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Pflege

"Wir brauchen eine Pflegevollversicherung, die die Pflege-Kosten abdeckt"

16.10.2019 - Die Krankenkasse DAK-Gesundheit fordert angesichts immer weiter steigender Kosten für Pflegebedürftige und ihre Familien eine grundlegend neue Finanzierung. Dies kommentiert Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, wie folgt:
„Wir begrüßen das Konzept, es geht aber längst nicht weit genug. Es ist richtig, dass wir schnell eine Deckelung des Eigenanteils brauchen, damit sich Pflegebedürftige zukünftig eine gute Pflege leisten können. Wir wissen selbst aus unserer Beratungspraxis, dass viele Menschen mit den Heimkosten überfordert sind. Viele haben Angst, Sozialhilfe in Anspruch nehmen zu müssen. Schon heute ist Pflege ein echtes Armutsrisiko für viele Menschen. Pflege darf nicht arm machen, sie muss für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen wieder bezahlbar werden.
Perspektivisch muss die Finanzierung der Pflege neu gedacht werden. Sie muss solidarisch finanziert und die Lasten gerecht verteilt werden. Der VdK fordert eine Pflegevollversicherung, die sämtliche Kosten der Pflege abdeckt. Dafür braucht es Steuerzuschüsse. Was am Konzept der DAK fehlt, ist der Einbezug der ambulanten Pflege. Hier fehlen bisher Studien und Konzepte. Wir wissen, dass ambulante Pflege häufig mit einer enormen Belastung pflegender Angehöriger oder mit einer Unterversorgung einhergeht.“
bsc

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Beratungstelefon "Leben mit Behinderung":

Telefon: (089) 2117 - 113
Montag bis Freitag von 9:00 bis 12:00 Uhr
Donnerstag von 15:00 bis 18:00 Uhr
lebenmitbehinderung.bayern@vdk.de

Der VdK Bayern landet einen Volltreffer

Das Beratungstelefon "Leben mit Behinderung" ist ein großer Erfolg

Mit seinem VdK-Beratungstelefon "Leben mit Behinderung" hat der VdK Bayern einen Volltreffer gelandet. Das bayernweite Angebot wird seit seinem Start im Januar 2015 hervorragend angenommen. Im ersten Jahr haben die fachkundigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ressorts "Leben mit Behinderung" beim VdK Bayern schon rund 1000 Ratsuchenden geholfen. Ressortleiter Marian Indlekofer rechnet damit, dass sich die Zahl der Anrufe im kommenden Jahr weiter steigern wird.

Sind Sie vom Erfolg des VdK-Beratungstelefons überrascht?
Marian Indlekofer: Definitiv ja, weil es eigentlich viele Beratungsstellen und Hotlines für diese Thematik gibt. Die große Nachfrage zeigt uns aber, dass die Menschen gerade bei Fragen zu Inklusion, Barrierefreiheit und den Rechten bei Schwerbehinderung große Unsicherheiten und Probleme haben und sich einen unabhängigen und vertrauenswürdigen Ansprechpartner wünschen.

Welche Fragen werden am häufigsten gestellt?
Indlekofer: Das Thema "Behinderung" umfasst alle Altersgruppen und alle Bereiche des Lebens. Wir sind selbst oft erstaunt, wie vielfältig die Probleme sind. Die meisten Fragen betreffen das Schwerbehindertenrecht, beispielsweise den Schwerbehindertenausweis, den Grad der Behinderung (GdB) oder den Parkausweis. Diese Fragen sind meist schnell beantwortet. Komplizierter wird es, wenn es um verschiedene Kostenträger und Zuständigkeiten geht. Viele Anrufe erhalten wir von Eltern, die Hilfe suchen, weil ihr Kind eine Behinderung hat und volljährig wird. Andere Fragen betreffen wiederum Rechtsgebiete, die wir als VdK satzungsrechtlich nicht vertreten dürfen, wie beispielsweise das Mietrecht oder steuerrechtliche Angelegenheiten. In solchen Fällen verweisen wir die Anrufer zum Mieterbund Bayern oder zur Lohnsteuerhilfe Bayern (Lohi), mit denen der VdK Kooperationen unterhält.

Wie erleben Sie die Menschen, wenn sie beim VdK anrufen?
Indlekofer: Oft haben die Anrufer gleich mehrere Anliegen, oder sie kennen sich im Paragrafendschungel nicht aus und sind völlig überfordert. Viele rufen auch erst an, wenn sich schon viele Probleme aufgestaut haben. Unsere Aufgabe ist es, erst einmal zu ordnen, welches Problem im Moment oberste Priorität hat und welche Anliegen auf später verschoben werden können. Meist gelingt es uns, die Menschen zu beruhigen. Wenn wir ihnen nicht beim ersten Telefonat weiterhelfen können, dann recherchieren wir und rufen zurück. Und wenn der VdK zur Problemlösung nicht beitragen kann, vermitteln wir die Anrufer an andere Hilfsangebote weiter, beispielsweise an eine Selbsthilfegruppe.

Was unterscheidet das VdK-Beratungstelefon "Leben mit Behinderung" von anderen, ähnlichen Angeboten?
Indlekofer: Seine Unabhängigkeit. Der VdK finanziert sich ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und ist konfessionell, parteipolitisch und wirtschaftlich unabhängig. Der Vorteil unseres kostenlosen Beratungstelefons ist die Möglichkeit, schnelle Hilfe zu leisten. Wenn es um sozialrechtliche Angelegenheiten, Anträge oder Widersprüche geht, leiten wir die Ratsuchenden zu unseren Kollegen in die VdK-Kreisgeschäftsstellen weiter, wo sie dann vor Ort beraten werden.

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