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Historie

Gedenkstein

Gedenkstein

Die Entwicklung des Ortsverbandes Vettelschoß

Nie wieder Krieg!

Wegen der verheerenden Folgen beider Weltkriege, die unsägliches Leid über die Menschen gebracht haben, deren schlimme Auswirkungen insbesondere auch an den vielen Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen deutlich wurde, von denen es in beinahe jeder Familie welche zu beklagen gab, wurde auf Grund der schlechten Versorgungslage dieser Personengruppe im Oktober1946 in Rheinland Pfalz der Verband für Körperbehinderte und Hinterbliebene ins Leben gerufen.
So kam es, das sich am 15.12.1946 in Willscheid im Gasthof Thome morgens um vier Uhr eine Anzahl von Kriegsopfern traf, um im Anschluss des neu geschaffenen Landesverbandes aus bekannten Motiven über die Gründung einer Ortsgruppe zu beraten.
Da die damalige Militärregierung noch keine Genehmigungen zur Schaffung von Ortsgruppen erteilt hatte, durfte dieser Zusammenschluss Gleichgesinnter zunächst nur provisorisch bestehen, was die zu dieser Stunde zusammengekommenen Männer allerdings nicht davon abhielt, noch am gleichen Tage die Bildung eines Ortsvereines in Vettelschoß zu vollziehen. Mit einem Mitgliederbeitrag von 1.- Reichsmark und jeder Menge Zuversicht für die Zukunft im Herzen, wurde somit die Grundlage dafür geschaffen, was heute den großen Sozial Verband VdK Deutschland insgesamt ausmacht.
Zu den "Pionieren" des damaligen OV Vettelschoß gehörten namentlich in seiner Funktion als "frisch" gewählter und langjähriger Vorsitzender Mathias Donauer, als Schriftführer Josef Heckner und als Kassierer Hilarius Zimmermann.
Im darauf folgenden Jahr, am 17.08.1947, fand nach endgültiger Genehmigung der Militärregierung, beschlossen vom 07.08.1947 in Neuwied, die erste offizielle Gründungsversammlung des Ortsvereins Vettelschoß statt. Mit den Worten "nie wieder Krieg", deren nachvollziehbare Aussage von den Anwesenden als fundamentaler Leitsatz aufgenommen wurde, eröffnete der Vorsitzende die damalige Sitzung. Mit der weiteren Verlesung der von der Bundesleitung herausgegebenen Satzungen über künftige Aufgaben und Ziele des Verbandes, konnte Mathias Donauer nach Beendigung seiner Ausführungen eine erste Mitgliederzahl von dreiunddreißig bekannt geben.
Was einst aus der Not geboren wurde, fand allgemein immer mehr Beachtung und Zustimmung im Lande. Dazu gehörte auch, das der übergeordnete Verband im Mai 1949 die Presselizens für ein Fachorgan mit dem Titel "Die Wacht" erhielt, dem Vorreiter der heutigen VdK Zeitung, um damit noch mehr Menschen in sozialen Notlagen zu erreichen und um auf diesem Wege auf individuelle Lösungsmöglichkeiten durch "bezahlbaren" Rechtsbeistand aufmerksam zu machen. Ein weiterer Schritt zur Festigung dieser immer wichtiger werdenden Gemeinschaft war, unter gleichzeitiger Änderung des Verbandsnamens, der ab dem 01.01.1950 nun "Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozial Rentner Deutschlands", kurz VdK, lautete, die zusätzliche Einbeziehung der Sozial Rentner.

Nach einem deutlichen Rückgang der Mitgliederzahlen in Vettelschoß von zwischenzeitlich achtundsiebzig in den 60er Jahren, sank diese auf Grund eines stagnierenden Vereinsleben aus unterschiedlichen Gründen schließlich auf nahezu zwanzig bis zum Jahre1992.
Erst mit einem neuen Vorstand, zu dessen Vorsitzenden Herr Hans Gerd Kröll zu diesem Zeitpunkt gewählt wurde und der dieses Amt bis zu seinem Todestag am 19.05.2012 bekleidete, sind darüber hinaus die Vorstandsmitglieder Frau Helene Kagel und Herr Jürgen Schmitz zu nennen, die ebenfalls zu diesem Datum gewählt wurden und die, in wechselnden Positionen, gleichfalls bis zum heutigen Tage im Vorstand tätig sind, erlangte der Ortsverein zusehends eine neue Dynamik, die sich mit einer Mitgliederzahl bis dato von hundertachtundvierzig, nachvollziehbar belegen lässt.
Ab dem 1.6.2012 hat Helene Kagel den Vorsitz bis zum 05.04.2013 übernommen, seit diesem Termin ist Josef Over der neue Vorsitzende.
Dazu hat auch beigetragen, dass der Vorstand stets darum bemüht ist, seinen Mitgliedern über das Jahr ein abwechslungsreiches Programm, wie etwa gemeinsame Ausflüge und geselligem Beisammensein bei verschiedenen Veranstaltungen zu bieten.
Dank und Respekt sei an dieser Stelle all den engagierten Frauen und Männern aus der Gemeinde Vettelschoß ausgesprochen, deren Verdienst es über die Jahre hinweg war und ist, das weiterzuführen, was einst an diesem denkwürdigen 15.12.1946 in Willscheid im Gasthof Thome von tatkräftigen Männern begonnen wurde, nämlich durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit dazu beizutragen, was den VdK OV Vettelschoß in der Gegenwart ausmacht, sich insbesondere für die Belange Hilfesuchender in Fragen Rund um die soziale Gerechtigkeit einzusetzen, und um ihnen uneigennützig mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Die Entwicklung des Verbandsnamens von 1950 bis heute:
Januar 1950 - November 1970:
Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands e. V. (VdK)
Dezember 1970 - April 1994:
Verband der Kriegs- und Wehrdienstopfer, Behinderten und Sozialrentner Deutschlands e.V. (VdK)
Mai 1994 - April 1998:
Verband der Kriegs- und Wehrdienstopfer, Behinderten und Rentner Deutschland e.V.
Mai 1998 - April 2002:
Verband der Kriegs- und Wehrdienstopfer, Behinderten und Rentner Deutschland e.V. (Sozialverband VdK Deutschland)
Seit Mai 2002:
Sozialverband VdK Deutschland e. V.

Gedenktafel

Gedenktafel der Kriegsopfer des 2. Weltkrieges in der Friedhofskapelle

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