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VdK Presse Info

Münchner Maxvorstadt: Der jüngste Vorstand des VdK stellt sich vor

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Der Sozialverband VdK wird immer jünger. Doch so jung, wie in der Münchner Maxvorstadt, ist er wohl nirgendwo sonst. Gerade mal auf 37 Jahre kommt hier der Vorstand des Ortsverbandes – im Altersdurchschnitt! Seit 2018 sind die jungen Leute im Amt und versuchen nun, den Brückenschlag zwischen Alt und Jung zu schaffen.© VdK-TV

VdK: Rentenniveau dauerhaft auf 50 Prozent festschreiben

Die Rentner können auf deutlich steigende Bezüge im kommenden Jahr hoffen. Die Deutsche Rentenversicherung bestätigte entsprechende Annahmen am Mittwoch bei einer Veranstaltung in Würzburg. Das kommentiert Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, wie folgt:
"Der VdK begrüßt die voraussichtliche Rentenerhöhung um mehr als drei Prozent. Das haben sich die Rentnerinnen und Rentner verdient. Es ist jedoch wichtig, dass auch langfristig die Renten entsprechend den Löhnen steigen. Deshalb ist es von großer Bedeutung, dass das Rentenniveau dauerhaft auf 50 Prozent festgeschrieben wird, damit auch die zukünftigen Generationen auf die gesetzliche Rente vertrauen können. Um dies zu finanzieren, fordert der VdK, dass zukünftig alle Erwerbstätigen in die Rentenversicherung einzahlen. Also auch Beamte, Selbstständige und Politiker.
Kritisch sieht der VdK, dass die Rentenerhöhung bei vielen Beziehern von Grundsicherung im Alter nicht ankommt, da ihre Rente mit der Grundsicherung verrechnet wird. Unterm Strich bleibt somit kein Cent mehr. Deshalb braucht es endlich einen Freibetrag für die gesetzliche Rente in der Grundsicherung in Höhe von 212 Euro und zwar für alle Grundsicherungsempfänger und nicht nur wie aktuell geplant für die, die 35 Beitragsjahre aufweisen.
Die prognostizierte Rentenerhöhung darf aber auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Altersrentner und Erwerbsminderungsrentner in Armut leben oder von Armut bedroht sind. Das machen die steigenden Zahlen der armutsgefährdeten Rentner deutlich, die immer öfter wohnungslos oder überschuldet sind bzw. an der Tafel anstehen müssen.“

VdK begrüßt Einigung bei der Grundrente

Die Einigung bei der Grundrente kommentiert Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, wie folgt:
„Deutschlands größter Sozialverband, der VdK, ist sehr erleichtert, dass bei der Grundrente endlich eine Einigung erzielt werden konnte. Dies zeigt, dass der Druck des Verbands Wirkung erzielt hat. Zentral für den VdK war dabei immer, dass Menschen nach einem langen Arbeitsleben, Kindererziehung oder Pflege grundsätzlich nicht vom Sozialamt abhängig sein dürfen. Wir sind daher froh, dass die Bedürftigkeitsprüfung nicht kommt.
Es ist sehr positiv, dass die Renten von bis zu 1,5 Millionen Menschen automatisch aufgewertet werden. Dies hat der Verband immer gefordert und stärkt das Vertrauen in die Zukunft der Rentenversicherung, vor allem von jungen Menschen.
Dennoch sehen wir Nachbesserungsbedarf in einigen Punkten. Unverständlich ist, dass der Zuschlag bei der Grundrente wieder um 12,5 Prozent reduziert wird. Dies ist nicht nachvollziehbar und senkt die Höhe der Grundrente. Zudem muss aus Sicht des VdK ein Freibetrag für Geld aus der gesetzlichen Rente für alle Grundsicherungsbezieher eingeführt werden. Vor allem für Rentnerinnen und Rentner in der Grundsicherung mit sehr niedrigen Renten würde sich die finanzielle Situation deutlich verbessern.
Letztendlich weist der VdK in der ganzen Debatte daraufhin, dass die Grundrente überflüssig gemacht werden muss. Wir brauchen endlich einen Mindestlohn von über 12 Euro und ein stabil hohes Rentenniveau. So würden die Menschen im Alter nach einem Leben voller Arbeit automatisch eine ausreichende Rente erhalten.
Der VdK wird die Gesetzgebung weiterhin kritisch begleiten und darauf achten, dass die angemessene Leistung für Arbeit, Kindererziehung und Pflege bei möglichst vielen Menschen ankommt."

VdK: „Wir brauchen endlich gute Renten, keine Altersarmut“

Aktuelle Zahlen zeigen: Mehr als 10 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte haben zuletzt weniger verdient, als dies dauerhaft für eine ausreichende Rente nötig wäre. So brauchte man 2018 ein Jahresentgelt von mehr als 23.000 Euro brutto, um nach 45 Jahren eine Rente zu erhalten, die über der Grundsicherung liegt. Diese Zahlen kommentiert Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, wie folgt:
„Mehr als 10 Millionen Arbeitnehmer verdienen so wenig, dass es bei ihnen nicht für eine gute, ausreichende Rente im Alter reichen wird. Darin zeigt sich ein enormer Mangel an Respekt gegenüber hart arbeitenden Menschen und ist ein Skandal, den wir nicht hinnehmen. Das gesetzliche Rentensystem muss Altersarmut verhindern und Menschen im Alter soziale Sicherheit bieten. Diejenigen Menschen, die jahrzehntelang gearbeitet und Leistung erbracht haben können wir nicht mit gutem Gewissen zur Tafel schicken, um satt zu werden. Nur eine starke, solidarische und nachhaltige staatliche Alterssicherung sorgt für ein Leben im Alter ohne Armut.
Wir brauchen endlich gute Renten, keine Altersarmut. Gegen diese schützt auch die Grundrente, bei der sich die Regierungskoalition endlich einig werden muss. Die Grundrente ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, denn sie ist der Ausdruck von Respekt vor einer lebenslangen Leistung.
Um Altersarmut zu verhindern, müssen wir auch bei den aktuellen Gehältern und Löhnen der Arbeitnehmer ansetzen. Deutschland ist eines der reichsten Länder weltweit und hat dennoch einen der niedrigsten gesetzlichen Mindestlöhne in Westeuropa. Das muss sich ändern. Wir brauchen einen Mindestlohn von mindestens 12 Euro, außerdem muss es wieder selbstverständlich werden, dass Arbeitnehmer nach Tarif bezahlt werden. Wir brauchen also wieder eine stärkere Tarifbindung in der Arbeitswelt. Und nicht zu vergessen: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse wie Minijobs, Teilzeittätigkeiten oder befristete Arbeitsverträge müssen reduziert werden.“

Wir brauchen jetzt eine Wende in der Rentenpolitik!“

Eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung und des DIW Berlin zur Entwicklung der Altersarmut in Deutschland prognostiziert für die Zukunft ein stark zunehmendes Risiko für Armut bei Seniorinnen und Senioren. Bis 2039 könnte mehr als jeder fünfte Rentner von Altersarmut betroffen sein, so die Autoren der Studie. Dies kommentiert Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, wie folgt:

„Die Studie zeichnet ein düsteres Bild von der Zukunft vieler heutiger Arbeitnehmer. 2039 könnten über 20 Prozent von ihnen von Altersarmut betroffen sein. Solche Szenarien sind für uns als Sozialverband VdK leider nur allzu realistisch – wenn wir nicht endlich die Weichen in der Rentenpolitik anders stellen. Es braucht dabei ein ganzes Bündel an Maßnahmen.

Die Regierungskoalition muss zum einen endlich ihren Streit über die Grundrente beenden. Wer jahrzehntelang gearbeitet, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt hat, hat eine ausreichende Rente verdient. Ohne „Wenn“ und „Aber“. Das reduziert nicht nur die Armut im Alter, sondern hat auch etwas mit Respekt vor der Lebensleistung dieser Menschen zu tun.

Zudem bestätigt die Studie, dass es auch zukünftig viele Rentnerinnen und Rentner geben wird, die auf Grundsicherung im Alter angewiesen sind. Für sie brauchen wir einen Freibetrag in der Grundsicherung von bis zu 212 Euro im Monat. Auch eine vom VdK beauftragte Studie zeigt, dass ein solcher Freibetrag ein wirksames Mittel im Kampf gegen Altersarmut ist. Rentner müssen von ihrer Rente im Geldbeutel etwas übrig haben, auch wenn sie auf Grundsicherung angewiesen sind. Das haben sie sich verdient.

Es gibt noch eine Gruppe, die in der Studie nicht im Fokus steht, aber häufig von Altersarmut betroffen ist: Und zwar Menschen, die wegen einer Krankheit nicht mehr arbeiten können. Diese müssen wir mit einer reformierten Erwerbsminderungsrente endlich zuverlässig und ausreichend absichern. Auf eine solche Absicherung warten Millionen erwerbsgeminderter Menschen. Der VdK fordert für diese Menschen endlich die Abschläge auf ihre Erwerbsminderungsrenten von bis zu 10,8 Prozent abzuschaffen.“
Möchten Sie mehr über unsere rentenpolitischen Positionen erfahren? Besuchen Sie gern die Seite zu unserer aktuellen Kampagne Rentefüralle.

VdK: „Kinder mit Behinderung brauchen mehr Hilfe“

Heute wird unter dem Motto „Wir Kinder haben Rechte!“ der Weltkindertag begangen. Dies kommentiert Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, wie folgt:
„Kinder mit Behinderung sind eine Bereicherung für Familien und die Gesellschaft insgesamt. Sie brauchen aber mehr gesellschaftliche Akzeptanz. Kinder mit Behinderung haben keine Defizite oder Mängel, sondern leben ein Leben, das genauso lebenswert und schön ist wie ein Leben ohne eine Behinderung.
Was Kinder mit Behinderung und ihre Familien brauchen, ist mehr Unterstützung in ihrem Alltag. So darf zum Beispiel ein Kind mit einer Behinderung für eine Familie keine zusätzliche finanzielle Belastung bedeuten und die Familie an den Rand der Armut bringen. Alles, was ein Kind mit Behinderung braucht, um ein gutes Leben zu führen, muss von den verschiedenen Trägern finanziert und bereitgestellt werden. Kämpfe um Hilfsangebote oder Betreuungsleistungen für Kinder mit Behinderung, wie es aktuell nicht selten ist, darf es nicht geben. Kinder mit Behinderung und ihre Familien haben ein Recht auf die Hilfe und Solidarität der Gesellschaft.“

Immer mehr Ältere beziehen staatliche Leistungen

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Leistungen der sozialen Mindestsicherung 2018 um 5,1 Prozent gesunken. Allerdings: Die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung ist um 1,9 Prozent gestiegen. Dies kommentiert Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, wie folgt:

„Es ist eine gute Nachricht, dass die Zahl der Empfänger von Leistungen der Mindestsicherung im Ganzen gesunken ist. Trotzdem können wir keine Entwarnung geben. Denn ein genauer Blick auf die Zahlen zeigt einen Anstieg um 1,9 Prozent derjenigen, die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung beziehen. Ihre Zahl liegt inzwischen bei 1,1 Millionen und steigt von Jahr zu Jahr.
Besonders dramatisch ist dies, weil diese Personen nicht mehr viel an ihrer Lebenssituation ändern können. Wenn Menschen im Alter, oft nach einem harten und langen Arbeitsleben, nicht von ihrer Rente leben können und deshalb beim Staat soziale Leistungen beantragen müssen, dann ist politisches Handeln gefragt.
Deshalb appellieren wir als Sozialverband VdK erneut an die politisch Verantwortlichen, sich jetzt schnell auf die Grundrente zu einigen und diese nicht länger hinauszuschieben. Millionen Menschen warten darauf. Gute Renten brauchen auch diejenigen, die erwerbsgemindert sind und wegen einer Krankheit nicht mehr arbeiten können. Für sie fordern wir, die Abschläge auf ihre Erwerbsminderungsrenten von bis zu 10,8 Prozent endlich abzuschaffen. Das ist längst überfällig.“
Was ist was? Unter die Mindestleistungen fallen Arbeitslosengeld II („Hartz IV“), Sozialgeld, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung sowie Sozialhilfe.

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