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07.-11.09. 2016 -- 5 Tage Mecklenburg - Vorpommern
des Sozialverbandes VdK OV Wolfschlugen-Groetzingen


Röbel

© GWdM

Schwerin

© GWdM

Wismar

© GWdM

Plau a. See

© GWdM

Bericht des VdK OV Wolfschlugen-Groetzingen
5 Tagesreise nach Mecklenburg - Vorpommern am 07.-11.09. 2016

Es ist zwar schon September, aber die Großwetterlage mit andauerndem Sonnenschein der letzten Zeit machten uns alle zuversichtlich. So sammelte Jürgen Melchinger mit seinem 4* Bus um 5:30 Uhr in Neckar-Tailfingen, um 5:45 Uhr in Grötzingen, und um ca. 6°° Uhr Zustiegen in Wolfschlugen, gut gelaunte VdK Mitglieder und Gäste auf. Mit 34 Personen war der Reisebus gut gefüllt, jedoch nicht zu voll, so dass man es sich bequem machen /evtl. umsetzen konnte.
Jürgen gab einen groben Umriss der Strecke nachdem wir die Autobahn in Neuhausen erreichten. Heilbronn , Nürnberg , Hof , Leipzig , Potsdam , Plau am See. Die A8 bis Leonberger-Dreieck passierten wir besser als befürchtet. Am Weinsberger Kreutz Wechsel auf A6 bis zum Nürnberger Kreuz. Ab hier ging`s auf der A9 Richtung Norden. Zu der verschiedenen Gegenden, Städten, Bauwerken die wir teilweise zu sehen bekamen, oder eben vorbei rollten erfuhren wir immer wieder interessante Infos und Anmerkungen. Bei Leipzig steuerten wir einen Rastplatz an, es war Mittagszeit und Gelegenheit für unsere Vesper. Nach Bayern, Thüringen, Sachsen, erreichten wir Brandenburg und Mecklenburg Vorpommern. Die Landschaften wurden weiter und monotoner, doch ab der Autobahn Ausfahrt Röbel/Müritz verlief unsere Fahrt auf der B198 u. B103 über Land.
Die meisten unserer Gruppe waren froh etwas mehr Abwechslung zu haben, als wir verschiedene Orte passierten.. Die Dörfer und die Landschaften sind viel weitläufiger als wir es gewohnt sind .Vorbei an verschiedenen Seen gelangten wir an den Plauer-See. Als Jürgen verkündete, dass wir es gleich geschafft haben, bog er auch schon in die Seestraße, die Zielgerade ab. Um ca. 17:15 Uhr erreichte die Reisgruppe ihr Ziel das Strandhotel Plau am See-. Seit Neckar Tailfingen war der Bus 12 Stunden unterwegs ca. 840 Km. Hatten wir zwischendrin zwar alle 2 ½ Stunden Pause, da Vorschrift u. Füße vertreten – usw. usw., waren doch alle von uns glücklich, nach Zimmereinteilung, um 18:30 Uhr beim gemeinsamen Abendessen zu sein. Danach bildeten sich verschiedene Grüppchen um sich die Beine zu vertreten und evtl. in den Ort Plau zu laufen. In etwa 20 bis 30 Min. fanden wir die richtige Lokalität um unsere Ankunft zu begießen. Wer wollte konnte aber auch im hoteleigenen Schwimmbad seine Runden drehen. Morgenfrüh erst um 9°° Uhr Abfahrt zur Landeshauptstadt Schwerin.
Nach Ausschlafen und reichlichem, Frühstück saßen wir um 9°°Uhr abfahrtbereit im Bus. Nochmal „ein Blick nach links , ein Blick nach rechts“ ob alle da sind und schon rollten wir Richtung Schwerin. Auf den ca. 70 km kamen wir durch mehrere Orte wie z.B. Lübz , Parchim , Crivitz. Vorbei am Pinnower See erblickten wir den Schweriner See. An einem BusParkplatz in Schwerin stieg eine Reiseleiterin zu, um bei einer Rundfahrt Stadt und Gegend zu erklären. Unserer Rundtour, die mit sehr interessanten Informationen und Erklärungen gespickt war, endete direkt vor dem Schweriner Schloss. Hier holte uns später unser Bus auch wieder ab. Jetzt kam noch eine 2. Reiseleiterin hinzu um mit uns die Stadt zu Fuß zu erkunden. Die Reisegesellschaft teilte sich auf in 2 Gruppen. Tolle Bauten, alte Bauwerke, viel Fachwerk Häuser, Denkmale und und und erlebten wir bei schönstem Sonnenschein. Schwerin hatte das unbeschreibliche Glück gehabt, nicht zerstört worden zu sein im letzten Krieg. So konnten wir die alten Original Bauten u. Fassaden bewundern. Wir erfuhren auch hier einiges zur Geschichte: ca.700 n. Chr. wanderten die Slawen in dieses Gebiet.Zverin- aus dem Slawischen übersetzt: Wildgehege. Um 925 wurde von einer Burg in einem Süßwassersee berichtet die jedoch im Jahr 1160 niedergebrannt wurde. Der Sachsenherzog Heinrich der Löwe ließ sie nach seinem Sieg im gleichen Jahr wieder aufbauen. So wird das Jahr 1160 als Deutsches Gründungsjahr Schwerins angesehen. 1988, noch DDR Zeit, gab es 130000 Einwohner in Schwerin. Heute ist Schwerin mit 92000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern
Natürlich hatten wir auch Zeit um uns zu versorgen mit Kaffee, irgendwo etwas zu Essen, oder erfrischen. Ja, bei sonnigem Wetter, schöner Stadt, wären wir gern länger geblieben in Schwerin - einfach nur bummeln. Aber uns erwartete ja noch ein absolutes Highlight –das Schweriner Schloß welches uns auch von unseren beiden Reiseleiterinnen gezeigt wurde. Bild eingeg.
Das Schweriner Schloss liegt auf der Schlossinsel im Stadtzentrum von Schwerin. Eingebettet in die wunderschöne Schweriner Seenlandschaft gleicht das Schweriner Schloss einem Märchenschloss. Neuschwanstein des Nordens. Es ist das einzigartige Wahrzeichen der Landeshauptstadt. Einst Sitz der mecklenburgischen Herzöge beherbergt es heute den Landtag Mecklenburg-Vorpommerns und das beeindruckende Schlossmuseum. Hier bewunderten wir die Wohnung und die Repräsentationsräume der Großherzöge, den prunkvoll gestalteten Thronsaal und vieles Interessante mehr. In Burg- und Schlossgarten erwarteten uns meisterliche Gartenbaukunst und herrliche Flanierwege. Am späteren Nachmittag erwartete uns Jürgen mit seinem Bus, um uns wieder nach Haus zum Strandhotel Plau am See zu bringen. Nach dem Abendessen wollte keiner mehr in den Ort laufen, aber dafür hatte das Hotel eine große Terrasse, bequeme Sessel und Service, der uns versorgte. Als es finster wurde, brachte das Personal Laternen auf die Tische, damit wurde es noch gemütlicher. Schwer zu glauben, dass Schwerin noch zu toppen ist
Heute, Freitag, sind wir um 8:30 Uhr losgefahren haben aber gleich unseren Wismar-und Mecklenburger Seenplatte-Reisleiter Udo mit an Bord genommen. Er erzählte uns viel über Land und Leute auch eine Menge Geschichtliches. Die Ostsee- und Hansestadt Wismar hat heute ca. 42000 Einwohner, ist mit seiner teils erhalten und wiederhergestellten Altstadt Weltkulturerbe der UNESCO seit 2002. Der 100 x 100 Meter große Marktplatz ist einer der größten Norddeutschlands. Auf ihm befindet sich ein Wahrzeichen der Stadt, die -Wismarer Wasserkunst- von 1602 im Renaissancestil. Am Markt stehen auch das klassische Rathaus von 1819 sowie das bekannt berühmte Bürgerhaus Alter Schwede im Bild eingeg. backsteingotischen Stil. In der Umgebung des Marktes erlebten wir die zahlreichen hervorragend sanierten Straßenzüge mit mittelalterlichen Giebelhäusern. Hinter dem Rathaus in der Fußgängerzone befindet sich das Stammhaus des Warenhauskonzerns Karstadt. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1908. Bewundernswert sind immer wieder Bauten aus der Backsteinrenaissance reich verziert mit Terrakotten. Von den drei gotischen Hauptkirchen (Nikolaikirche Georgenkirche und Marienkirche) war am Ende des zweiten Weltkriegs nur noch die Nikolaikirche weitgehend erhalten. Die anderen beiden großen Stadtkirchen waren durch Fliegerbomben schwer beschädigt. Die Nikolaikirche wurde als dreischiffige Basilika von 1381 bis 1487 als Kirche der Seefahrer erbaut. Merkmal ist das Kirchenschiff, das zu den höchsten Deutschlands gehört. Das Kirchenschiff von St. Marien war sehr stark zerstört. Der Turm blieb dabei erhalten. 1960 wurde die Ruine des Kirchenschiffs gesprengt. Im Turm, der auch als Seezeichen diente, findet aktuell die Ausstellung Wege zur Backsteingotik statt. Hier wurde vorgeführt woraus einst die Arbeit des -Zieglers- bestand. Zum besseren Verständnis zog sich einer unserer Reisgruppe die Lederschürze an, um selber Backsteine zu formen. Nach vielem Laufen, Sehenswertem, Kultur, und und .. meldete sich natürlich Hunger und Durst. Reiseleiter Udo führte uns zum Hafen, an dem jeder das richtige fand. Frischer kann der Fisch ja gar nicht sein – und das haben wir genossen. Wieder in unserem Bus eingestiegen ging es nach Kühlungsborn, hatten noch Gelegenheit zu Kaffee oder eine Erfrischung bevor wir in die Schmalspurbahn bestiegen. Wir lernten wie man die Dampflok richtig nennt: der Molli. Während der Reise über Heiligendamm war die Ostsee leider nicht zu sehen. In Bad Doberan nahm uns der Bus wieder in Empfang und fuhr wieder Richtung Plau a. See. Hier angekommen bummelten die einen zur Seebrücke, andere Richtung Ort, wer wollte ging schwimmen. 18:30 Uhr Abendessen
Nun am letzten Tag in Meck-Pomm fuhren wir zusammen mit unserem Reiseleiter Udo zur Müritz auf die Mecklenburger Seenplatte. In Waren angekommen, schlenderten wir durch Straßen, Fußgängerzone, Marktplatz wie es jeder wollte. Vereinbarten mit dem Reisleiter Treffpunkt und Uhrzeit im Hafen an der Anlegestelle unseres Ausflugschiffes. Die Müritz ist Deutschlands größter See, da wir das Schwäbische Meer mit Österreich u. Schweiz teilen. Der Kapitän der EUROPA war sicherlich auch Alleinunterhalter. Die allermeisten von uns saßen auf dem Sonnendeck, mussten sich aber auch gut vor der Sonnen schützen. Vorbei an Ufer mit großzügigen Grundstücken und viel Natur wurde klar warum hier der Tourismus boomt. Vom Wasser aus ein -Postkartenblick- auf Waren. Für unsere Schiffsreise hatten wir das optimale Wetter erwischt. Auf der Busfahrt zurück nach Plau berichtete Reiseleiter Udo jede Menge über diese Gegend die Städte und Dörfer. Immer wieder mal was im Meck-Pomm Dialekt. Da es heute unser letzter Tag war, erreichten wir Plau schon etwas früher als sonst damit wir Zeit zu Packen haben. Noch ein Gang zur Seebrücke mit Blick auf den Plauer See.
11.Sept. nach ausgiebigem Frühstück starteten wir um ca. 8:30 Uhr unsere Heimfahrt. Nichts vergessen, Schlüssel abgegeben, Blick nach links , Blick nach rechts und los ging es. Sahen nochmal die weite Landschaft vorbeiziehen mit hunderten von Windrädern , alles topfeben. Wie bei der Anreise immer Pausen. Der Verkehr war nicht zu dicht es lief wunderbar. Wieder in Thüringen wählte Jürgen eine andere Route die Rennsteigautobahn Allmählich wieder Hügel, Berge; die Gegend wurde uns immer vertrauter. Da wir sehr gut in der Zeit lagen konnte die Gruppe zufrieden einkehren. In der Heilbronner Region, wurden wir schon zum Essen erwartet.
Es war eine schöne Tour mal in den Norden, auch schön wieder gut zu Hause angekommen zu sein. Und es stimmt immer wieder: Nach der Reise ist vor der Reise.
(G-W.dM)

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  1. Röbel | © GWdM
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  4. Plau a. See | © GWdM

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