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Chronik

Am 10. Oktober 1948 ist der VdK Landesverband NRW im Bochumer Schlegel-Saal aus der Taufe gehoben worden – zunächst mit der Bezeichnung

„Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands“.

Der VdK Ortsverband Stadtlohn wurde im gleichen Jahr gegründet.
Wie aus Zeitungsausschnitten zu erfahren war, tagte der VdK Ortsverband zuerst im Kino. Im Jahre 1949 stellte der Wirt Franz Schlüter seine Baracke auf dem Grundstück „Alte Poststraße“ als Vereinslokal zur Verfügung.

Zum 1. Vorsitzenden wurde Bernhard Grotholt und als Vertreterin der Hinterbliebenen wurde Toni Garwer in den Vorstand gewählt.
Der VdK Ortsverband hatte in den Jahren 1948/49 ca. 300 Mitglieder und ist bis heute auf 903 Mitglieder angestiegen.
Im Jahre 1952 Verstarb Bernhard Grotholt. Zu seinem Nachfolger wurde Wilhelm Busche gewählt.

Da in den 50er Jahren sich nur einige Leute ein Auto leisten konnten, organisierte der ADAC einige Ausflugsfahrten mit den Ortsverbänden Stadtlohn, Südlohn und Oeding.
Der VdK Stadtlohn veranstaltete in den 50/60er Jahren im Vergnügungspark „Wenninghof“ einige Sommerfeste, wo der Spaß für Groß und Klein nicht zu kurz kam.
Wie aus Auszügen der Münsterlandzeit zu entnehmen war, hatten sich teilweise bis zu 5000 Besucher hier eingefunden.

Im Februar 1962 wurde aus dem VdK Ortsverband heraus die VSG (Versehrtensportgruppe) gegründet, die mit 25 Mitgliedern sofort starten konnte.

Nach Rücksprache mit der Stadt sollten die Übungsstunden im Gymnastikraum der Marienschule abgehalten werden.

Mitte der 60 Jahre wurden die ersten Karnevalsfeste gefeiert, die bis zum heutigen Tag großen Anklang finden.

Auf der Jahreshauptversammlung im Februar 1967 mit 168 Mitgliedern hatte der VdK Ortsverband einen Antrag beim Kreis- und Landesverband auf Anerkennung als Kreisfreie Ortsgruppe gestellt. Der Landesgeschäftsführer Kempis gab einige Ausführungen zu der heiklen Angelegenheit und betonte, dass es ohne Zugehörigkeit zum Kreisverband nicht ginge.

Im April 1967 berief der Landesverband Düsseldorf eine 2. Jahreshauptversammlung ein. Hier ging es sehr turbulent zu.

Thema: Kreisfreie VdK Ortsgruppe Stadtlohn
Nach vielem hin und her setzte sich doch die Einsicht durch im VdK Kreisverband zu bleiben. Daraufhin wurde gegen den 1. Vorsitzenden ein Ausschlussverfahren eröffnet, sodass die Stelle des 1. Vorsitzenden wieder neu besetzt werden musste.

Um die Aktionsfähigkeit des Vorstandes wieder herzustellen schritt man zu dessen Neuwahlen mit folgendem Ergebnis.
1. Vorsitzender Josef Printing, Stellvertreter Josef Heming,
1. Kassierer Josef Lepping, 2. Heinrich Köster,
1. Schriftführer Herbert Stiebler, 2. Alfred Pusch,
Hinterbliebenen Betreuerin
Toni Garwer und Bernhardine Thesseling.

Im Jahre 1968 konnte der VdK sein 50-jähriges Bestehen feiern. Aus diesem Anlass Spielte eine Tanz- und Unterhaltungskapelle in der Turn und Schützenhalle.


Wieso jetzt 70-Jähriges wird sich manch einer fragen:

Am 23. Mai 1917 wurde in Berlin der „Reichsbund der Kriegs- und Zivilbeschädigten Sozialrentnern und Hinterbliebenen“ gegründet, um erstmals die Versorgungsansprüche der Kriegsopfer des ersten Weltkriegs und ihrer Hinterbliebenen durchzusetzen.

Am 12.09.1917 wurde in Stadtlohn in der Gaststätte Röttger Eschstraße der Ortsverband der Kriegsopferorganisation gegründet. Um die leere Kasse der Kriegsopferorganisation nach dem 1. Weltkrieg aufzubessern, sollte ein Theaterstück aufgeführt werden. Das Stück hieß „Die Perle von Savoyen“. Da hier einige Damen mitspielten, musste noch eine Genehmigung vom Pfarramt eingeholt werden, das war nicht so ganz einfach zu dieser Zeit.

Am 29. April 1933 im Jahr der Machtübertragung der Nationalsozialisten beschloss der Reichsbund die Auflösung seiner Organisation, weil ein aktiver Widerstand gegen die Diktatur Hitlers aussichtslos war. Mit diesem Schritt entzog sich der Reichsbund der weitgehenden Gleichschaltung von Politik, Wirtschaft, Kultur, Verwaltung und Verbänden.
Ab dem Jahre 1934 unter dem Nazi Regime nannte sich die Organisation:
„Nationalsozialistische Kriegsopferversorgung” NSKOV - sie wurde nach dem Krieg wieder aufgelöst. Diese Entscheidung ermöglichte 1946 einen von der Vergangenheit unbelasteten und glaubwürdigen Neubeginn.


Auf der Generalversammlung in der Gaststätte Schlüter im März 1974 wurde in geheimer Wahl ein neuer Vorstand gewählt, ihm gehörten an:
1. Vorsitzender Gerd Veldscholten, 2. Vors. Werner Heming,
1. Kassierer Josef Lepping, 2. Kassierer Josef Printing,
1. Schriftführer Hubert Demes, 2. Schriftführer Hans Dirks,
Hinterbliebenenbetreuerin wurde:
Toni Garwer, Bernhardine Thessling und Angela Brockmann.
Hirn- und Sozialbetreuer Felix Jansen.

Im September des gleichen Jahres veranstaltete der VdK Stadtlohn ein großes Familienfest, wozu auch einige Ortsvereine des Kreisverbandes eingeladen wurden.
Zu diesem Anlass hatten die Turnerinnen des SuS einige Tänze unter Leitung
von Frau te Pas eingeübt.
Ebenfalls wurde die Sängerin Margrit Sponheimer, bekannt aus Funk und Fernsehen, besonders vom Mainzer Karneval, verpflichtet.
Für musikalische Unterhaltung sorgten die Tanzband „Twyhonies“ der Stadtlohner Husaren.

In den 60/70 Jahren wurden einige Veranstaltungen wie Herren Nachmittage und Tagesfahrten unternommen.
Zu den beliebtesten gehört bis heute noch der VdK Karneval. Die Büttenredner der KG „Um Bütt und Pütt“ Gertrud Dirks, Harry Winking, „Tüte“ Cramer und die „Jungs aus Stadtlohn“ konnten mit ihren Vorträgen die Zuschauer immer wieder begeistern.

Die erste mehrtägige Fahrt unternahm der Ortsverband im September 1976 ins Sauerland. In den folgenden Jahren Stand unter anderen der Bodensee, der Hamburger Hafen, das Ahrtal, der Teutoburgerwald, und eine Spanienreise nach Barcelona auf dem Programm. Die mehrtägigen Reisen wurden später eingestellt, mangels Beteiligung.

Nach dem Tode von Gerd Veldscholten wurde im März 1989 Hans Heinrich Vogtt, auch genannt „Heino“, zum neuen Vorsitzenden gewählt. Zweite Vorsitzende wurde Gertrud Veldscholten.
1. Schriftführerin Gertrud Dirks, 2. Josef Kippenbrock,
1. Kassiererin Anni Niewöhner, 2. Kassierer Alois Hessing,
Hinterbliebenenbetreuerin
Margreth Macionga und Maria Ellers.
Zu diesem Zeitpunkt zählte der VdK Ortsverband 450 Mitglieder.

Auf der Generalversammlung im März 1990 löste Gertrud Veldscholten Hans Heinrich Vogtt als Vorsitzenden ab.
Zum 2. Vorsitzenden wurde Josef Kappelhoff gewählt.

Im Dezember 1996 erhielt der VdKler Hans Heinrich Vogtt das Bundesverdienstkreuz am Bande für sein langjähriges Engagement im Kreuzbund.
2010 löste Richard Doods die langjährige Vorsitzende Gertrud Veldscholten ab, die aus Altersgründen zurückgetreten war.

In den ersten Jahren nach dem Krieg bis 1953 wurden die Sprechstunden des VdK in der Gaststätte Kresken abgehalten.
Hiernach wurde der Sprechtag ins Vereinslokal „Zur Altstadt“ Franz Schlüter verlegt.
In den Jahren 1977 bis 1980 fanden die Sprechtage in unterschiedlichen Örtlichkeiten statt.
Von 1980 bis 1990 wurde die VdK Rechtsberatung ins Kettelerhaus verlegt, hiernach stand sie bis 2007 im Rathaus zur Verfügung.
Bevor die Rechtsberatung aus Kostengründen im Jahre 2009 in die Kreisgeschäftsstelle nach Ahaus verlegt wurde, war die Anlaufstelle für Ratsuchende das Haus Hakenfort.

All diese Angaben sind von Georg Eilhardt, Willi Wirtz, Karl Heinz Sievers und Inge Nagelschmidt in mühevoller Kleinarbeit vom Herbst 2016 bis Sommer 2017 aus dem Stadtarchiv der Stadt Stadtlohn, aus Anzeigen und Berichten, der Münsterlandzeitung ab dem Jahre 1948 bis heute mit freundlicher Unterstützung des Stadtarchivars Ulrich Söbbing entstanden.

VdK Stadtlohn

v.l. K. Vors. H. Berkemeyer, O. Vors. G. Eilhardt© VdK Stadtlohn

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