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Das wichtigste aus diesen Monat

Berlin, 28.08.2020

Lehre in Corona-Zeiten: Betriebe müssen ausbilden

Bentele: „Jugendlichen den Start ins Berufsleben ermöglichen“
Studie belegt Zukunftsängste der Jugend

Viele Jugendliche sorgen sich um ihre Zukunft. Sie fürchten, im Herbst keinen Ausbildungsplatz zu finden. Die Pandemie hat diese Furcht verstärkt. Zu diesem Ergebnis kommt die Bertelsmann-Stiftung in einer aktuellen Umfrage unter Jugendlichen. Der Sozialverband VdK appelliert an die Unternehmen, auch in der Zeit der Corona-Krise junge Frauen und Männer auszubilden. VdK-Präsidentin Verena Bentele dazu:

„Durch Corona haben es viele junge Menschen jetzt besonders schwer, ins Berufsleben zu starten. Ich will nicht akzeptieren, dass hier ein verlorener Jahrgang heranwächst. Die Kids fühlen sich alleingelassen von der Politik. Aber wir als VdK sehen an erster Stelle die Betriebe und die Arbeitgeber in der Pflicht. Wenn sie nicht ausbilden oder ihre Lehrlinge nicht übernehmen, stehen viele Schulabgänger oder Azubis auf der Straße. Wir wissen, dass so ein Fehlstart das ganze Leben bestimmt: Phasen der Arbeitslosigkeit und niedrige Löhne sorgen für kleine Renten. Deshalb müssen wir alle Möglichkeiten ausschöpfen. Wir dürfen diesen Jahrgang nicht im Stich lassen.“

Die Studie zeigt auch: Eine berufliche Ausbildung ist nach wie vor attraktiv. Demnach möchten rund zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler mit niedriger und mittlerer Schulbildung eine Ausbildung machen. Das gilt auch für fast ein Viertel derjenigen mit hoher Schulbildung. Die Bertelsmann-Stiftung fordert als Konsequenz aus ihrer Studie eine staatliche Ausbildungsgarantie nach dem Vorbild Österreichs. VdK-Präsidentin Verena Bentele dazu:

„Der Staat leistet bereits seinen Beitrag: Er unterstützt kleine und mittlere Betriebe mit Zuschüssen, damit sie auch während der Corona-Krise ausbilden können. Die Arbeitgeber müssen mitziehen und den Jugendlichen den Start ins Berufsleben ermöglichen. Die Arbeitgeber dürfen sich nicht aus der Verantwortung stehlen.“

Der VdK fordert auch, dass die Berufsberatungen der Arbeitsagenturen wieder regulär und persönlich stattfinden. Jugendliche brauchen gerade in der Corona-Zeit zuverlässige Hilfe, wenn sie eine Lehrstelle suchen. Beratungen ausschließlich per Telefon oder Internet reichen nicht.

Pressekontakt: Ino Kohlmann, 030 / 92 10 580-401

Berlin, 26.08.2020
Corona-Hilfen: VdK begrüßt Beschluss zum Kurzarbeitergeld

Laptops auch für bedürftige Schülerinnen und Schüler

Union und SPD wollen in der Corona-Krise das Kurzarbeitergeld bis Ende des nächsten Jahres verlängern. Darauf hat sich der Koalitionsausschuss am Abend in Berlin verständigt. Der Sozialverband VdK begrüßt den Beschluss. VdK-Präsidentin Verena Bentele sagte:

„Das Kurzarbeitergeld hat sich bewährt. Es sichert Millionen von Jobs in der Corona-Krise und hilft den Unternehmen. Deshalb ist es sinnvoll, die Betriebe weiter zu entlasten. Die Bundesregierung darf sich aber auf diesem Beschluss nicht ausruhen. Die Pandemie und die damit einhergehende soziale Krise sind noch nicht vorbei. Wir müssen weitere Weichen stellen, damit der gesellschaftliche Zusammenhalt bestehen bleibt.“

Neben dem Kurzarbeitergeld fasste der Koalitionsausschuss weitere Beschlüsse: Auch Lehrerinnen und Lehrer greift die Koalition unter die Arme. Jede Lehrkraft in Deutschland soll einen Dienst-Laptop bekommen, um für möglichen Digital-Unterricht ausgerüstet zu sein. Der Sozialverband VdK vermisst Hilfen für Kinder und Jugendliche:

„Leider verzichtet die Bundesregierung darauf, an die bedürftigen Kinder in den Schulen zu denken. Nicht jede Familie kann sich ein Notebook oder ein Tablet leisten.

Sollte erneut der Unterricht nur digital vom Küchentisch aus möglich sein, dann stehen die Schwächsten der Gesellschaft ohne digitale Endgeräte da und werden abgehängt. Wenn der Sozialstaat schon alle Lehrkräfte mit Computern ausstatten kann, dann hat er auch die Pflicht, in Krisenzeiten für all jene einzustehen, die am stärksten benachteiligt sind.“

Positiv bewertet der VdK die Beschlüsse des Koalitionsausschusses zum Kinderkrankengeld. Elternpaaren soll das Kinderkrankengeld für jeweils fünf weitere Tage gezahlt werden, Alleinerziehenden für zusätzliche zehn Tage. Auf Zustimmung stoßen auch die Corona-Hilfen für Solo-Selbstständige, Künstler und Freiberufler, die laut Beschluss bis Ende des Jahres weitere staatliche Hilfen erhalten sollen.

Pressekontakt: Ino Kohlmann, 030 / 92 10 580-401

Berlin, 12.08.2020
Soziale Krise durch Corona verhindern!

VdK fordert sozial gerechte Maßnahmen in der Pandemie

„Corona zeigt uns die sozialen Ungleichheiten in Deutschland sehr deutlich auf. Wir müssen verhindern, dass aus der Corona-Krise eine soziale Krise wird. Wir müssen jetzt die richtigen Lehren ziehen und die Weichen stellen, damit der gesellschaftliche Zusammenhalt bestehen bleibt“,

erklärt Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, auf einer Pressekonferenz in München.
Für eine einmalige Vermögensabgabe

„Die Bürgerinnen und Bürger haben große Solidarität gezeigt und auch finanzielle Einbußen erlitten. Der Staat hat hohe Schulden aufgenommen. Nun müssen die Kosten der Krise gerecht verteilt werden. Der Sozialverband VdK fordert deshalb eine einmalige Vermögensabgabe“, sagt Bentele. Nur Menschen und Betriebe mit großem Vermögen sollen herangezogen werden, und es soll ein Freibetrag von einer Million Euro gelten. Selbst bewohnte Immobilien blieben steuerfrei. „Nicht einmal ein Prozent der Bevölkerung wäre von der Vermögensabgabe betroffen. Doch der Effekt wäre enorm, wir sprechen von zusätzlichen Steuereinnahmen im Milliardenbereich“, so Bentele

Die VdK-Präsidentin warnt: „Die Tilgung der Corona-Schulden darf nicht über kurz oder lang durch Leistungskürzungen im Sozialbereich erfolgen, wie es teilweise bereits gefordert wird. Das würde die soziale Ungleichheit weiter vorantreiben und den sozialen Frieden gefährden. Das schadet der Wirtschaft mehr als krisenbedingt vorübergehend steigende Sozialausgaben.“

Bentele sieht sich durch die Corona-Krise in einer weiteren VdK-Forderung bestärkt: „Mit einem solidarisch ausgestalteten Sozialversicherungssystem kommen wir alle besser durch die Krise. Das Kurzarbeitergeld federt gerade enorm viel ab. Selbstständigen fehlt zum Beispiel dieses Sicherheitsnetz. Deshalb fordert der VdK eine rasche Umgestaltung zu einer Sozialversicherung für alle. Auch das ist gelebte gesellschaftliche Solidarität.“
Pressekontakt: 030 / 92 10 580-400

Info: Der Sozialverband VdK setzt sich mit seinen mehr als 2 Millionen Mitgliedern für soziale Gerechtigkeit ein. VdK-Mitglieder profitieren von der kompetenten Beratung im Sozialrecht. Als größter Sozialverband Deutschlands vertritt der VdK wirksam die sozialpolitischen Interessen aller Bürgerinnen und Bürger: unabhängig – solidarisch – stark. Mehr unter www.vdk.de

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