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Gesundheit und Fitness

Kommunale Behindertenbeauftragte

Behindertenbeauftragte sind als Ansprechpartner vor Ort für Menschen mit Behinderungen direkt erreichbar und beraten sie bei allen Fragen zu ihrer rechtlichen und sozialen Situation. Sie treten als Mittler zwischen Menschen mit Behinderungen und der Verwaltung auf und kämpfen mit ihnen dafür, dass Barrieren aus dem öffentlichen Raum und dem Personennahverkehr entfernt werden.© VdK-TV

VdK-TV: Krankenfahrt: Wer zahlt die Kosten? (UT)

Damit die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten für eine Krankenfahrt übernimmt, müssen besondere Gründe vorliegen. Es entscheidet der Arzt, der dann die Fahrt verordnet. Besondere Regeln gelten für Menschen mit Behinderungen und mit einem Pflegegrad – oder wenn es schlicht um Leben und Tod geht.© VdK-TV

VdK-TV: Elektronische Patientenakte & Co: Was bringt die Digitalisierung im Gesundheitswesen?

VdK-TV wollte wissen, was mit der Digitalisierung auf die Patienten und Versicherten zukommt und hat den VdK-Gesundheitstag in Stuttgart besucht. Themen dort waren: Was bedeutet Digitalisierung in der Medizin und wie können wir davon profitieren? Und: Wie kommen Ältere mit der Digitalisierung zurecht?© VdK-TV

Fahrt zum Impfzentrum
Wann die Krankenkasse die Kosten übernimmt
Viele Menschen fragen sich besorgt, wie sie zum Impfzentrum kommen, wenn sie selbst nicht mehr mobil sind. Was müssen sie tun, damit sie nicht auf ihren Ausgaben für die Fahrt sitzenbleiben? Die VdK-ZEITUNG beantwortet die wichtigsten Fragen.

Die Coronavirus-Impfverordnung regelt, dass die Impfung in Impfzentren erfolgen soll. Wer nicht mehr in der Lage ist, selbst dorthin zu kommen, soll den schützenden Piks von mobilen Impfteams erhalten, und zwar unabhängig davon, ob die Betroffenen zu Hause oder in einer Pflegeeinrichtung wohnen. Falls das nicht möglich ist, sollen die gesetzlichen Krankenkassen die Fahrtkosten übernehmen. So hat es das Bundesgesundheitsministerium in seiner Begründung zur Impfverordnung festgelegt.

Auch der GKV-Spitzenverband hat empfohlen, dass die gesetzlichen Kassen die Transportkosten abdecken, und zwar bis zum „nächst erreichbaren Impfzentrum“. Er koppelt das an enge gesetzliche Vorgaben und dringt auf ein einheitliches Vorgehen.

Genaue Prüfung
Für alle Betroffenen bedeutet das konkret: Ihre Krankenkasse prüft, ob sie die Fahrtkosten erstattet. Grundlage ist § 60 SGB V. Dort heißt es, dass die Fahrtkosten für ambulante Behandlungen – zu denen die Corona-Schutzimpfung gehört – nur im Ausnahmefall übernommen werden. Vier Bedingungen müssen erfüllt sein: Die Behandlung ist medizinisch notwendig. Der Patient ist nur eingeschränkt oder nicht mobil, oder das Transportmittel ist aus einem anderen Grund medizinisch notwendig. Der Arzt hat eine Verordnung ausgestellt. Die Krankenkasse hat die Fahrtkosten vorher genehmigt.

Für den VdK ist klar: Die Fahrt zur Impfung muss kostenfrei sein für alle, die selbst nicht mobil sind oder denen eine Fahrt mit Bus oder Bahn nicht zugemutet werden kann. Wenn die Krankenkasse die Kostenübernahme ablehnt, sollten VdK-Mitglieder Widerspruch einlegen.

Verordnung vom Arzt
Die ärztliche Verordnung stellt der behandelnde Arzt – etwa der Hausarzt – aus, und zwar als Verordnung der Krankenbeförderung. Er muss das medizinisch erforderliche Transportmittel angeben. Mit diesem Formular wenden sich gesetzlich Versicherte vorab an ihre Krankenkasse, um sich die Fahrtkosten genehmigen zu lassen. Einfacher wird es, wenn die Versicherten

einen Schwerbehindertenausweis mit Merkzeichen „aG“ (außergewöhnlich gehbehindert), „Bl“ (blind) oder „H“ (hilflos) haben,
Pflegegrad 3 haben, bei dem eine dauerhafte Beeinträchtigung der Mobilität vorliegt oder
Pflegegrad 4 oder 5 haben.
In diesen Fällen reicht die ärztliche Verordnung aus. Mit dieser gilt die Fahrt als genehmigt, der Weg zur Krankenkasse entfällt. Gesetzlich Versicherte müssen zwischen fünf und zehn Euro zuzahlen. Den Restbetrag können Transportunternehmen direkt mit der Krankenkasse abrechnen, wenn sie einen Vertrag mit ihr haben. Das ist für die Versicherten der bequemere Weg. Haben sie keinen Vertrag, müssen die Versicherten erst einmal zahlen. Reichen sie die ärztliche Verordnung mit der Rechnung bei ihrer Kasse ein, erstattet diese die Kosten. Wenn die Kasse die Fahrtkosten zum Impfzentrum nicht übernehmen will, kann es sich lohnen, vor Ort nach lokalen Angeboten zu fragen. Manche Kommunen übernehmen die Kosten.

ken

Frühe Hilfe bei Demenz
Konzept „Demenzfreundliche Apotheke“ soll auf ganz Bayern ausgeweitet werden
Eine Demenz wird meist erst spät diagnostiziert. Die „Demenzfreundliche Apotheke“ will das ändern. Das Konzept soll bayernweit umgesetzt werden.

Rund 230.000 Menschen in Bayern sind an Demenz erkrankt, in den nächsten Jahren wird die Zahl weiter ansteigen. Oft fällt es den Angehörigen oder Freunden kaum auf, wenn jemand vergesslich wird oder sich zurückzieht. „Kognitive Einschränkungen können viele Ursachen haben. Nicht immer steckt eine Demenz dahinter, aber fast immer besteht Handlungsbedarf“, sagt Dr. Jens Schneider, Erster Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Augsburg, und fügt hinzu: „Viele Erkrankungen wären heilbar, wenn sie rechtzeitig entdeckt würden.“
Um helfen zu können, hat der ehemalige Apotheker in der Fuggerstadt das Netzwerk „Demenzfreundliche Apotheke“ ins Leben gerufen. Der Grundgedanke: Ältere Menschen holen meist regelmäßig in ihrer Apotheke vor Ort Rezepte ab und lassen sich dort auch gerne beraten. Die Mitarbeiter kennen die Kunden meist schon lange und nehmen Verhaltensänderungen wahr. Sie werden speziell geschult, das Thema sensibel anzusprechen – beim Betroffenen selbst oder bei einem Angehörigen. Und sie kennen das Hilfsangebot in der Nähe, können die passende Unterstützung vermitteln und Info-Material bereitstellen.
„Die Beratung bei einer Demenzerkrankung oder kognitiven Einschränkung ist eine Kernkompetenz, mit der die Apotheken ihr Interesse am Patienten signalisieren“, bekräftigt Schneider. Als er seine demenzkranke Schwiegermutter gepflegt hat, hätte er eine solche Hilfe gut gebrauchen können. „Es gibt ein gutes Netzwerk und viele Angebote, aber oft wissen die Betroffenen und deren Angehörige nichts davon“, bedauert er.
In Augsburg und den Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg funktioniert das Zusammenspiel zwischen Pharmazeuten und Helfern gut: Insgesamt über 50 Apotheken beteiligen sich an dem Projekt, das ist etwa jede fünfte. Die Mitarbeiter haben zu Beginn eine Schulung erhalten und frischen ihr Wissen regelmäßig auf. Wie oft bereits geholfen werden konnte, ist schwer nachvollziehbar. Dennoch: „Bei der Alzheimer Gesellschaft stellen wir regelmäßig fest, dass viele Menschen mit Beratungsbedarf von den Apotheken an uns vermittelt worden sind“, so Schneider.
2015 wurde das Projekt „Demenzfreundliche Apotheke“ mit dem Deutschen Apotheken-Award in der Kategorie „Soziales Engagement“ ausgezeichnet. Nun soll es auf ganz Bayern ausgeweitet werden. Die Koordination übernimmt dabei das Wissenschaftliche Institut für Prävention im Gesundheitswesen (WIPIG) der Bayerischen Landesapothekerkammer, ebenso die Schulung der Moderatoren, die die Gründung der Netzwerke vor Ort vorantreiben.
Erste regionale Gruppen haben bereits ihr Interesse bekundet. Das WIPIG will sie bei der Umsetzung unterstützen. „Unser Wunsch ist es, innerhalb von ein bis zwei Jahren drei Regionen zu haben, in denen es losgehen kann“, sagt Helmut Schlager, Geschäftsführer des WIPIG.
Das Beratungstelefon „Pflege und Wohnen“ des VdK Bayern informiert Pflegebedürftige und deren Angehörige über Hilfsangebote und vieles mehr – Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 15 bis 18 Uhr.
Telefon 089/2117­112
E­-Mail lebenimalter.bayern@vdk.de
Annette Liebmann

Wer bekommt die Brille auf Rezept?
VdK-TV erklärt, bei wem Krankenkassen einen Teil der Kosten übernehmen
Für eine neue Brille oder neue Kontaktlinsen müssen Brillenträger oft tief in die Tasche greifen. Seit April 2017 zahlen die Krankenkassen bei einigen Versicherten einen Zuschuss. In seinem Beitrag am 25. Juni erklärt VdK-TV, wer mit einer Unterstützung rechnen kann.

Bisher erhielten nur noch Kinder und Jugendliche eine Sehhilfe auf Rezept. Doch im aktuellen Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG), das im April 2017 in Kraft trat, wurde festgelegt, dass auch manche Erwachsene künftig mit einem Zuschuss rechnen können. Bedingung ist, dass sie eine der folgenden Sehschwächen haben: starke Kurz- oder Weitsichtigkeit ab sechs Dioptrien, Hornhautverkrümmung ab vier Dioptrien sowie schwere Augenverletzungen oder -erkrankungen. Diese Voraussetzungen erfüllen von den rund 41,2 Millionen Brillenträgern in Deutschland nur rund 1,4 Millionen.
Die Bundesregierung will mit der Regelung Patienten entlasten, die auf besonders teure Sehhilfen angewiesen sind. Denn ab sechs Dioptrien steigt der Preis für die Gläser sprunghaft an. Die Höhe des finanziellen Zuschusses ist im bundesweit gültigen Hilfsmittelverzeichnis festgelegt. Laut Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) reichen die Festbeträge von zehn bis maximal 112 Euro pro Glas und sind unter anderem abhängig vom Material der Gläser. Extras, wie beispielsweise Entspiegelungen, werden nicht übernommen.
Auch Menschen mit einer schweren Fehlsichtigkeit müssen einen Teil ihrer Sehhilfe selbst bezahlen. Dazu gehört das Brillengestell. Anspruch auf einen Zuschuss für Kontaktlinsen besteht nur in medizinischen Ausnahmefällen. Die Kassen gehen in der Regel von der Versorgung mit einer Brille aus. Einen Obolus zu Kontaktlinsen steuern sie bei, wenn die Fehlsichtigkeit mehr als acht Dioptrien beträgt oder wenn durch die Kontaktlinsen eine um 50 Prozent bessere Sehleistung erzielt werden kann als mit einer Brille. Liegen diese Voraussetzungen nicht vor, übernimmt die Krankenkasse höchstens den Betrag, den sie für eine Brille zahlen müsste.
Menschen, die Anspruch auf Unterstützung haben, benötigen ein Rezept vom Augenarzt. Dieses legen sie beim Optiker vor. Der Optiker wiederum rechnet den Zuschuss mit der Krankenkasse ab. Keine Finanzspritze gibt es für den Brillenkauf im Internet.
Annette Liebmann

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