die Stadt an der Bode auf gewünschte Art erkunden. Für einen erklärenden Stadtrundgang begleitete uns gestriger Stadtführer aus Wernigerode. Einige, bevorzugten eine für sie bequemere Besichtigung mit der –Bimmelbahn-. Wernigerode mit vielem Fachwerk war ja schon ein Highlight, aber dies hier erscheint fast noch enormer. Seit 994 besitzt Quedlinburg das Stadtrecht. Schon in früher Zeit hat man hier Bodenschätze wie Metallerze gefunden und gefördert. Den Wohlstand kann man heute noch an den vielen reich verzierten Häusern erkennen. Vieles was zu betrachten wäre kann man nur streifen, wir wollen und können ja nur einen Eindruck mitnehmen von der Altstadt ; dem Schloss ; Rathaus – Rathausplatz ; verschiedene Kirchen ; der Harzeisenbahnen ; Fachwerkmuseum und und und. Überall in der Altstadt standen Polizisten eisatzbereit, besonders am Rathausplatz.
BILD 3

GdM

© GdM

Eisatzfahrzeuge aus BW, dem Ländle, gaben Amtshilfe wegen der Innenministerkonferenz in Quedlinburg die gerade stattfindet. Nur durch Straßen, Gassen zu schlendern bei Sonnenschein macht natürlich durstig und hungrig. Es bildeten sich kleine Grüppchen um -einzufallen- entweder in Gaststätte; Kaffee; Biergarten oder was auch immer. Quedlinburg ist gut überschaubar und einen Stadtplan hat auch jeder- so trafen wir uns dann am Busparkplatz alle pünktlich wieder ein. Gut gelaunt im Bus ging`s durch die Gegend bis wir bei Thale auf einem Hochplateau den Hexentanzplatz erreichen. Hoch über dem Bodetal standen hier einst Reste einer alten Fliehburg 450 v.Chr. Später wurde der mystische Ort zu einer altsächsischen Kultstätte. Nicht nur in der Walpurgisnacht tanzen hier Hexen. Neben einem großen Parkplatz, siedelten sich natürlich Restaurant und Souvenirläden an, doch das Beste war der großartige Blick in das Bodetal mit steilen Felshängen. Kaum zu glauben, dass wir hier im nördlichsten Mittelgebirge Deutschlands sind. Auf unseren Fahrten durch den Harz bewunderten wir die roten Mohn- und blauen Kornblumen in mitten der Getreidefelder. Wieder zurück in Wernigerode, erfrischten wir uns auf den Zimmern, um nach dem Abendessen wieder fit zu sein. Um 21Uhr begann an dem Marktplatzbrunnen eine Nachtwächterführung durch Wernigerode.


Am letzten Tag, gleich nach dem Frühstück brachten wir unser Gepäck zum Bus. Unter der Regie von Josef wurde systematisch eingeladen. Gestern besprachen Josef und VdK Vorstand eine kleine Änderung unserer ursprünglichen Route: wir bauten kleinen Umweg ein um Luthertstadt - Eisleben zu besuchen. Hier ist der Reformator geboren, hat hier gewirkt, und ist hier gestorben. Selbstverständlich drehte sich alles um Luther; sein Denkmal die Luthergedenkstätte ist seit 1996 UNESCO – Welterbe. Zu Wernigerode oder Quedlinburg mit vielem Fachwerk steht Eisleben in starkem Kontrast. Nach kurzem Aufenthalt, kleiner Bummel durch Kirche und Stadt rollten wir zu unserem letzten Ziel.
Der Ort Sangershausen der im Südharz – Thüringen liegt interessierte uns nicht aber sehr wohl das Europa – Rosarium dort. Es ist die weltgrößte Rosensammlung mit mehr als 8600 verschiedenen Rosensorten- Arten. Auf dem riesigen Freigelände blühte es über und über in allen Farben und Formen. Richtig beschreiben kann man diese Vielfalt und Gestaltung der Anlage gar nicht - es geht einfach nicht -. Auch, wenn sich jemand nicht viel aus Blumen machte – hier konnte man nur noch staunen. Ja und dann hatten wir noch das große Glück mit dem Sonnenschein. Jeder sieht beurteilt es zwar etwas anders, aber ich bin überzeugt dies ist ein krönender Abschluss unserer 4 Tagesfahrt in den Harz des VdK OV Wolfschlugen-Grötzingen.
Auf der nun endgültigen Heimreise durch Thüringen verabschiedete sich eine Mitreisende in Erfurt. Auf der Rennsteigautobahn durch Deutschlands längsten Tunnel mit 8 Km fuhren wir Richtung Bayern. Wie bei der Anreise immer wieder Pausen. Als Josef unser lustiger Kapitän auf einem Parkplatz anhielt, wurde Kaffee getrunken und der Kuchen gegessen- den 3 Mitreisende spendierten –Danke-. Der Verkehr war nicht zu dicht es lief wunderbar, die Gegend wurde uns immer vertrauter. Und dann fing es nicht an zu regnen, sondern zu gießen.
Das Autodach war dicht –keiner ist nass geworden bis man doch aussteigen musste um nach Hause zu gehen. Es war eine wunderschöne Tour in die Mitte Deutschlands, auch schön wieder gut zu Hause angekommen zu sein (wenn auch nass). Und es stimmt immer wieder: Nach der Reise ist vor der Reise.
Das allerbeste der Tour allerdings, war die Stimmung und Zusammenhalt der gesamten Gruppe
Mal sehen wohin es uns im nächsten Jahr treibt (G-W.dM)

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