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Das wichtigste aus diesen Monat

Berlin, 17.6.2021

VdK-Präsidentin: „Endlich kommt eine Regelung für Assistenz im Krankenhaus“

Begleitpersonen von Menschen mit Behinderungen haben Krankengeldanspruch
Bentele ermutigt die Politik, niemanden im Gesundheitssystem alleinzulassen

Der VdK begrüßt, dass die Begleitung von Menschen mit einer Behinderung und deren Assistenzbedarf im Krankenhaus endlich geregelt ist. „Es ist wichtig, dass das Gesetz noch vor der Bundestagswahl verabschiedet wird. Somit wird die Gesundheitsversorgung in diesem Land auch für Menschen mit komplexen Behinderungen zugänglich. Das hilft ihnen sehr. Der Petitionsausschuss hatte diese Regelung schon lange angeregt“, sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele. „Menschen, die in ihrer Kommunikation eingeschränkt sind, brauchen in ihrem Heilungsprozess dringend eine vertraute Person, die sie unterstützt", so Bentele weiter.

Aus Sicht der VdK-Präsidentin kann das am Mittwoch im Kabinett beschlossene Gesetz, das in der kommende Woche im Bundestag verabschiedet werden wird, nur der Anfang sein. Die neue Bundesregierung müsse auch für Menschen mit Demenz einen besseren Zugang zur Gesundheitsversorgung schaffen: "Für diese Menschen muss die nächste Regierung dringend eine Lösung finden. Denn Menschen mit Demenz kommen im Krankenhaus ohne Begleitung nur schwer zurecht. Wenn sie keine vertraute Person bei sich haben, haben sie Angst und fühlen sich verloren. Sie können den Ärzten oft nicht folgen.“ Für diese Menschen sei die Begleitung im Krankenhaus der Schlüssel, um gesund zu werden.

Ein Änderungsantrag zum Tierarzneimittelgesetz sieht einen Krankengeldanspruch für Angehörige oder Vertrauenspersonen vor, die Menschen mit schweren Behinderung im Krankenhaus begleiten. Die Kostenübernahme war seit Jahren ungeklärt. Der VdK hatte sich für die nun beschlossene Regelung stark gemacht. „Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt zurecht die Kosten für die Begleitung von Kindern. Es ist richtig, dass diese Regelung ausgeweitet wurde auf Menschen mit Behinderungen.“ Voraussetzung für die Finanzierung ist, dass die zu begleitende Person Leistungen aus der Eingliederungshilfe, der Kinder- und Jugendhilfe oder nach dem Bundesversorgungsgesetz bezieht.

Pressekontakt: Heike Vowinkel, Mobil: 0151 26163180, presse@vdk.de

Berlin, 25.05.2021

Rekordwert bei Grundsicherung im Alter

Bentele: „Befürchtungen des VdK bestätigt“

VdK fordert: Mindestlohn und Rentenniveau anheben

Über eine halbe Million Menschen haben 2020 Grundsicherung im Alter bezogen, so das Statistische Bundesamt. So viele wie noch nie seit der Einführung 2003.

„Die Zahlen bestätigen die schlimmen Befürchtungen des VdK, dass die Altersarmut weiter steigt“

, sagt Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverband VdK Deutschland. 315.000 Frauen und 249.000 Männer sind laut Statistik im Alter auf finanzielle Unterstützung seitens des Staates angewiesen. Auch wenn mehr Betroffene als früher ihren rechtlichen Anspruch anmelden, ist die Dunkelziffer derjenigen, die aus Scham verzichten, nach wie vor hoch.

„Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, sollten im Alter nicht noch auf zusätzliche staatliche Unterstützung angewiesen sein müssen, um über die Runden zu kommen. Sie haben Anspruch auf eine Rente oberhalb des Existenzminimums“, fordert VdK-Präsidentin Bentele.

„Deshalb muss der Mindestlohn auf 13 Euro steigen und das Rentenniveau dauerhaft auf mindestens 50 Prozent angehoben werden.“

Pressekontakt: 030 9210580-400 / presse@vdk.de

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Berlin, 26.04.2021

VdK: Risikogruppen dürfen bei Impfung nicht durchs Raster fallen

Heutiger Impfgipfel von Bund und Ländern – VdK mahnt Zusammenhalt an
Negative Tests müssen gleiche Freiheiten wie Impfung gewährleisten

Anlässlich des heutigen Impfgipfels von Bund und Ländern hat der Sozialverband VdK seine Forderung nach besseren Impfangeboten für die Risikogruppen bekräftigt.

VdK-Präsidentin Verena Bentele erklärte dazu in Berlin:

„Es ist gut, dass seit Ostern auch in den Hausarztpraxen geimpft wird und dadurch mehr Tempo in die Impfkampagne kommt. Das große Aber: Während bereits über die Aufhebung der Impfpriorisierung gesprochen wird, warten immer noch viel zu viele Menschen auf einen Impftermin. Darunter sind etliche in hohem Alter, mit schweren Vorerkrankungen oder mit Behinderungen. Ausgerechnet sie sind offenbar bei der Terminvergabe häufig durchs Raster gefallen. Bei den über 80-Jährigen sind laut aktuellen Zahlen bisher nur etwa 60 Prozent geimpft. Die Risikogruppen sind dringend auf den Schutz durch die Impfung angewiesen und müssen besonders berücksichtigt werden.“

Der Sozialverband VdK appelliert an die Hausärzte, diese Lücke zu füllen und ihre betroffenen Patienten gezielt anzusprechen.

Beim heutigen Gipfel sollen außerdem Lockerungen der Beschränkungen für Geimpfte und von Corona Genesene diskutiert werden. Der VdK begrüßt in diesem Zusammenhang, dass Lockerungen laut Infektionsschutzgesetz auch mit einem negativen Schnelltest gelten sollen. VdK-Präsidentin Bentele: „Es hat sich gezeigt, dass in der Pandemie allgegenwärtige Themen wie Masken, Tests und die Einhaltung der Corona-Regeln reichlich Zündstoff bieten und geeignet sind, unsere Gesellschaft zu spalten. Das darf aber gerade in Pandemiezeiten, wenn sehr viele Menschen unter der Situation leiden und wir gemeinsam besonnen agieren müssen, nicht passieren.“

Der VdK weist darauf hin, dass einige Erwachsene sich aufgrund medizinischer Ausschlussgründe nicht impfen lassen können und dass es für Kinder bisher keinen Impfstoff gibt. Daher muss unbedingt auch weiterhin ein aktueller negativer Schnelltest ein Weg sein, Anlässe wie etwa einen Friseurtermin oder einen Besuch bei den Großeltern wahrnehmen zu können. Andernfalls würden mehr Freiheiten für Geimpfte alle Kinder und sehr viele Familien ausschließen. Voraussetzung ist, dass flächendeckend Testangebote geschaffen werden, wo dies noch nicht geschehen ist.

Weiterhin fordert der Sozialverband VdK für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen einen Öffnungsstufenplan mit qualifizierten Aussagen zu den AHA-Regeln, zur Maskenpflicht und zur Testungsstrategie. Bei den Heimbewohnerinnen und -bewohnern beträgt die Impfquote mittlerweile über 80 Prozent. „Dem Flickenteppich von unterschiedlichsten Regelungen zu Kontaktbeschränkungen, Besuchsverboten oder Ausgehverboten in Pflege- und Behinderteneinrichtungen muss ein Ende gesetzt werden. Keiner weiß mehr, wo was gilt“, so die VdK-Präsidentin.

Bentele: „Der VdK wird sich mit aller Kraft für ein solidarisches Miteinander einsetzen. Es ist eine sehr anstrengende Zeit für die meisten von uns. Lassen Sie uns gemeinsam dafür kämpfen, dass wir die Pandemie überwinden. Zusammenhalt, nicht Gegeneinander muss das Motto sein.“

Pressekontakt: 030 9210580-400 / presse@vdk.de

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