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Pflege

VdK: Angehörige werden entlastet

29.11.2019 - Heute hat der Bundesrat dem Angehörigen-Entlastungsgesetz zugestimmt. Menschen mit geringem Einkommen müssen künftig nicht mehr für die Pflege ihrer Eltern aufkommen. Für den VdK ist das ein großer Erfolg und für seine zwei Millionen Mitglieder eine deutliche Entlastung. Dies kommentiert Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, wie folgt.
„Der VdK mit seinen zwei Millionen Mitgliedern hat sich intensiv für eine Entlastung von Angehörigen Pflegebedürftiger und von Menschen mit Behinderungen eingesetzt. Das Gesetz stand im Bundesrat bis zuletzt auf der Kippe. Grund dafür war die Angst der Länder vor hohen Kosten. Deshalb haben die VdK Landesverbände auch bei ihren Landesregierungen bis zum Schluss Druck gemacht.
Es ist ein großer Erfolg, dass sich Angehörige zukünftig erst ab einem Jahreseinkommen über 100.000 Euro an den Kosten für Pflegeheime beteiligen müssen. Darauf haben viele Menschen lange gewartet. Wir wissen von unseren Mitgliedern, dass in der Vergangenheit viele Ältere nicht ins Heim gegangen sind, weil sie ihre Kinder finanziell nicht belasten wollten - obwohl sie zu Hause nicht mehr ausreichend versorgt werden konnten. Diese Rücksicht auf Kosten der eigenen Gesundheit gehört nun der Vergangenheit an.
Gerade auch für Eltern, die Kinder mit Behinderung ihr Leben lang unterstützen, ist das Gesetz eine echte Entlastung: „Sie sind ein Leben lang stärker gefordert als andere Eltern. Da ist es nur gerecht, dass sie beim Unterhalt für ihre volljährigen Kinder finanziell stärker entlastet werden. Angehörige leisten wertvolle Arbeit. Sie stützen ihre Familien und die Gesellschaft im Ganzen“, so Bentele.
bsc

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Beratungstelefon "Leben mit Behinderung":

Telefon: (089) 2117 - 113
Montag bis Freitag von 9:00 bis 12:00 Uhr
Donnerstag von 15:00 bis 18:00 Uhr
lebenmitbehinderung.bayern@vdk.de

Der VdK Bayern landet einen Volltreffer

Das Beratungstelefon "Leben mit Behinderung" ist ein großer Erfolg

Mit seinem VdK-Beratungstelefon "Leben mit Behinderung" hat der VdK Bayern einen Volltreffer gelandet. Das bayernweite Angebot wird seit seinem Start im Januar 2015 hervorragend angenommen. Im ersten Jahr haben die fachkundigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ressorts "Leben mit Behinderung" beim VdK Bayern schon rund 1000 Ratsuchenden geholfen. Ressortleiter Marian Indlekofer rechnet damit, dass sich die Zahl der Anrufe im kommenden Jahr weiter steigern wird.

Sind Sie vom Erfolg des VdK-Beratungstelefons überrascht?
Marian Indlekofer: Definitiv ja, weil es eigentlich viele Beratungsstellen und Hotlines für diese Thematik gibt. Die große Nachfrage zeigt uns aber, dass die Menschen gerade bei Fragen zu Inklusion, Barrierefreiheit und den Rechten bei Schwerbehinderung große Unsicherheiten und Probleme haben und sich einen unabhängigen und vertrauenswürdigen Ansprechpartner wünschen.

Welche Fragen werden am häufigsten gestellt?
Indlekofer: Das Thema "Behinderung" umfasst alle Altersgruppen und alle Bereiche des Lebens. Wir sind selbst oft erstaunt, wie vielfältig die Probleme sind. Die meisten Fragen betreffen das Schwerbehindertenrecht, beispielsweise den Schwerbehindertenausweis, den Grad der Behinderung (GdB) oder den Parkausweis. Diese Fragen sind meist schnell beantwortet. Komplizierter wird es, wenn es um verschiedene Kostenträger und Zuständigkeiten geht. Viele Anrufe erhalten wir von Eltern, die Hilfe suchen, weil ihr Kind eine Behinderung hat und volljährig wird. Andere Fragen betreffen wiederum Rechtsgebiete, die wir als VdK satzungsrechtlich nicht vertreten dürfen, wie beispielsweise das Mietrecht oder steuerrechtliche Angelegenheiten. In solchen Fällen verweisen wir die Anrufer zum Mieterbund Bayern oder zur Lohnsteuerhilfe Bayern (Lohi), mit denen der VdK Kooperationen unterhält.

Wie erleben Sie die Menschen, wenn sie beim VdK anrufen?
Indlekofer: Oft haben die Anrufer gleich mehrere Anliegen, oder sie kennen sich im Paragrafendschungel nicht aus und sind völlig überfordert. Viele rufen auch erst an, wenn sich schon viele Probleme aufgestaut haben. Unsere Aufgabe ist es, erst einmal zu ordnen, welches Problem im Moment oberste Priorität hat und welche Anliegen auf später verschoben werden können. Meist gelingt es uns, die Menschen zu beruhigen. Wenn wir ihnen nicht beim ersten Telefonat weiterhelfen können, dann recherchieren wir und rufen zurück. Und wenn der VdK zur Problemlösung nicht beitragen kann, vermitteln wir die Anrufer an andere Hilfsangebote weiter, beispielsweise an eine Selbsthilfegruppe.

Was unterscheidet das VdK-Beratungstelefon "Leben mit Behinderung" von anderen, ähnlichen Angeboten?
Indlekofer: Seine Unabhängigkeit. Der VdK finanziert sich ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und ist konfessionell, parteipolitisch und wirtschaftlich unabhängig. Der Vorteil unseres kostenlosen Beratungstelefons ist die Möglichkeit, schnelle Hilfe zu leisten. Wenn es um sozialrechtliche Angelegenheiten, Anträge oder Widersprüche geht, leiten wir die Ratsuchenden zu unseren Kollegen in die VdK-Kreisgeschäftsstellen weiter, wo sie dann vor Ort beraten werden.

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