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Pflegebedürftig

Pflegebedürftig? Vom Antrag zur Leistung
Die soziale Pflegeversicherung bietet als Pflichtversicherung eine Teilabsicherung des Risikos der Pflegebedürftigkeit. Leistungen gibt es als Geld-, Sach- und Dienstleistungen.

Ihr Umfang richtet sich nach der Art der Pflege und dem Grad der Selbstständigkeit sowie den Fähigkeiten und der Abhängigkeit von personeller Hilfe in sechs relevanten Bereichen der elementaren Lebensführung.

Wer ist pflegebedürftig und erhält einen Pflegegrad?
Pflegebedürftig ist, wer für eine Dauer von mindestens sechs Monaten eine gesundheitlich bedingte Beeinträchtigung der Selbstständigkeit aufweist und deshalb die Hilfe von anderen braucht. Es muss sich dabei um Personen handeln, die körperliche,
kognitive oder psychische Beeinträchtigungen oder gesundheitlich bedingte Belastungen oder Anforderungen nicht selbstständig kompensieren oder bewältigen können.

Für die Feststellung der Pflegegrade 1 bis 5 prüft der Pflegegutachter (Mediz. Dienst) mit Hilfe des „Neuen Begutachtungsassessments (NBA)“, was der pflegebedürftige Mensch selbst bewerkstelligen kann und wobei er personelle Hilfe und Unterstützung im
Alltag benötigt. Betrachtet werden dabei die Bereiche Mobilität, kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, Selbstversorgung, Umgang mit krankheits-/ therapiebedingten Anforderungen und Belastungen sowie Gestaltung des Alltagslebens und soziale Kontakte.

Die zugehörigen Geldleistungen erfragen Sie immer aktuell bei Ihrer Pflegeversicherung.

Außerdem gibt es gewisse Ansprüche auf Pflegeberatung, Verhinderungs- und Kurzzeitpflege, Pflegehilfsmittel und wohnumfeldverbessernde Maßnahmen.
Auch diese Geldleistung immer aktuell bei der Pflegeversicherung hinterfrageen.

Soziale Sicherung der Pflegepersonen
Für pflegende Personen, die neben der Pflege wöchentlich nicht mehr als 30 Stunden erwerbstätig sind und wenigstens 10Stunden wöchentlich verteilt auf mindestens 2 Tage pro Woche einen Pflegebedürftigen betreuen, werden von der Pflegekasse
auf Antrag Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt. Die Höhe der Beiträge richtet sich nach dem Pflegegrad und den Leistungen, die in Anspruch genommen werden.
Ebenso werden Beiträge zur gesetzlichen Arbeitslosenversicherung gezahlt, wenn die Pflegeperson unmittelbar vor der Pflegetätigkeitversicherungspflichtig war. Zusätzlich wurde die Pflegetätigkeit unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung
gestellt.

So wird‘s gemacht:
• Antragsformular auf die gewünschte Leistung der Pflegeversicherung bei der Pflegekasse anfordern oder auf deren Internetseite herunterladen
• Formular mit Hilfe eines VdK-Beraters ausfüllen
• Bei der Pflegekasse zur Prüfung einreichen
• Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung
• Bescheid der Pflegekasse über den festgestellten Pflegegrad und die beantragte Leistung der Pflegeversicherung

Sollte Ihr Antrag abgelehnt oder ein zu niedriger Pflegegrad festgestellt werden, haben Sie die Möglichkeit, ein Widerspruchsverfahren einzuleiten.

Achtung!
Hier sind Fristen einzuhalten, also umgehend nach ergangenem "Bescheid" aktiv werden.

Neben der rechtlichen Beratung übernehmen wir für unsere Mitglieder die Antragstellung und führen gegebenenfalls ein Widerspruchs- oder Klageverfahren durch.

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