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Alfred H.Seebode

Alfred H.Seebode
Ortsverbandsvorsitzender
Telefon:0441-8 00 75 74© Privat

Meine lieben VdK-Mitglieder OL-Nord.
Große Unsicherheit und Sorgen“ Der Sozialverband VdK verzeichnet erhöhtes Beratungsaufkommen während der Pandemie.
VON LARS RUHSAM
OLDENBURG–Der Blick in den Terminkalender von Alfred H. Seebode spricht eine eindeutige Sprache. Die vielen Einträge zeugen von einem regen Arbeitsaufkommen. Doch der 74-Jährige ist eigentlich ehrenamtlich tätig, als Vorsitzender des Ortsverband Oldenburg-Nord. Auch vor der Coronapandemie seien viele Gespräche an der Tagesordnung gewesen. „Doch nun steht das Telefon hier quasi nicht mehr still“, sagt Seebode.
Hoher Gesprächsbedarf
Die Inhalte der Anrufe und E-Mails, die ihn erreichen, gingen mittlerweile weit über das „normale“ Maß der Beratung hinaus. „Angst, Unsicherheit und einfach Sorgen über die Zukunft, das kommt bei vielen unserer Mitglieder nun noch zu ihrer Situation hinzu“, sagt Alfred H. Seebode. Rund 75 Prozent der VdK-Mitglieder lebten an oder unter der Armutsgrenze, seien krank oder sogar schwerkrank, berichtet er. Diesen steht der Sozialverband mit Rat und Tat zur Seite – in Corona Zeiten sogar noch intensiver.
„Die Inhalte der Beratungen spiegeln die Auswirkungen der Pandemie durchaus wieder“, weiß Kai Pöpken, Sozialrechtsreferent und Kreisgeschäftsführer, beim Sozialverband VdK Oldenburg.Häusliche Gewalt, Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, Geldsorgen, „die enorme psychische Belastung vieler Menschen ist zu spüren“, sagt Pöpken. Zwar habe man die persönliche Beratung in der Geschäftsstelle zum Schutz von Mitglieder und Mitarbeitern nicht mehr anbieten können, dafür aber die telefonische Beratung ausgeweitet. „Es erreichen uns auch viel mehr Anfragen per E-Mail und per Post“, so der Kreisgeschäftsführer. Der Zuspruch sei groß, die Beratung komme an ihre Grenzen. Und neben der Beratung in dieser besonderen Situation gehe der Rechtsschutz unverändert weiter.
Vielfache Hilfe
Immer wenn es um sozialpolitische Themen geht, steht der Verband seinen Mitgliedern zur Seite. „Wir helfen bei der Antragstellung, zum Beispiel bei Schwerbehinderung, Berufs- und Erwerbsunfähigkeit oder -minderung“, sagt Kai Pöpken. Mit den Anträgen, so seine Beobachtung, seien viele Menschen ob deren Komplexität überfordert. Und bei negativen Bescheiden fehle ihnen Mut und Wissen, was nun zu tun sei. „Die meisten Menschen stecken dann auf und legen keinen Widerspruch ein. Wer aber weitergeht, ist meist auch erfolgreich“, weiß er. So recht zufrieden ist Alfred H. Seebode mit vielen sozialpolitischen Entwicklungen nicht. „Die Schere zwischen arm und reich geht immer weiter auseinander. Es wäre schön gewesen, hätte die Regierung wenigstens den Rentnern, die unter, oder an der Armutsgrenze leben, mit einer Rentenerhöhung von zwei Prozent geholfen, gerade bei den zusätzlichen Belastungen durch die Corona- Pandemie. Diese 20 Euro wären für viele ein Lichtblick gewesen“, betont er.
Die Politik sollte sich mal Gedanken machen, wie man das Leben dieser sehr großen Gruppe von Menschen, lebenswerter machen könnte. Ein wichtiger und kompetenter Gesprächspartner wäre sicherlich der Sozialverband VdK, mit knapp 4.400 VdK-Mitgliedern in Oldenburg-Stadt, mit ca. 95.000 VdK-Mitgliedern in Niedersachsen-Bremen und über 2.000.000 VdK-Mitglieder Bundesweit.
Veranstaltungen fehlen
Neben der Beratung in sozialpolitischen Themen steht der VdK aber auch für eine starke Gemeinschaft, zum Beispiel durch regelmäßige Treffen. Gerade für ältere und alleinstehende Menschen sind Treffen und Veranstaltung wichtige Fixpunkte ihres sozialen Lebens. „Aber das findet derzeit natürlich alles nicht statt“, sagt Alfred H. Seebode. Der Dienstagstreff, der Kegelnachmittag, oder das Grünkohl- und Spargelessen, sowie unsere Weihnachtsfeiern, fehle den Mitgliedern. Auch von ihm geplante neue Angebote, wie: eine Tagesfahrt nach Helgoland, Steinhuder Meer, oder Kulturelles, liegen erst mal auf Eis. Einen zusätzlichen Service bieten er und einige seiner Vorstandsmitglieder telefonisch unter (0441/8007574), Anke Achtert (0441/9986474), sowie Ingrid und Heinz Gerd Hinrichs (0441/36181352) jedoch in Corona-Zeiten an. „Wir stehen unseren Mitgliedern für begleitende Ämtergänge, Einkäufen, den Gang zur Bank oder zum Arzt zur Verfügung – aber auch einfach nur, um zu reden“, sagt der Ortsverbandsvorsitzende. Denn reden, zuhören, Mut machen, das sei in der derzeitigen Situation oftmals das allerwichtigste.
Leser, die noch kein Mitglied sind, aber sozialrechtliche Probleme haben oder erwarten, können Alfred H. Seebode anrufen - er berät sie gerne über eine Mitgliedschaft.

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